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    Boppard

    Urkunde für Manuel Andrack: Passionierter Biertrinker wird Ehrenwinzer

    Früher war es fast ausschließlich der Wein, der dem Tourismus in Boppard seine charakteristische Note gab. Seit einigen Jahren ist das Wandern gleichrangig hinzugekommen. Wein und Wandern bilden seitdem eine fruchtbare Symbiose.

    Ehrenwinzer Manuel Andrack (3. von links) erhält von Bürgermeister Walter Bersch (4. von links) und Patenwinzer Michael Schneider (2. von links) die Auszeichnung im Beisein von Weinkönigin Xenia Zinndorf (von links), Mittelrhein Weinprinzessin Annika Kost und Bacchus Max Schmidt. Foto: Suzanne Breitbach
    Ehrenwinzer Manuel Andrack (3. von links) erhält von Bürgermeister Walter Bersch (4. von links) und Patenwinzer Michael Schneider (2. von links) die Auszeichnung im Beisein von Weinkönigin Xenia Zinndorf (von links), Mittelrhein Weinprinzessin Annika Kost und Bacchus Max Schmidt.
    Foto: Suzanne Breitbach

    Boppard, die Stadt der hochdekorierten Traumschleifen, hat in Gestalt von Manuel Andrack einen prominenten Wegbereiter der Bopparder Wanderherrlichkeit. Sein Wanderblog „Traumschleifen in Boppard“, das seit einigen Jahren auch in einer Printausgabe vorliegt, hat die Stadt an der Rheinschleife als Eldorado für Wanderer bekannt gemacht. Jetzt ist Andrack mit Boppard noch enger verbunden. Bei der Großen Weinprobe wurde er zum Ehrenwinzer erhoben,

    Bei der Weinprobe am Sonntag war so manches anders als in früheren Jahren: Nicht nur, dass sie nicht am ersten, sondern am zweiten Weinfestwochenende über die Bühne ging, auch die Art und Weise, wie der Wein verkostet wurde, hatten die Besucher in dieser Form in Boppard nicht erlebt. Wurden doch die Weine stets paarweise ausgeschenkt. So konnten die etwas mehr als 200 Gäste ähnlich strukturierte Weine miteinander vergleichen. Sieben Weinpärchen wurden insgesamt gereicht, macht zusammen 14 Weine. Das waren weit weniger als sonst.

    Junge Frauen und ein Mann übernahmen den Ausschank der Weine in der Stadthalle. Foto: Suzanne Breitbach
    Junge Frauen und ein Mann übernahmen den Ausschank der Weine in der Stadthalle.
    Foto: Suzanne Breitbach

    Es gab nicht nur Weine aus dem Bopparder Hamm, sondern auch zwei edle Tropfen aus den Bopparder Partnerstädten Amboise in Frankreich und Keszthely in Ungarn – auch das war neu.

    Zu guter Letzt haben Stadt und Winzerschaft nach einigen Jahren Pause wieder einen Ehrenwinzer gekürt: Wanderexperte Manuel Andrack darf sich fortan als Eigentümer eines Quadratmeters Rebfläche im Bopparder Hamm glücklich schätzen. Drei Flaschen Wein als Deputat erhält der neue Ehrenwinzer Jahr für Jahr. Darüber gab es eine feierliche Urkunde, die Bürgermeister Walter Bersch Manuel Andrack im Beisein von Mittelrhein-Weinprinzessin Annika, der Bopparder Weinmajestäten Königin Xenia und Bacchus Max sowie der ehemaligen Mittelrhein-Weinkönigin Anna Klapper überreichte.

    Unter den Gästen war auch eine Abordnung aus der japanischen Partnerstadt Ome sowie der japanische Generalkonsul in Frankfurt. Für den guten Ton sorgte die Sängerin Natalie Ketzer, begleitet von Jens Biller am Klavier.

    Zahlreiche Gäste genossen die köstlichen Weine. Foto: Suzanne Breitbach
    Zahlreiche Gäste genossen die köstlichen Weine.
    Foto: Suzanne Breitbach

    Der neue Ehrenwinzer schwärmte von den „deutschlandweit hochwertigen Wanderwegen“, die Boppard vorweisen könne. Denn die Stadt hat ja nicht nur den Rhein zu bieten, sondern auch das fürs Wandern so wichtige Hinterland. „Wenn Köln die Krone am Rhein ist, dann ist Boppard die Perle“, sagte er unter großem Applaus der Gäste.

    Schultheiß Hans Peter Schüz, vom Weinkollegium Königliches Kelterhaus zu St. Remigius Boppard moderierte die Weinprobe mit großer Sachkenntnis. Zwei rote Weinpärchen gab's zur Eröffnung, danach funkelten nur noch Rieslinge in den Probiergläsern – nicht ganz: Denn ein Wein, der sich „Symbiose Nr. 1“ nannte, hatte nur 30 Prozent Riesling-Anteile und 70 Prozent Müller-Thurgau. Der Cuvée vom Weingut Rolf Bach brauchte sich hinter den übrigen köstlichen Weinen aber nicht zu verstecken. „Ich bewundere Ihren Mut“, zeigte sich auch Schüz beeindruckt. Die Krönung der Weinprobe war dann eine 2016er Riesling Auslese vom Weingut August Perll. „Dieser Wein ist eine Wucht. Genießen Sie ihn.“. Mit diesen Worten beendete Hans-Peter Schüz die Weinprobe in einer Rekordzeit von zwei Stunden.

    Von unserem Redakteur Wolfgang Wendling

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