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    Kirchberger Stadtrat kommt zu keiner Einigung

    Hitzige Diskussionen und Uneinigkeit sind in den Sitzungen des Kirchberger Stadtrats nicht ungewöhnlich. So kam es auch in der vergangenen Woche im Rat zu keiner Übereinkunft bei der Abstimmung über den Bebauungsplan "Vorderer Wolf", den Stadtbürgermeister Udo Kunz noch vor der Sommerpause beschlossen haben wollte.

    Das geplante Neugebiet "Vorderer Wolf" nördlich der Hindenburgstraße wurde zum Streitthema der Sitzung. Dass Baufahrzeuge die schmale Straße als Hauptzufahrt zur Erschließung nutzen sollen, stieß auf Unverständnis bei zahlreichen Ratsmitgliedern.
    Das geplante Neugebiet "Vorderer Wolf" nördlich der Hindenburgstraße wurde zum Streitthema der Sitzung. Dass Baufahrzeuge die schmale Straße als Hauptzufahrt zur Erschließung nutzen sollen, stieß auf Unverständnis bei zahlreichen Ratsmitgliedern.
    Foto: Charlotte Schick

    Von unserer Reporterin Charlotte Schick

    Sein Ziel, interessierten Bauherren möglichst schnell öffentliche Bauplätze zur Verfügung stellen zu können, erreichte Kunz nicht. Stattdessen wurde der Beschluss nach Abstimmung mehrheitlich vertagt und der Bebauungsplan zur Überarbeitung zurück an den Bauausschuss gegeben.

    Mitglieder aller Parteien äußerten ihre Bedenken gegenüber des vom Kirchberger Ingenieurbüro Jakoby und Schreiner erstellten Bebauungsplans. Das Gebiet erstreckt sich westlich der Metzenhausener Straße und nördlich der Ober- und Hindenburgstraße in Richtung B 50, dort wären etwa 45 Bauplätze realisierbar. Die westliche Begrenzung des Gebietes bildet der in die K 3 (Oberstraße in Richtung Liederbach) einmündende Wirtschaftsweg. Als Hauptzufahrtswege auch während der Bauphase sind der Kostenzer Weg (Einfahrt gegenüber Osterrech) sowie die Hindenburgstraße vorgesehen. Insbesondere dieses Vorhaben stieß auf absolutes Unverständnis zahlreicher Ratsmitglieder. Sowohl Angehörige der Freien Wähler (FWG), als auch der FDP und der CDU äußerten sich kritisch gegenüber der Verkehrsführung. Die Hindenburgstraße sei als Zufahrtsweg ungeeignet und auch der Kostenzer Weg mit 4,40 Metern Breite zu schmal für zweispurigen Baustellenverkehr. Hier könne dann der Gehweg mitgenutzt werden, schlug Ingenieur Kay Jakoby daraufhin vor, so erreiche man die nötige Breite von 5 Metern. Heinrich Werner Ochs (CDU) gab daraufhin zu bedenken, dass dieser Vorschlag weitere unnötige Kosten verursache, da ein Gehweg nicht zum Befahren ausgebaut sei und die Straße dadurch schnell kaputtgehe. Für Axel Weirich (SPD) ist die gesamte Planung gar ein "Paradebeispiel dafür, dass es Dinge gibt, die nicht nur am runden Tisch beschlossen werden sollten". Vielmehr forderte er seine Ratskollegen dazu auf, sich vor Ort ein Bild über die Straßenverhältnisse zu machen, und die Anwohner in die Planung einzubeziehen.

    Der Vorschlag vieler Ratsmitglieder, den Wirtschaftsweg am westlichen Ende des geplanten Bebauungsgebietes insbesondere für die Nutzung durch Baufahrzeuge auszubauen, stieß bei Kunz auf Unverständnis. Das Stadtbild schließe mit dem Wirtschaftsweg ab und er solle daher die westliche Grenze der Bebauung bleiben. Die Frage des Ratsmitglieds Rudolf Windolph (FWG), ob ein Kinderspielplatz im Gebiet vorgesehen sei, stieß ebenfalls auf Unverständnis bei Kunz und Ingenieur Kay Jakoby: Da dieser nicht verpflichtend sei, sei er auch nicht vorgesehen. Zudem verliere er nach zehn bis 15 Jahren seine Funktion, verursache zusätzliche Kosten für Wartung und TÜV und koste einen ganzen Bauplatz. Nach Kunz' Feststellung, es sei ein "Kirchberger Übel, dass beschlussfähige Dinge noch einmal überdacht werden" müssten, stellte er den Antrag auf Vertagung, der mehrheitlich angenommen wurde.

    Einigkeit herrschte bei der Verteilung der Aufgabenbereiche

    Nach der Diskussion um den Bebauungsplan herrschte dann doch noch Einigkeit im Kirchberger Stadtrat. Sowohl die Vergabe der Neugestaltung "Obertorplatz", als auch die Vergabe des Ausbaus Fußweg "Gänsacker/Am Alten Amtsgericht" erfolgten mit je einer Gegenstimme, alle weiteren Abstimmungen fielen einstimmig aus.

    Der 1. Beigeordnete Wolfgang Krämer ist zukünftig für die Unterhaltung und Bewirtschaftung der Stadthalle und der Freizeithütte Denzen zuständig. Der 2. Beigeordnete Harald Wüllenweber übernimmt die Pflege der stätischen Liegenschaften (insbesondere Friedhof, Karbachs Weiher, Spielplätze und Grünanlagen). Zudem zeigt er sich verantwortlich für die Sanierung, Unterhaltung und den Betrieb des Heimathauses. Um die Organisation und Abwicklung der Reihe „Kirchberg live“ kümmert sich der 3. Beigeordnete Werner Klockner. Nachdem Reinhard Sody aus gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt als Stadtratsmitglied ausgeschieden ist, tritt künftig Thomas Schiel an seine Stelle in der CDU-Fraktion. Und auch der Bauausschuss hat mit Alex Hartmann ein neues Mitglied.

    Da die Stadt in Zukunft die Reinigung der Friedhofshalle selbst übernimmt und diese nicht wie bisher durch Bestattungsunternehmen erfolgt, hat der Stadtrat einstimmig für eine Änderung in der Friedhofsgebührensatzung gestimmt. Die Kosten für die Benutzung der Halle einschließlich Reinigung belaufen sich zukünftig bei Inanspruchnahme ohne Kühlzelle auf 125 Euro (bisher 100 Euro) und mit Nutzung der Kühlzelle auf 165 Euro (bisher 140 Euro). Diejenigen, die ausschließlich die Kühlzelle nutzen wollen, zahlen statt bisher 80 Euro zukünftig 100 Euro.

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