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Bundestagswahl: Diese sieben Kandidaten aus dem Wahlkreis Koblenz wollen nach Berlin

Der Wahltermin steht, die Direktkandidaten sind benannt: Am 22. September sind die Deutschen aufgerufen, den 18. Bundestag zu wählen – darunter knapp 200 000 Wahlberechtigte im Koblenzer Wahlkreis 200. Hier gibt es in der RZ einen Überblick über die wichtigsten Dinge rund um die Wahl.

Die Kandidaten: Sieben Direktkandidaten haben die Parteien für den Wahlkreis 200 gemeldet. Für die CDU tritt erneut der derzeitige Fraktionsvize im Bundestag, Michael Fuchs, an. Für die SPD geht erstmals Detlev Pilger ins Rennen. Bei den Grünen kandidiert der Abgeordnete Josef Winkler erneut. Die FDP geht mit Martin Kaschny und damit mit einem neuen Kandidaten in den Wahlkampf. Ebenfalls neu sind Bettina Lau für die Linke, Heiko Müller für die Piraten und Stephan Wefelscheid für die Bundesvereinigung Freie Wähler.

Der Wahlkreis: Der Koblenzer Wahlkreis 200 umfasst nicht nur die Stadt Koblenz, sondern auch Teile von zwei Landkreisen. Zum einen gehören aus dem Kreis Mayen-Koblenz die Stadt Bendorf sowie die Verbandsgemeinden Rhens, Untermosel, Vallendar und Weißenthurm dazu. Aus dem Rhein-Lahn-Kreis kommen die Stadt Lahnstein und die Verbandsgemeinden Bad Ems, Braubach und Loreley hinzu.

Die Wähler: Bei der Bundestagswahl 2009 waren 196 560 Menschen in diesem Gesamtgebiet wahlberechtigt. 138 790 machten letztlich von ihrem Wahlrecht Gebrauch – das bedeutete eine Wahlbeteiligung von 70,6 Prozent. 2005 hatte sie noch bei 77,6 Prozent gelegen.Die Parteiergebnisse 2009: Sowohl CDU als auch SPD mussten Verluste im Koblenzer Wahlkreis im Vergleich zu 2005 hinnehmen – allerdings fiel entsprechend dem Bundestrend das Minus bei den Sozialdemokraten deutlich gravierender aus. Sie verloren 11,3 Prozentpunkte und kamen 2009 nur noch auf 23,8 Prozent. Die CDU schaffte es noch auf 36 Prozent (-2,1) und wurde mit großem Abstand trotz des Verlustes stärkste Kraft. Die FDP machte den größten Sprung: Mit einem Plus von 5,4 Prozentpunkten landeten die Liberalen bei 17,4 Prozent. Die Grünen verbesserten sich auf 10,1 Prozent (+2,7), die Linke auf 8,2 Prozent (+3,4). Die Piraten landeten bei 2 Prozent. Die anderen Parteien blieben unter 1 Prozent.

Die Gewinner und Verlierer 2009: Klarer Sieger der Wahl war Michael Fuchs. Er kam auf 44,1 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis. Damit musste er zwar einen Verlust von 1,3 Prozentpunkten verschmerzen. Er konnte aber seinen Vorsprung auf die damalige SPD-Kandidatin Ursula Mogg auf stolze 16 Prozentpunkte ausbauen. Beim ersten Aufeinandertreffen bei der Wahl 2002 hatte der Abstand noch bei einem Prozentpunkt gelegen. Ein gutes persönliches Ergebnis konnte der Grünen-Kandidat Josef Winkler (9,7 Prozent) einfahren. Er blieb der einzige Bewerber, der über den Listenplatz mit Fuchs in den Bundestag kam. Ebenfalls Steigerungen bei den Erststimmen gab es für FDP-Mann Markus Falk (9,6 Prozent) und Wolfgang Ferner (Die Linke, 7,3 Prozent). NPD-Mann Sven Lobeck erhielt 1,1 Prozent der Stimmen.

Von unserem Redaktionsleiter Ingo Schneider

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