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Simmern

Valentinstag: Simmerner sind in romantischer Stimmung

Silke Bauer

Der für viele romantischste Tag des Jahres – der Valentinstag – sorgt, seitdem er vor einigen Jahrzehnten aus den Vereinigten Staaten nach Europa geschwappt ist, hierzulande für geteilte Meinungen. Während die Einen ihn ausgiebig zelebrieren, ignorieren ihn die Anderen, weil sie entweder Single sind oder das Ganze kritisch sehen und den Kommerz nicht unterstützen wollen. Die Rhein-Hunsrück-Zeitung wollte wissen, was die Simmerner vom Valentinstag halten und so haben wir uns bei strahlendem Sonnenschein unters Volk gemischt.

Florist Michael Seekatz und seine Kolleginnen von „Blumen Luy“ in Simmern haben am Valentinstag seit jeher viel zu tun: Mehr als 400 Rosen gingen bei ihnen über die Ladentheke.  Foto: Werner Dupuis
Florist Michael Seekatz und seine Kolleginnen von „Blumen Luy“ in Simmern haben am Valentinstag seit jeher viel zu tun: Mehr als 400 Rosen gingen bei ihnen über die Ladentheke.
Foto: Werner Dupuis

Im Blumengeschäft „Blumen Luy“ in der Simmerner Fußgängerzone haben Florist Michael Seekatz und seine Kolleginnen Nadine Hamann und Inge Walter alle Hände voll zu tun: Schon seit Fastnachtsdienstag gehen bei ihnen unzählige rote Rosen über die Ladentheke; am Vormittag des Valentinstags haben sie bereits 400 Stück verkauft. „Beliebt sind auch Sträuße“, erzählt Seekatz, während er Gestecke bindet – ein Lokal hat eine Großbestellung aufgegeben, der normale Geschäftsbetrieb läuft natürlich trotz Valentinstags weiter. Auch Goldschmied Stefan Blume, dessen Laden sich nur wenige Schritte entfernt befindet, hat gut zu tun: Seine männlichen Kunden kaufen ihren Frauen gern Ringe oder Ohrschmuck in Herzform, und auch Schutzengelanhänger sind äußerst beliebt. Frauen wiederum beschenken ihre Männer gern mit klassischen Ketten oder Armbändern sowie dem Simmern-Ring, den Blume vor Kurzem entworfen hat (wir berichteten). Das Schmuckstück ist mit verschiedenen Simmerner Symbolen verziert und sehr beliebt bei den Leuten. Blumes Kunden betreiben vor dem Valentinstag gern ein bisschen Geheimniskrämerei, wobei Goldschmied Blume ein wenig die Rolle eines Detektivs einnimmt: „Viele Männer rufen hier zum Beispiel an und bitten uns, darauf zu achten, welche Schmuckstücke sich ihre Frauen besonders gern ansehen.“

In der Fußgängerzone ist Alex Link unterwegs: „Wir feiern das wie Weihnachten“, erzählt der Kastellauner. „Es gibt Geschenke, Blumen und Essen. Ich habe heute Morgen eine Brotdose mit meinem Namen geschenkt bekommen. Am Wochenende geht es zum Dark Dinner nach Köln.“

Ein gutes Essen gehört auch für Annemarie Bast, die bei der Tourist-Info arbeitet, zum Valentinstag dazu: Sie verbringt den Abend mit ihrem Mann beim Stammitaliener in Kastellaun. Der Valentinstag ist für die junge Frau äußerst positiv besetzt, denn sie bekam an einem solchen einen Heiratsantrag. Seit drei Jahren ist sie nun mit ihrem Mann glücklich. Ihre Chefin Petra Georg-Prochnow hält hingegen nichts vom Valentinstag: „Ich halte den für genauso überflüssig wie den Muttertag“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich erwarte das ganze Jahr über Respekt.“

Paul und Hannelore Noll, die gerade einen Spaziergang durch Simmern machen, sind seit 52 Jahren verheiratet und verliebt wie eh und je. Am Valentinsmorgen hat Paul Noll seine Frau mit einem schönen Frühstück samt Blumen überrascht. Die beiden finden, dass man den Valentinstag 365 Tage im Jahr feiern sollte. Sie plädieren für einen generell freundlicheren Umgang der Menschen miteinander: „Umgänglich sein, mit den Mitmenschen auskommen, auch mal einem anderen Autofahrer Vorfahrt gewähren – das sollte eigentlich immer selbstverständlich sein“, meint Hannelore Noll.

Sehr verliebt sind auch der Spanier Sergi Trabal und Rumänin Carmen Blaga, die es sich bei Tee und Espresso in einem Straßencafé gemütlich gemacht haben. Die beiden arbeiten als Stewards bei Ryanair und haben momentan gerade Urlaub. Auch wenn sie den Valentinstag nicht feiern, haben sie doch ein Händchen für romantische Urlaubsorte: Später am Tag fliegen die beiden nach Paris, wo sie einen entspannten Urlaub verbringen wollen.

Christoph Conzen, der gerade zu einem schnellen Mittagessen eilt, feiert den Valentinstag in diesem Jahr nicht, weil er seit einiger Zeit wieder Single ist. Auf Nachfrage unserer Zeitung bekennt der 48-Jährige, dass er nichts dagegen hätte, mal wieder eine nette Frau kennenzulernen. Und da Valentinstag ist, wollen wir ihm bei diesem Vorhaben helfen. Zu seiner Person: Christoph Conzen macht gerade den Busführerschein für den Fernreiseverkehr und stammt aus einem Nachbarort von Kastellaun. Er spielt in seiner Freizeit Trompete im Musikverein und wandert gern. Er wünscht sich eine Frau zwischen Mitte 40 und Anfang 50, die ebenfalls im Rhein-Hunsrück-Kreis lebt und Humor hat (sie soll nicht nur über seine Witze lachen, sondern auch selbst lustig sein, betont Conzen). Eine positive Ausstrahlung ist ihm wichtig. „Sie soll für mich einfach etwas ganz Besonderes sein“, sagt er.

Damen, die Christoph Conzen näher kennenlernen möchten, schreiben eine E-Mail an christoph.conzen@t-online.de oder wenden sich an die Redaktion: silke.bauer@rhein-zeitung.net

Von unserer Redakteurin
Silke Bauer

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