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    Rotary Club Boppard-St. Goar feiert 40-jähriges Bestehen: Plädoyer für ein geeintes und starkes Europa

    Hohen Besuch erwartete der Rotary Club Boppard-St. Goar aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens: Beim Festakt in der kurfürstlichen „Alten Burg“ in Boppard lieferte Alexander Graf Lambsdorff, Vizepräsident des Europäischen Parlamentes, ein leidenschaftliches Plädoyer für ein geeintes und starkes Europa und seine Werte ab.

    Alexander Graf Lambsdorff (2. von links, Vizepräsident des Europäischen Parlamentes, sprach anlässlich des 40-jährigen Bestehen des Rotary Clubs Boppard-St. Goar über europäische Fragen und den wachsenden Populismus vieler Politiker in einigen Ländern. Clubpräsident Franz Sabel (links) begrüßte auch Rotary-Distrikts-Governor Dr. Dirk Jessinghaus (rechts) und Assistenz-Governor Jürgen Schlösser in der Kurfürstlichen Burg.
    Alexander Graf Lambsdorff (2. von links, Vizepräsident des Europäischen Parlamentes, sprach anlässlich des 40-jährigen Bestehen des Rotary Clubs Boppard-St. Goar über europäische Fragen und den wachsenden Populismus vieler Politiker in einigen Ländern. Clubpräsident Franz Sabel (links) begrüßte auch Rotary-Distrikts-Governor Dr. Dirk Jessinghaus (rechts) und Assistenz-Governor Jürgen Schlösser in der Kurfürstlichen Burg.
    Foto: Adolf Meinung

    Europa sollte die Kernbedürfnisse der Menschen stärker in den Fokus nehmen, forderte Graf Lambsdorff. Dazu zählte er vor allem die Bildung einer toleranten Gesellschaft in den Staaten, die Stärkung offener Märkte und die Sicherung der Demokratie in den (noch) 28 Mitgliedsländern der Gemeinschaft. Auch für die Sicherheit der europäischen Außengrenzen tue Europa zu wenig. Außerdem sei kein einziges europäisches Land in der Lage, mögliche neue innereuropäische Konflikte zu lösen. Dies gehe nur in Gemeinschaft aller Länder.

    Lambsdorff äußerte sich im Hinblick auf die aktuellen Bezüge sehr kritisch zu den neuen Populisten in der Politik, die mit protektionistischen Mitteln einen Autoritarismus und alte Gespenster heraufbeschwören. „Die Freiheit stirbt scheibchenweise“, sagte Graf Lambsdorff im Hinblick auf die einseitigen Nationalisierungstendenzen in Großbritannien, Ungarn, der Türkei und anderen Ländern.

    Die Einschränkungen parlamentarischer Rechte, etwa in Polen und Ungarn, mit autoritärer Gängelung von Justiz und Presse und großspuriger nationalistischer Rhetorik wie unter Präsident Trump („America first“) seien Populismus pur, der gefährliche Unwägbarkeiten in die europäische und Weltpolitik bringe.

    Dabei wünschen sich die Menschen in Europa und Deutschland nichts mehr als Freiheit, Frieden und Wohlstand. „Wir leben in der freiesten Zeit, die wir je hatten“, sagte er aus Sicht der Deutschen. Wohlstand mit Vollbeschäftigung, unbeschränkte Reisemöglichkeiten und hoher Lebensstandard seien Geschenke, über die wir uns freuen sollten und die nur in einem freien Europa gedeihen können.

    Im Hinblick auf die anstehenden Wahlen in Frankreich und Deutschland widersprach Lambsdorff allen alten „Schlachtlinien“, die aus populistischen Gründen eine verstärkte nationalistische Abschottung wollen. Er äußerte sich optimistisch gegenüber allen radikalen Vorstellungen und verwies dabei auf das aktuelle Wahlergebnis in den Niederlanden. Nur ein klares Bekenntnis zu Europa fördere die Bildung einer Toleranzgesellschaft mit offenen Märkten und die Sicherung der Demokratie

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