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    Nach der 21

    Nature One lässt Hunsrückhimmel erleuchten

    Auflage der Großveranstaltung wird ein positives Fazit gezogen. 65 000 Gäste feierten im Hunsrück ein friedliches Techno-Fest.

    65.000 Besucher zog die 21. Auflage der Nature One am Wochenende auf die ehemalige Raketenstation Pydna. Foto: Volker Boch
    65.000 Besucher zog die 21. Auflage der Nature One am Wochenende auf die ehemalige Raketenstation Pydna.
    Foto: Volker Boch

    Von unserem Chefreporter Volker Boch

    Hasselbach. 65 000 Raver verwandelten die ehemalige US-Raketenstation Pydna am Wochenende in eine grellbunte Feier-Arena. Bis zum Sonntag dauerte die 21. Auflage des gigantischen Musikfestivals, das Besucher aus ganz Europa in den Hunsrück lockte. Mehr als 300 DJs sorgten auf den unterschiedlichen Tanzflächen für teils harte und mächtig bassbetonte Techno-Klänge. Die Stimmung war unterdessen überaus positiv und ebenso das Fazit der zahlreichen Einsatzkräfte.

    „Insgesamt war es ein friedliches Festival-Wochenende“, sagte Heinz-Peter Ackermann, Pressesprecher des Polizeieinsatzes bei der Nature One. Mit insgesamt 850 Einsatzkräften war die Polizei - verstärkt durch die Bundespolizei, den Zoll sowie saarländische und auch französische Kollegen - rund um die Veranstaltung im Einsatz. Unter anderem unternahmen die Beamten einen umfangreichen und durch das Technische Hilfswerk unterstützten Kontrolleinsatz, um Drogenmissbrauch zu unterbinden. Gerade mit dem Verkehrsfluss gab es wenig Probleme, es kam zudem lediglich zu einer geringen Anzahl an Diebstahldelikten und Körperverletzungen.

    2150 Besucher von DRK versorgt

    400 ehrenamtliche Helfer hatte das Deutsche Rote Kreuz im Einsatz, das rund 2150 Menschen versorgte. Während das DRK bereits seit dem Mittwoch auf der Pydna aktiv war, wurde gerade die Nacht zum Sonntag arbeitsintensiv. Hier waren 120 Sanitätskräfte gleichzeitig im Einsatz, um mehr als 650 Raver zu behandeln. Es handelte sich dabei laut DRK vor allem um kleinere Verletzungen wie Schnittwunden, Gelenkverletzungen, aber vereinzelt auch um Knochenbrüche. Zudem gab es Patienten mit Kreislaufproblemen und Erschöpfungszuständen, insgesamt mussten rund 100 Besucher ins Krankenhaus. „In diesem Jahr waren die Besucher nicht allzu hohen Temperaturen ausgesetzt. Das hat uns sicherlich auch in die Karten gespielt“, resümierte DRK-Einsatzleiter Heinz Dieter Wieß. Die Rotkreuzhelfer hatten einen speziellen Intensivbereich vorbereitet, um schwere Notfälle schnell und effektiv behandeln zu können, zu lebensbedrohlichen Verletzungen kam es nicht.

    Das DRK testete erstmals auch ein elektronisches Patientenmanagementsystem, das für schnellere Abläufe und eine Einsatzübersicht in Echtzeit sorgte. „Wir werden die Systemgeschwindigkeit noch weiter verbessern, sind mit dem ersten Testlauf aber sehr zufrieden“, erklärte Wieß. Gezielt informierte das DRK die Raver auch in den sozialen Netzwerken über Gesundheitstipps und die richtigen Anlaufstellen für den Notfall.

    Der Kastellauner Verbandsgemeindebürgermeister Christian Keimer verschaffte sich als bekennender Hardrock-Fan sowohl am Freitag als auch am Samstag vor Ort einen Eindruck vom Geschehen auf dem Campingplatz und auf dem Festivalgelände. „Ich finde es total gelungen“, sagte Keimer, der die Veranstalter für „eine perfekte Organisation“ lobte. „Es sind absolute Profis am Werk.“ Vor allem betonte Keimer, dass nach den enormen Verkehrsproblemen im Vorjahr bei der 21. Auflage keine Schwierigkeiten erkennbar waren. „Bei einer Veranstaltung, die es 20 Jahre lang gibt, kann auch einmal etwas schief gehen“, erklärte er mit Blick aufs Vorjahr. Aus seiner Sicht ist die Nature One „ein echtes Juwel für Kastellaun und das gesamte Umland“, allein der Zugewinn für Einzelhandel, Gastronomie und Beherbergungsbetriebe sei beträchtlich. „Durch die Nature One ist die Region europaweit bekannt.“

    Positive Neuerungen

    In Kastellaun selbst erwies es sich als Erfolg, dass hier zwei zentrale Ruhepunkte eingerichtet worden waren, die den Ravern auf der Burg und in der Nähe eines hoch frequentierten Supermarkts Erholung brachte. Zudem waren Toilettenhäuser aufgestellt worden, die auch die Anwohner entlasteten, da manches menschliche Bedürfnis dadurch seltener im Garten verrichtet wurde.

    Am Sonntagnachmittag starteten Tausende mit Ravern besetzte Autos auf den Weg zurück in Richtung Heimat. Teils recht angestaubt, machten sich die Camper auf die Reise und nahmen bleibende Eindrücke von der 21. Nature One aus dem Hunsrück mit.

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