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    Bahnlärm: Große Demo am 9. Mai in Koblenz

    Mit einer großen Bahnlärm-Demo in Koblenz soll ein neuer Fokus der Proteste auf den Norden des Landes gesetzt werden. Wurde bis jetzt vor allem im Süden, etwa in Rüdesheim, protestiert, kommen Bahnlärmgegner aus ganz Deutschland nun am 9. Mai vor dem Koblenzer Hauptbahnhof zusammen.

    Die Demo beginnt am Samstag, 9. März, um 14 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz. Acht Bürgerinitiativen haben sich zusammengetan, zudem sind Städte und Kreise von Bonn bis zum Rheingau beteiligt. Foto: Kallenbach
    Die Demo beginnt am Samstag, 9. März, um 14 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz. Acht Bürgerinitiativen haben sich zusammengetan, zudem sind Städte und Kreise von Bonn bis zum Rheingau beteiligt.
    Foto: Kallenbach

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

    "In Koblenz fließen nicht nur zwei Flüsse zusammen", erklärte "Pro Rheintal"-Chef Frank Gross: Die Stadt ist auch ein Verkehrsknotenpunkt, hier stoßen die Bahnlinien des Moseltals und des nördlichen Mittelrheintals zusammen. Das Problem Bahnlärm ist in vielen Teilen der Stadt allgegenwärtig.

    Demo am Samstag, 9. Mai

    Die Demo beginnt am Samstag, 9. März, um 14 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz. Acht Bürgerinitiativen haben sich zusammengetan, zudem sind Städte und Kreise von Bonn bis zum Rheingau beteiligt. Unter anderem werden auch Landesinnenminister Roger Lewentz, der Koblenzer OB Joachim Hoffmann-Göttig sowie der Wiesbadener Bürgermeister Arno Großmann sprechen. Erwartet werden rund 2000 Teilnehmer.

    Die Aktivisten hoffen, dass sie bei Bund, Ländern und der Bahn Gehör finden und sich die Verantwortlichen endlich an einen Tisch setzen und nach einer Lösung suchen. Ihre zentrale Forderung: ein sofortiges Nachtfahrverbot für laute Güterzüge von 22 bis 6 Uhr. Dass ein solches die Strecken durch die engen Flusstäler unattraktiver machen würde, wird nicht nur in Kauf genommen, sondern begrüßt. "Man muss sich entscheiden zwischen dem Menschenschutz und wirtschaftlichen Interessen - und der Menschenschutz hat erste Priorität", erklärte Hofmann-Göttig.

    Lärm vermeiden: Das Übel an der Wurzel packen

    Wie dringlich der Lärmschutz für die Anwohner ist, untermauerte Frank Gross von "Pro Rheinland" mit diversen Studien: Diese besagen etwa, dass das Krankheitsrisiko entlang der Bahnstrecken durch Lärm und Erschütterungen extrem erhöht ist, dass der Lärmpegel an Bahnstrecken nachts noch höher ist als an Hauptverkehrsstraßen, dass die Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation längst überschritten wurden, dass die Güterzüge seit den 70er-Jahren lauter statt leiser geworden sind. Und: Das Problem nimmt bislang nicht ab, sondern sogar zu. Bis 2030 wird erwartet, dass der Güterverkehr auf den Schienen um weitere 43 Prozent zunimmt, auf den Hauptstrecken sogar noch mehr.

    Deshalb fordert Gross, dass an den Zügen und Gleisen selbst etwas getan werden muss, um den Lärm einzudämmen. Gross: "Es wird nicht versucht, den Lärm zu verhindern, sondern nur, die Auswirkungen abzuschwächen", etwa durch Lärmschutzwände.

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