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    800 Kräfte sollen Rhein in Flammen sichern: Wie für Gefahren und Unwetter geplant wird

    Allein am Samstag werden 120.000 Besucher zum Sommerfest an den Ufern von Rhein und Mosel erwartet. Wie bei jeder anderen Großveranstaltung spielt ein Thema eine wichtige Rolle: die Sicherheit der Besucher. Um sie zu garantieren, werden immense Anstrengungen unternommen.

    Die Sicherheit der Besuchermassen in Koblenz sollen unter anderem 200 Polizisten gewährleisten.  Archivbild: Thomas Frey
    Die Sicherheit der Besuchermassen in Koblenz sollen unter anderem 200 Polizisten gewährleisten. Archivbild: Thomas Frey
    Foto: Thomas Frey

    Veranstalter, Polizei und Behörden bauen auf den Erfahrungen vieler Jahre und einem bewährten Sicherheitskonzept auf, das bereits 2012 gemeinsam erarbeitet wurde und jedes Jahr neuen Erkenntnissen angepasst wird, wie Thomas Steinebach, Veranstaltungsleiter bei der Koblenz-Touristik, bestätigt. Welche konkreten Anpassungen wurden in diesem Jahr vorgenommen? Dazu wollte sich Steinebach nicht äußern. Aber: „Natürlich ist das Thema Terrorismus eingearbeitet.“ Und auch für andere Szenarien wie Stromausfall und Massenpanik sei man gewappnet.

    Insgesamt sollen laut Veranstalter rund 800 Menschen die Sicherheit beim Sommerfest zu Rhein in Flammen gewährleisten. Neben 200 Polizisten sind vor allem Security-Personal, Feuerwehrleute, Rettungskräfte, Techniker, Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Straßenverkehrsbehörde sowie die Schifffahrtsverwaltung beteiligt. Veranstaltungsleiter Steinebach betont: „Alle Kräfte sind erfahren im Umgang mit Großveranstaltungen und bereiten sich intensiv auf das Koblenzer Sommerfest zu Rhein in Flammen vor.“

    Mit Einzelheiten zum Einsatzplan hält sich die Polizei erwartungsgemäß bedeckt. Doch auch in diesem Jahr werden sich zivile Polizisten unter die Besucher mischen. Und wie das Polizeipräsidium Koblenz auf Nachfrage mitteilt, wird erneut auf zwei Arten per Video überwacht: zum einen durch sogenannte Body-Cam-Streifen, also mit Kameras ausgestattete Beamte. Zum anderen werten geschulte Polizisten Bildmaterial aus, das Kameras rund ums Veranstaltungsgelände aufzeichnen. In einer schriftlichen Mitteilung des Koblenzer Polizeipräsidiums heißt es dazu: „Die Videoüberwachung dient auch der Beobachtung des Besucherverhaltens insgesamt und der Zuschauerströme und Verkehrsflüsse im Besonderen.“ Acht Beschallungstürme können im Notfall für eine Ansprache der Besucher genutzt werden.

    Im vergangenen Jahr fand das Sommerfest nur knapp einen Monat nach dem brutalen Terroranschlag von Nizza statt, bei dem ein Lastwagen 86 feiernde Menschen an der Uferpromenade in den Tod riss. Fünf Monate später wurde ein Lastwagen erneut zum Mordwerkzeug: auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Deshalb sind technische Sperren auch beim Sommerfest ein elementarer Bestandteil des Sicherheitskonzepts. Details wollten Polizei und Veranstalter zwar nicht bekannt geben. Doch soll ein „mobiles Fahrzeugblockiersystem“ die Zugänge zum Rhein- und Moselufer sichern – beim vergangenen Rosenmontagszug waren es quergestellte Müllwagen auf den Haupteinfallstraßen.

    2016 mussten gleich zwei Koblenzer Großveranstaltungen wegen Wetterkapriolen abgesagt werden: der Firmenlauf und der Rosenmontagszug. Am Rhein-in-Flammen-Samstag müssen Besucher mit Schauern und Gewittern rechnen. Dementsprechend sind auch mögliche Unwetter als Szenarien im Sicherheitskonzept eingearbeitet. Laut Thomas Steinebach werden alle beteiligten Organisationen und Vertreter der Einsatzkräfte die Lage an Ort und Stelle aktuell bewerten – und im Notfall gemeinsam reagieren.

    Vandalismus, Gewaltdelikte und Diebstähle spielten übrigens laut Polizei bei den vergangenen Sommerfesten keine besonders große Rolle. So registrierte die Polizei 2016 lediglich drei einfache Körperverletzungen am Samstag. Taschen- oder sonstige Diebstähle wurden nicht angezeigt. Polizeisprecherin Claudia Müller resümiert: „Die Veranstaltung hat sich als ein friedliches Familienfest etabliert.“

    Von unserem Reporter Eugen Lambrecht

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