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Koblenz/Lahnstein/Berlin

Bund räumt Koblenzer Hof 2019 komplett

Die Bundeswehr wird die sogenannte Rheinliegenschaft ("Koblenzer Hof") nun doch früher als zuletzt befürchtet räumen.

Die Bundeswehr verabschiedet sich endgültig vom Koblenzer Hof am Rheinufer und investiert in Lahnstein.
Die Bundeswehr verabschiedet sich endgültig vom Koblenzer Hof am Rheinufer und investiert in Lahnstein.
Foto: Reinhard Kallenbach

Von unserem stellvertretenden Chefredakteur Peter Burger

Schon 2019 müssten demnach rund 800 Dienstposten von Koblenz ins benachbarte Lahnstein wechseln. Das teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dem Koblenzer Bundestagsabgeordneten Michael Fuchs (CDU) am Rande einer Plenarsitzung in Berlin mit.

In der Lahnsteiner Deines-Bruchmüller-Kaserne soll dafür ein Neubau mit einem Bauvolumen von 37 Millionen Euro errichtet werden. Ein alternativer Neubau im Koblenzer Rauental würde 54 Millionen Euro verschlingen und hätte zwei weitere Jahre länger gedauert. Zudem würden zusätzlich notwenige Sanierungsmaßnahmen bis 2028 notwendig, so die Ministerin. Am Standort Koblenz sollen nach dem Umzug noch immer 5300 Dienstposten der Bundeswehr verbleiben, davon alleine 2100 im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), der Nachfolgebehörde des BWB. Deutlich aufgewertet wird der Standort Lahnstein, der künftig 2600 Dienstposten zählen wird, davon 2450 des BAAINBw.

Bereits seit Langem plant der Bund die Aufgabe der Rheinliegenschaft in Koblenz, sehnsüchtig erwartet auch von der Stadt selbst. Denn der marode "Koblenzer Hof" und die angrenzenden Liegenschaften gelten als Filetstück in Rheinnähe. So hatten Fuchs und der Koblenzer Oberbürgermeister unter anderem immer wieder den Neubau eines Hotels an dieser Stelle ins Gespräch gebracht. Im Dezember 2011 musste der Koblenzer Hof geräumt werden. Der Traum von einer "Wiederbelebung" als renoviertes Grandhotel wurde aber rasch aufgegeben, nachdem allein die Maßnahmen zur Standsicherheit mehr als 15 Millionen Euro verschlungen hätten. Von der Leyens Vorgänger Thomas de Maizière hatte zuletzt zwar 2018 als mögliches Rückgabedatum genannt, der konkrete Zeitpunkt aber war stets abhängig von den Ersatzplanungen zur Unterbringung der Bundesbediensteten. Lange Zeit war dafür ein Umzug ins Rauental im Gespräch. Nach Abschluss der Ersatzplanungen führt der Weg von 800 Mitarbeitern künftig nach Lahnstein.

Als "für alle Seiten tragfähige Lösung" bezeichnete Michael Fuchs die Informationen von der Leyens. "Für Koblenz bedeutet das endlich eine echte Perspektive an dieser Stelle! Ich bin froh, dass ich die Ministerin von der Dringlichkeit überzeugen konnte. Jetzt können die Planungen für die künftige Nutzung des Areals realistisch angegangen werden." Den Umzug der Mitarbeiter nach Lahnstein hält Fuchs für "vertretbar. Das liegt ja nun wirklich direkt nebenan."

Koblenz
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