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    Landrat ist stolz auf die Energiewende im Kreis

    „Was hat das alte Jahr gebracht, was bringt das neue?“, fragte Landrat Bertram Fleck zu Anfang seiner Rede beim Neujahrsempfang in der Kreisverwaltung. Der Landrat stellte noch einmal fest, was die meisten der rund 120 Gäste im Foyer schon mitbekommen haben dürften: „Am 21. Dezember 2012 ist die Welt nicht untergegangen, die Maya-Prophezeiung hat sich also nicht erfüllt.“

    Aufmerksam verfolgten rund 120 Besucher im Foyer der Kreisverwaltung die Rede von Landrat Bertram Fleck.
    Aufmerksam verfolgten rund 120 Besucher im Foyer der Kreisverwaltung die Rede von Landrat Bertram Fleck.
    Foto: Werner Dupuis

    Simmern - „Was hat das alte Jahr gebracht, was bringt das neue?“, fragte Landrat Bertram Fleck zu Anfang seiner Rede beim Neujahrsempfang in der Kreisverwaltung. Der Landrat stellte noch einmal fest, was die meisten der rund 120 Gäste im Foyer schon mitbekommen haben dürften: „Am 21. Dezember 2012 ist die Welt nicht untergegangen, die Maya-Prophezeiung hat sich also nicht erfüllt.“

    Launig wie immer, beschwor der Landrat im gleichen Atemzug die nächste Bedrohung für die Menschheit herauf und warnte von Meteoriteneinschlägen. Dann war Schluss mit lustig. Bertram Fleck wandte sich den Themen zu, die den Rhein-Hunsrück-Kreis im vergangenen Jahr bewegt haben und dies wohl auch im neuen Jahr tun werden. Zunächst bekamen „die lieben Kollegen aus der Nachbarschaft“ ihr Fett weg.

    Fleck trauerte der vergebenen Jahrhundertchance nach, die ein Nationalpark im Soonwald bedeutet hätte: „Die meisten Kritiker waren noch nie in einem Nationalpark“, stellte Fleck dazu fest und fügte ein wehmütiges „es wäre so schön gewesen“ an.

    Dann kam die Schulbildung an die Reihe: „Wir hatten noch nie im Rhein-Hunsrück-Kreis ein so vielfältiges Schulangebot“, stellte der Landrat fest, ohne den IGS-Ärger in Kastellaun außer Acht zu lassen. Fleck empfahl: „Die Realschulen plus sind gut. Die Eltern müssen das Angebot nur nutzen und ihre Kinder in diese Schulen schicken.“

    Zum Thema Flughafen Hahn mahnte der Landrat Beschleunigung bei der Suche nach einem tragfähigen Gesamtkonzept an, „denn die Leute, die dort arbeiten, brauchen Sicherheit.“ Ausdrücklich lobte er das hohe Engagement der Geschäftsführung und der Beschäftigten der Flughafengesellschaft und forderte, „dass wir wieder die politische Gemeinsamkeit erreichen, die wir in der Anfangszeit des Hahns hatten.“

    Als weiteres Ereignis des vergangenen Jahres erwähnte Bertram Fleck die Dreharbeiten von Edgar Reitz in Gehlweiler. Im Hinblick auf den Austragungsort der Premierenfeier im Sommer ist er sich mit Simmerns Stadtbürgermeister Andreas Nikolay einig, dass diese in Simmern stattfinden sollte. Mit Hilfe von Sponsoren, wie der Kreissparkasse und der Volksbank sollte es gelingen, den finanziellen Rahmen für eine Premiere mit 1000 Gästen im Hunsrück zu realisieren, wünschte sich der Landrat und forderte: „Wir müssen uns dranhängen, das ist unsere Region.“

    Und um das beherrschende Thema des CDU-Empfangs in Rheinböllen tags zuvor kam auch der Landrat nicht herum. Die Energiewende. Schon lange vor Fukushima und beschlossenem Atomausstieg habe der Rhein-Hunsrück-Kreis das weite Feld der erneuerbaren Energien erfolgreich beackert. „Ich bin froh, dass unser Kreis schon 1999 damit angefangen hat, noch lange bevor die Energiewende in aller Munde war. Als Stichworte nannte Fleck Energiecontrolling, Effizienz, Einsparung, Energiehaus bei der Rhein-Hunsrück-Entsorgung, Solarkataster und vieles mehr. Es gibt 18 Biogasanlagen im Kreis und 3000 Dächer sind mit Solaranlagen bestückt, so viele Solardächer habe kaum ein Landkreis aufzuweisen, meinte Fleck stolz.

    Auch die Anzahl der Windkraftanlagen ließ Fleck natürlich nicht aus und nannte die rund 160 Windräder, die in Betrieb sind. Inklusive der Anlagen, die beantragt, geplant und für Repowering vorgesehen sind, wird der Rhein-Hunsrück-Kreis im Endstadium auf rund 350 Windräder kommen.

    Was die Genehmigung angeht, sagte der Landrat: „Das hängt nicht davon ab, ob der Fleck mutig ist oder nicht. Wir leben in einem Rechtsstaat. Wenn's bei der Kreisverwaltung landet, geht's ins Verfahren, da ist nichts gemauschelt.“ Fleck nannte die Energiewende im Kreis ein „Dauerkonjunkturprogramm.

    Abschließend streifte Fleck noch die Themen Bahnlärm und Mittelrheinbrücke, bevor er „Handstreich“ und „Felsenspiel“, die Profilweine der Riesling-Charta, für die Gäste freigab, die sich vom musikalischen Rahmenprogramm der beiden Polizeianwärter der Landespolizeischule, Kerim Kelmendi (Keyboard) und Rebecca Kimmig (Gesang), recht angetan zeigten. Thomas Torkler

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