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Kirchberg

TV-Star Lea Linster bei Landfrauen: Spitzenköchin schwört auf Qualität

Der Landfrauenverband Rhein-Hunsrück hatte in die Kirchberger Stadthalle zum Großen Landfrauentag eingeladen. Die Kreisvorsitzende Christiane Lay hieß die vielen Frauen und ihre Gäste in Kirchbergs guter Stube herzlich willkommen. Die Landfrauen haben im öffentlichen Leben einen hohen Stellenwert, kein Wunder, denn mit 2500 Mitgliedern sind sie der größte eigenständige Frauenverband im Rhein-Hunsrück-Kreis.

Foto: Gisela Wagner

Dementsprechend groß war die Resonanz auf die Veranstaltung, alle Plätze waren besetzt. Unter den Gästen konnte die Vorsitzende Staatssekretär Peter Bleser, die Landtagsabgeordnete Bettina Brück, Landrat Marlon Bröhr, die Bürgermeister Harald Rosenbaum, Michael Boos und Udo Kunz sowie zahlreiche weitere Vertreter des öffentlichen Lebens begrüßen. Mit einem Rückblick auf die letzten beiden Jahre zog Christiane Lay eine äußerst positive Bilanz und blickte voller Zuversicht in die Zukunft. Sie stellte fest: „Das Leben hier auf und in unserem Land ist lebenswert.“ Sie widersprach der These, dass man auf dem Land weniger Möglichkeiten habe als in der Stadt: „Wir leben auf dem Lande, aber nicht hinter dem Mond.“

Lay: Leben nicht hinter dem Mond

Zukunftsperspektiven und Wünsche für das Landleben wurden in einem moderierten Grußwort erörtert.
Zukunftsperspektiven und Wünsche für das Landleben wurden in einem moderierten Grußwort erörtert.
Foto: Gisela Wagner

Selbstbewusst erklärte sie, dass Landfrauen einen ganz entscheidenden Teil dazu beitragen, dass man auf dem Land gut leben kann. Mit dem Namen Landfrauen verbinde man die Begriffe Kochen und Backen, man stehe gerne dazu, schließlich halte Essen und Trinken Leib und Seele zusammen. Das Thema gesunde Ernährung, die Verwendung regionaler Produkte und die Resteverwertung werde auch in Zukunft ein wichtiger Baustein in der Landfrauenarbeit bleiben. Uneingeschränkt stehe man zur heimischen Landwirtschaft, sie ernähre die Menschen und lasse auch die Kinder wissen, wo das Essen herkommt.

Das Themenspektrum der Landfrauen gehe natürlich weit darüber hinaus. Man beschäftige sich auch mit den Bereichen Wohnen, Gesundheit, Mode, Kultur, Freizeitgestaltung und gesellschaftlichen Themen. In diesem Zusammenhang dankte sie Landrat Bröhr, der die Landfrauen im vergangenen Jahr empfangen und die Situation im Kreis erklärt und viele Fragen beantwortet habe. Weiter verwies sie auf eine Informationsveranstaltung mit dem Jugendamt. Um Kindern eine Heimunterbringung zu ersparen, würden Personen und Familien gesucht, die sich vorstellen könnten, ein Kind vorübergehend oder auch länger bei sich aufzunehmen.

Lay machte darüber hinaus deutlich, dass es bei den Landfrauen immer auch darum geht, miteinander ins Gespräch zu kommen, zu diskutieren, Standpunkte zu vertreten, es gehe um Gedankenaustausch und um Geselligkeit. Sie stellte fest: „Landfrauen trauen sich was zu und sind weltoffen, wir gestalten das Leben auf dem Lande aktiv und auf der Basis des Ehrenamtes, ganz unter dem Motto: Lernen ein Leben lang.“

Es folgte ein moderiertes Grußwort mit Vorstandsmitglied Martina Wendling, der Präsidentin des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau, Rita Lanius-Heck, der Geschäftsführerin der Landfrauen Rheinland-Pfalz Marita Frieden, der Gynäkologin Dr. Heike Lorenz, der Vorsitzenden der Unternehmerfrauen im Handwerk, Christine Federhenn, und dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchberg, Harald Rosenbaum.

Perspektiven und Wünsche erörtert

In den Statements wurden die Zukunftsperspektiven und Wünsche für das Leben auf dem Land erörtert. So wurde zum Beispiel die Fortschreitung der Digitalisierung gefordert, Rosenbaum wünscht sich eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen, Dr. Heike Lorenz mehr Medizinstudienplätze und eine Verbesserung der Infrastruktur im Personennahverkehr, weiter regte sie ein Studienplatzstipendium im medizinischen Bereich der Kommunen an und Rita Lanius-Heck möchte sich dafür einsetzen, dass Frauen fit für Spitzenpositionen gemacht werden und, dass Ernährungsbildung in den Schulen gelehrt wird.

Nun kam die Frau, auf die viele mit Spannung gewartet hatten. Die Spitzenköchin aus Luxemburg, Lea Linster, die vielen aus dem Fernsehen, aus Talkshows und Kochsendungen bekannt ist, jüngst aus der SWR3-Sendung „Lecker aufs Land“. Sie präsentierte sich erfrischend spontan und natürlich, sie machte Lust aufs Kochen mit guten, regionalen Zutaten.

Mit ihren Aussagen sprach sie den Landfrauen aus der Seele: „Man darf sich das Reden nicht verbieten lassen …, in jeder Frau steckt etwas, was die ganze Welt braucht oder alles was du mit Lust machst, wird gut.“ Sie verriet: „Ich gehe gerne zu Frauen essen, das ist mit Liebe gekocht.“ Die Köchin schwört in ihrer Küche auf Handarbeit und ermunterte die Landfrauen sich dafür einzusetzen, dass Lebensmittel echt und in bester Qualität erhalten bleiben. Linster versicherte, sie esse lieber ein gutes Butterbrot als einen mittelmäßigen Hummer.

Sie hatte für jeden Besucher eine selbst gebackene Spezialität, eine Madeleine mitgebracht, das Sandgebäck fand ebenso reißenden Absatz wie ihre von Hand signierten Bücher. Die stellvertretende Kreisvorsitzende Carola Abke dankte allen Mitwirkenden für das Engagement und stellte in Kurzform das neue Programm vor. Zum Rahmenprogramm gehörte auch Milchbauer Jürgen Krämer und sein Wolfshörnchen Horst. Der Comedy-Bauchredner hatte sich fest vorgenommen sein Publikum zum Lachen zu bringen und das gelang ihm bestens. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Heiko Stern und Andy Gerhard.

Von unserer Mitarbeiterin Gisela Wagner

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