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Navi? Wenn möglich, bitte dringend ausschalten!

Volker Boch zu drohenden technischen Irrungen.

Volker Boch.
Volker Boch.
Foto: Jens Weber

Es soll Menschen geben, die Laubach im Hunsrück suchen und plötzlich völlig verdutzt mit einem Eifeler Dialekt empfangen werden. Weil sie "aus Versehen" bei der Eingabe des Ortsnamens in ihr Navigationsgerät nicht auf die Postleitzahl geachtet haben. Oder gar ins hessische Städtchen Laubach fahren. Oder nach Simmern in den Westerwald. Dank moderner Technologie ist eben vieles möglich, auch mancher ärgerliche Missgriff.

Deshalb hier ein heißer Tipp fürs Wochenende: Augen auf, Navi aus! Wer am Samstagabend spontan denkt, mitsamt seines geschulten Ohrs noch schnell nach Mainz in ein Konzert, nach Wiesbaden ins Theater oder in einen Frankfurter Club zu fahren, der sollte sich auf Orientierungssinn und Verstand verlassen statt auf die Damenstimme aus dem Off. Lassen Sie sich nicht beirren, wenn diese Stimme mit Bestimmtheit ins Fahrzeuginnere haucht "Wenn möglich, bitte wenden!" und Sie gerade auf die L 214 zwischen Rheinböllen und Stromberg eingebogen sind! Sie tun das absolut Richtige!

Wer nach Navi fährt ist selbst schuld, mag mancher Traditionalist jedes Mal denken, wenn er fehlgeleiteten Wagenlenkern am Straßenrand den rechten Weg erklärt. Am Wochenende gilt das auf jeden Fall. Denn dort, wo sonst eine Autobahn den Weg aus dem Hunsrück in Richtung Süden frei macht, liegen Trümmer, von der die Dame aus dem Off womöglich nicht den leisesten Hauch einer Ahnung hat.

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