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    Ritter messen sich im Wettstreit zu Pferde

    Mittelalter herrscht an Ostern auf der Loreley. Gut 150 Stände und Zelte sind von Freitag, 23., bis Montag, 25. April, auf den großen Wiesen hoch über dem Rhein aufgebaut. In ihrer Mitte ist ein mit Fahnen und Holzbarrieren abgegrenzter Turnierplatz mit einer Reitbahn. Zweimal am Tag wird der Herold, unterstützt von Fanfaren und Trommeln, zu einem Turnier rufen.

    Loreley - Mittelalter herrscht an Ostern auf der Loreley. Gut 150 Stände und Zelte sind von Freitag, 23., bis Montag, 25. April, auf den großen Wiesen hoch über dem Rhein aufgebaut. In ihrer Mitte ist ein mit Fahnen und Holzbarrieren abgegrenzter Turnierplatz mit einer Reitbahn. Zweimal am Tag wird der Herold, unterstützt von Fanfaren und Trommeln, zu einem Turnier rufen.

    Die Teilnehmer müssen wie damals einige Kriterien erfüllen, um antreten zu dürfen. Ein Ritter muss adlig und von untadligem Ruf sein, ein Schlachtross besitzen, mindestens einen Knappen vorweisen können und im Reiten, Lanzenstechen, Speerwerfen und im Umgang mit dem Schwert souverän sein. Dazu kommt noch eine gehörige Portion Mut.

    „Die Pferde galoppieren mit etwa 25 km/h aufeinander zu, und wenn der Lanzenstoß sitzt, dann krachen gewaltige Kräfte auf den Schild, da hast du schon Mühe, im Sattel zu bleiben.“ Ritter Aldolf vom Berg weiß, wovon er spricht. Er hat schon an mehr als 100 Turnieren teilgenommen und bereits mehrfach als Sieger die Stechbahn verlassen. „Es kommt auch vor, dass man vom Pferd stürzt, was sehr schmerzhaft sein kann.“ Das merken vor allem Anfänger. „Aber mit der Zeit wird man sicherer und lernt auch, Lanze und Schild zu halten und das Pferd zu führen. Denn man braucht eigentlich drei Hände.“

    Ein vielfältiges Programm ergänzt das Turniergeschehen. Auf einer Bühne treten die Gruppen Die Streuner und Dudelzwerge auf. Ein Artist zeigt Kunststücke auf dem Hochseil, der Falkner lässt seine Greifvögel fliegen, ein Kraftprotz verbiegt Hufeisen und stemmt Jungfrauen in die Luft, ein Gaukler wirbelt zahlreiche Gegenstände umher, und ein frecher Narr namens Lautn Hals foppt den Marktvogt und die Gäste gleichermaßen.

    „Das Osterspektakel auf der Loreley hat weithin einen guten Ruf“, erklärt Herold Heinrich von Torgowe. „Die Vielfalt des Programms mit Ritterturnier, Falknerei, vielen Gauklern und guten Bands zieht Besucher von weit her an diesen magischen Ort.“

    Der Markt ist Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 21 Uhr und Montag von 11 bis 19 Uhr geöffnet. „Ostern liegt in diesem Jahr sehr spät, sodass wir abends noch schöne Konzerte bei Lagerfeuer und Fackelschein machen können“, wirbt Herold Heinrich. Am Samstagabend spielen die Streuner und am Sonntag die Dudelzwerge. Der Eintritt für einen ganzen Tag Mittelalter auf der Loreley kostet 10 Euro, Kinder zahlen die Hälfte. Familien und Alleinerziehende zahlen nur für das erste Kind, wobei Kinder im Vorschulalter ohnehin das „Recht des freien Geleits“ genießen.

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