40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Rhein-Hunsrück-Zeitung
  • » Kommentar: Es gibt doch noch Licht in der Diskussion
  • Aus unserem Archiv

    Kommentar: Es gibt doch noch Licht in der Diskussion

    Es war kaum zu erwarten gewesen, dass sich bei dem Treffen mit Minister Volker Wissing eine große Annäherung zwischen Landrat Marlon Bröhr, der CDU sowie dem Kreistag auf der einen Seite und dem Land auf der anderen Seite ergeben würde. Volker Boch zur Brückensitzung mit Minister Wissing.

    Volker Boch.
    Volker Boch.
    Foto: Jens Weber

    Es ist nicht verwunderlich, dass es am Ende dieses Austauschs auch kein greifbares Ergebnis gab. Dafür war allein manches Taktieren in den vergangenen Wochen einfach zu heftig und manche Attacke schlichtweg auch ein Stück zu hart. Sich aus solchen, politisch komplexen Positionen zu lösen, ähnelt dem Versuch, einer Würgeschlange zu entkommen, wenn sie ihr Opfer erst einmal gepackt hat.

    Aber, und das zeigte der Austausch im Kreistag genauso – es gibt Licht, vielleicht ist an einem fernen Horizont auch wirklich eine Rheinquerung zu erkennen. Denn die Töne, die im Kreistag angeschlagen wurden, klangen größtenteils nicht nach dem Auftritt von Revolverhelden, sondern vielmehr an der Sache orientiert und grundsätzlich sogar durchaus dialogbereit. Es waren nicht nur versierte Fachfragen zu hören wie jene von Verkehrsplaner Stefan Wickert von den Freien Wählern, der sich nach den genauen Hintergründen des Raumordnungsverfahrens erkundigte, sondern auch moderate Töne. Insbesondere die CDU, die aus der Sitzung einen heftigen Schlagabtausch hätte machen können, blieb moderat. Zwar pochte sie auf „ihr“ Spannowsky-Gutachten, aber das kann ihr auch niemand vorwerfen. Gutachten werden schließlich aus dem Grund in Auftrag gegeben, um den Inhalt später nutzen zu können.

    Die Frage ist nun aber, wie es weitergehen mag in diesem Verfahren. Die Karten liegen auf dem Tisch, das Ministerium hat ein klares Angebot unterbreitet, Volker Wissing hat sich den Fragen des Kreistags in aller Öffentlichkeit und Klarheit gestellt. Er hat untermauert, weshalb er fest davon ausgeht, dass dieses Projekt jetzt unter kommunaler Flagge starten sollte – damit es auch die Chance hat, in einigen Jahren statt Jahrzehnten realisiert zu werden. Es liegt jetzt am Kreistag, an den Fraktionen, letztlich auch am Landrat, sich darüber klar zu werden, worum es geht bei diesem Projekt und wie sich die Brücke bestmöglich und praxisnah auf den Weg bringen lässt – wenn sie denn wirklich aus der Region heraus gewollt ist. Die Mitglieder des Kreistags sollten sich nicht zu lange damit Zeit lassen.

    E-Mail: volker.boch@rhein-zeitung.net

    BKRR bestürzt nach Eklat im Kreistag: Bröhr als Vorsteher nicht tragbarKeine Kreisangelegenheit? Bröhr lässt Antrag zur Brücke nicht zuDrei von sechs Fraktionen fordern: Rhein-Hunsrück-Kreistag soll in Raumordnung für Mittelrheinbrücke startenVolker Boch zur Diskussion um Mittelrheinbrücke: Sachlichkeit hat höchste PrioritätVorstoß der AfD: Kommt es in der Brückenfrage zur Lösung?weitere Links
    Boppard Simmern
    Meistgelesene Artikel
    Online regional

    Bettina TollkampBettina Tollkamp
    Chefin v. Dienst
    E-Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Samstag

    -1°C - 6°C
    Sonntag

    0°C - 2°C
    Montag

    2°C - 3°C
    Dienstag

    1°C - 4°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Jahresrückblick 2016 der RHZ
    Anzeige