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Koblenz

100.000 Besucher an drei Tagen: Warum der Schängelmarkt die Massen lockt

100.000 Besucher und eine prallvolle Innenstadt an drei Tagen: Das ist der Schängelmarkt in Koblenz. Doch warum funktioniert der Markt so gut?

Gemütliches Shopping und Genuss miteinander verbinden: Das ist für viele ein ganz wesentliches Element des Schängelmarkts. In der Oberen Löhr gab es wieder Köstlichkeiten aus dem Burgund zu entdecken.
Gemütliches Shopping und Genuss miteinander verbinden: Das ist für viele ein ganz wesentliches Element des Schängelmarkts. In der Oberen Löhr gab es wieder Köstlichkeiten aus dem Burgund zu entdecken.
Foto: Katharina Demleitner

Auch mit der 41. Auflage sind die Veranstalter hoch zufrieden. Wie waren die Anfänge – und wie soll sich das riesige Stadtfest weiter entwickeln? Einer, der das beantworten kann, ist Christoph Krepele, Geschäftsführer des Koblenzer Stadtmarketings und zugleich Vorsitzender des Stadtforums Alle lieben Koblenz.

„Es geht uns darum, dem Erlebnis- und Freizeitbedürfnis der Leute zu entsprechen“, erklärt er. Bei seiner Premiere im Jahr 1976 sah das Konzept noch anders aus – und war auf eine deutlich längere Zeit ausgelegt. Vor 41 Jahren war der Markt, den der Einzelhandelsverband ins Leben gerufen hatte, eine auf zwei Wochen angelegte Verkaufs- und Bühnenveranstaltung. Doch die zwischen den drei Wochenenden nur zum Teil geöffneten Stände fanden wenig Gefallen, die Herbstwochen wurden verkürzt, bis sie in den dreitägigen Schängelmarkt übergingen.

Auch das Programm hat sich verändert. Krepele: „Früher ging es sehr stark um den Verkauf, Modenschauen waren beispielsweise lange sehr gefragt.“ Heute steht das Erlebnis mit Kultur, Musik, Essen und Trinken im Mittelpunkt.

Wie etwa in der Oberen Löhr: Edle Weine, französische Köstlichkeiten und eine Bühne mit viel Live-Musik bietet dort das Burgunderfest. „Die nette, familiäre Atmosphäre kommt an“, berichtet Sylvie Rinneberg. Mit Amelie Schmitz schenkt sie am Stand der Interessengemeinschaft Obere Löhr Wein aus.

Schräg gegenüber haben die Händler aus Frankreich ihre Stände. Schmitz: „Man kennt sich und auch die Besucher kommen oft schon jahrelang.“ So, wie Inge und Josef Thielen. Die Kaltenengerser Senioren beginnen ihren Rundgang mit einem Glas Rosé. „Das internationale Flair ist schön, es gibt immer wieder was anderes“, findet Inge Thielen.

Jung und frisch bleiben ist auch das Ziel des Stadtmarketings. „Wir probieren ständig Neues aus“, sagt Krepele. So sind in diesem Jahr die Autoschauen wegen der starken Nachfrage vergrößert worden. Erstmals gibt es eine Disco-Area, in der junge Leute feiern können. Und beim Kinderfest auf dem Münzplatz war diesmal der DAK-Dance-Contest zu Gast.

Beim Finale des Tanzwettbewerbes haben Antonia und Leni in ihrer Altersklasse den zweiten Platz erreicht. Mit ihren Müttern Birgit Lau und Steffi Englert sind die Neunjährigen aus Speyer angereist. „Da haben wir gleich Gelegenheit, den Schängelmarkt kennenzulernen“, freuen sie sich. Ihre Mütter zieht es vor allem zum Kunsthandwerkermarkt.

An einem der über 100 Stände bietet Juliane Lammers seit über zehn Jahren Schmuck an. Die beschauliche Atmosphäre in der Schlossstraße gefällt der Aachenerin, die das Kunsthandwerk verbreiten möchte. Töpferin Ute Maria Bruns stellt „immer mal wieder“ auf dem Markt aus. Vor allem Geschirr und Gartenobjekte der Lehmenerin sind gefragt.

Zum elften Mal öffnete das Weinfest „Onner dä Zwiwwlestärm“ seine Tore. „Hier passt alles, der Wein, die Musik und der gemütliche Platz“, sagt Marion Klein vom Weingut Klein aus Mehring.

So zufrieden die Veranstalter mit dem Schängelmarkt in diesem Jahr waren: Christoph Krepele will immer weiter daran arbeiten, dass der Schängelmarkt ein „großes Erlebnis“ bleibt. Auch im nächsten Jahr können Besucher also auf Überraschungen zählen.

Katharina Demleitner

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