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    Beatusbad: Die Sanierung bringt Probleme

    126 Tage soll das Beatusbad voraussichtlich ab Anfang Mai 2017 für Sanierungsarbeiten geschlossen bleiben. Den Termin hat die Stadt so gewählt, dass Schwimmer in das Freibad ausweichen können. Doch für die Vereine kommt die Schließung kurz vor den Saisonhöhepunkten zur Unzeit.

    Im Beatusbad stehen erneut Sanierungen an. Die damit verbundene Schließung stellt die Vereine vor große Probleme. <br>
    Im Beatusbad stehen erneut Sanierungen an. Die damit verbundene Schließung stellt die Vereine vor große Probleme.
    Foto: Katharina Demleitner

    Von unserer Mitarbeiterin Katharina Demleitner

    126 Tage soll das Beatusbad voraussichtlich ab Anfang Mai 2017 für Sanierungsarbeiten geschlossen bleiben. Die Schwimmklubs sehen das Training für die anstehenden Wettkämpfe gefährdet, halten es für kaum möglich, ihre Kurse im Freibad durchzuführen und kritisieren, in die Planungen der Stadt nicht miteinbezogen worden zu sein.

    Die Schwimmvereine, die sich seit der Schließung des Stadtbades 2012 das Beatusbad mit der Öffentlichkeit teilen müssen, sind sauer. Von "großen Irritationen" und "spärlichen Informationen" ist die Rede: "Wir sind diejenigen, die tagtäglich das Beatusbad nutzen, da wäre es schön gewesen, wenn die Maßnahmen und auch der Zeitplan mit uns abgesprochen worden wären", ärgert sich Peter Mayer, Schriftführer vom SC Poseidon. Insbesondere die geplante Schließung im Mai macht den Vereinen zu schaffen. Im Mai und Juni finden regionale und landesweite Wettbewerbe, dazu die deutschen Meisterschaften statt. "Ausgerechnet dann den laufenden Trainingsprozess und die konzentrierte Vorbereitung unterbrechen zu müssen, ist sehr ungünstig", empört sich Mayer.

    Wenn Leistungssportler wie von der Stadt vorgesehen in "hohen Belastungszonen" im Freibad trainieren müssten, könnte das zu Problemen führen: "Die Muskulatur kühlt im Freien anders aus, zudem erhöht sich die Infektanfälligkeit." Auch Michael Heisser, sportlicher Leiter des 1. Koblenzer Schwimmvereins 1903 hält "effektives Training" bei den zu erwartenden Temperaturen im Mai und Juni auf dem Oberwerth für nicht möglich.

    Auch die Auswirkungen auf den Breitensport sehen die Vereine kritisch. "Wenn es ein kühler, regnerischer Sommer wird, sind Schwimm- oder gar Anfängerkurse, in denen die Kinder viel am Beckenrand sitzen, überhaupt nicht möglich", meint Michael Heisser. Auch Axel Verhagen, Abteilungsleiter Schwimmen des Post-Sportvereins Koblenz kann sich "die so dringend benötigte Erstausbildung der Kinder in dieser Umgebung" nicht vorstellen und fügt hinzu: "Eine geplante Schließung des Beatusbades wirft meine komplette Planung für 2017 über den Berg."

    Deutlich besser kompensieren könnten die Vereine einen Trainingsausfall zu Saisonbeginn im September und Oktober. "Aus sportlicher Sicht wäre es sinnvoller, das Beatusbad erst mit Beginn der Sommerferien zu schließen", meint Michael Heisser.

    Auf RZ-Anfrage erklärt Stadt-Sprecher Thomas Knaak, dass der Zeitpunkt der Arbeiten so gewählt sei, dass der Großteil der Bauarbeiten während der Freibadsaison durchgeführt werden könne: "So kommt es zu keinen großen Einschränkungen für die Badegäste, da im Freibad sowohl für Hobby- und Vereinsschwimmer als auch für den Schulschwimmbetrieb ausreichend Platz vorhanden ist." Zwar könne es sein, dass in der Vor- und Nachsaison die Temperatur des solarbeheizten Badewassers im Freibad "witterungsbedingt etwas niedriger ausfällt". Jeder andere Zeitpunkt im Jahr für den Baubeginn würde jedoch eine deutlich größere Beeinträchtigung für alle Nutzer des Beatusbades bedeuten.

    "Das Sport- und Bäderamt arbeitet derzeit daran, mögliche alternative Wasserflächen im Hallenbad Karthause und eventuell auch im Hallenbad Bienhorntal den Vereinen anbieten zu können", heißt es weiter aus dem Rathaus.

    Nicht nur den Zeitpunkt der geplanten Arbeiten kritisieren die Vereine. Sie fühlen sich zudem übergangen, was die konkreten Baumaßnahmen angeht. "Wir kennen die Abläufe im Bad am besten, da muss man doch mal mit uns reden", schimpft Michael Heisser. Im Duschbereich will die Stadt das Niveau ausgleichen, die Lüftungsanlage erneuern und Pausenaufenthaltsräume schaffen. "In dem Schul- und Vereinsschwimmbad gibt es wegen des fehlenden Stadtbades seit Jahren auch öffentlichen Badebetrieb, daher brauchen die Aufsichtspersonen Rückzugsmöglichkeiten, aber die Frage ist, wie sich das auswirkt", erklärt Heisser. Auch Peter Mayer betont ausdrücklich, dass sich der SC Poseidon "freut, dass etwas gemacht wird", fordert aber ebenfalls einen Dialog. Der Stadtsprecher erklärt dazu: "Es ist vorgesehen, die Vereine über konkrete Planungen zu informieren, sobald ein Zeitplan vonseiten der Bauverwaltung feststeht."

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