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    Braucht der Moselbogen einen Kreisverkehr?

    Nach dem Tod einer Radfahrerin in Güls läuft die Suche nach der Ursache. Vor drei Jahren wurde für die Stelle bereits ein Kreisverkehr gefordert.

    Die Moselweinstraße in Güls: Am Montag starb dort eine Radfahrerin bei einem schweren Verkehrsunfall, als sie versuchte, die B 416 zu überqueren. Hilft ein Kreisverkehr an dieser Stelle?
    Die Moselweinstraße in Güls: Am Montag starb dort eine Radfahrerin bei einem schweren Verkehrsunfall, als sie versuchte, die B 416 zu überqueren. Hilft ein Kreisverkehr an dieser Stelle?
    Foto: Winkler-TV

    Von unserer Reporterin Agatha Mazur

    Ist der Moselbogen an der B 416 eine Gefahrenstelle? Am Montag ist dort eine 75-jährige Radfahrerin zu Tode gekommen, als sie versucht haben soll, die Bundesstraße an der Zufahrt zum Campingplatz mit ihrem Fahrrad zu überqueren. Sie wurde von einem Lkw erfasst. Die Polizei möchte sich zur Unfallursache nicht äußern und verweist auf ein Gutachten, das zurzeit eingeholt wird und das den Unfallhergang klären soll.

    Der Gülser Ortsvorsteher Hermann-Josef Schmidt hält den Bogen, den die Moselweinstraße hinter Güls macht, durchaus für eine „Gefahrenstelle“. Seit knapp einem Jahr gibt es dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung: 50 Kilometer pro Stunde sind erlaubt, davor waren es 70. Schmidt ist allerdings der Meinung, dass viele Autofahrer schneller als die an der Stelle vorgeschriebenen 50 Kilometer pro Stunde fahren.

    Polizei-Pressesprecher Friedhelm Georg weist darauf hin, dass sich in den vergangenen vier Jahren kein Verkehrsunfall an dieser Stelle ereignet hat. Drei Radarkontrollen hat die Polizei in den vergangenen zwölf Monaten durchgeführt, davon zwei dieses Jahr – diese Anzahl sei üblich, bekräftigt Pressesprecher Georg. Bei 2984 Fahrzeugen, die die Stelle passiert haben, gab es 184 Verwarnungsgelder und 11 Ordnungswidrigkeitsanzeigen. Der Gülser Ortsvorsteher Hermann-Josef Schmidt merkt an, dass die Gülser SPD bereits 2012 einen Antrag gestellt hatte, einen Kreisverkehr an der Stelle einzurichten. Dies wurde seinerzeit von der Stadtverwaltung aber als zu kostenintensiv bewertet und abgelehnt, erinnert sich das Gülser Stadtratsmitglied Detlev Pilger (MdB). Es sei damals so eingeschätzt worden, dass ein solcher Kreisverkehr zu enormen Rückstaus führen könnte, sagt Pilger.

    Mittlerweile hat sich das Verkehrsaufkommen aber auch vonseiten Güls und Bisholder erhöht, zeigt Ortsvorsteher Schmidt auf: Der Campingplatz am Moselbogen ist stark frequentiert, und sowohl durch das Altenwohnheim und durch das expandierende Neubaugebiet Güls-Süd steigt die Zahl der Autos, die über die Zufahrt an der Straße „Am Turnerheim“ zur B 416 gelangen möchten. Auch die Bürger aus Bisholder nehmen häufig diese Zufahrt. Dass die Anwohner nicht mehr durch Güls fahren, sondern direkt die Anbindung an die B 416 suchen, ist prinzipiell so gewünscht, erklärt Hermann-Josef Schmidt. So soll die Teichstraße, die die Hauptverkehrsader in Güls darstellt, entlastet werden.

    Nun kündigt der Ortsvorsteher an, das Thema Kreisverkehr im kommenden Jahr wieder auf die Tagesordnung setzen zu wollen.

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