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    Bei Rhenser streikt die Frühschicht

    Rund 50 Mitarbeiter der Frühschicht des Getränkeherstellers Rhenser Mineralbrunnen haben am Montagmorgen von 6 bis 8 Uhr ihre Arbeit niedergelegt und vor den Toren des Unternehmens gestreikt.

    Die Rhenser-Mitarbeiter setzen sich für höhere Löhne ein.
    Die Rhenser-Mitarbeiter setzen sich für höhere Löhne ein.

    Dazu hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufgerufen. Sie fordert 5,5 Prozent mehr Lohn für die Mitarbeiter und kritisiert, dass es bei Rhenser Mineralbrunnen seit Jahren immer wieder Probleme mit der Auszahlung von Sonderzahlungen, Überstunden und der Streichung betrieblicher Leistungen gab. "Das kann ich so nicht bestätigen. Wir haben uns nichts zuschulden kommen lassen", erklärt Hans-Achim Daschmann, Geschäftsführer bei Rhenser Mineralbrunnen, auf Nachfrage der RZ.

    Das Unternehmen bietet seinen Angestellten eine Lohnerhöhung um 2,6 Prozent an und will das Weihnachtsgeld daran koppeln, ob der Gewinn im laufenden Jahr die 100 000-Euro-Grenze überschreitet. "Eigentlich finden wir dieses Angebot gut, wollten aber überprüfen, ob es der Firma wirklich so schlecht geht, dass das Weihnachtsgeld an den Gewinn gekoppelt wird. Das wurde uns aber nicht zugestanden", sagt NGG-Verhandlungsführer Uwe Gensmantel. Dabei sei das seit Jahren gängige Praxis. "Es geht um mehr als einen Monatslohn. Da ist es nur fair, wenn wir das überprüfen."

    Rhenser Mineralbrunnen weist diesen Vorwurf von sich. "Wir müssen unseren Jahresabschluss veröffentlichen. Die Daten sind einsehbar", erläutert Geschäftsführer Daschmann. Er findet die Forderung für eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent unfair und nicht mehr zeitgemäß: "Wir bezahlen unsere Mitarbeiter schon über Tarif. Es ist traurig, dass mit solch hohen Ansprüche Jobs kaputt gemacht werden sollen." Zwar gehe es dem Unternehmen ordentlich, doch die Mehrkosten könne man nicht an den Kunden weitergeben, da der Kampf auf dem Getränkemarkt ein sehr erbitterter sei.

    Der Warnstreik zeigte unterdessen erste Wirkung. Für Dienstag, 5. März, sind die nächsten Tarifverhandlungen angesetzt. "Die Geschäftsführung ist nach dem Streik auf uns zugekommen. Die Gespräche am Dienstag sollten aber nicht lange dauern, schließlich sind die Standpunkte klar", berichtet Gensmantel.

    Von unserem Reporter Christian Weihrauch

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