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    Karmeliterkirche in Boppard: Gestühl ist Juwel der Schnitzkunst

    Die Karmeliterkirche wird in Wert gesetzt. Hauptaugenmerk für die beiden Restauratoren hat das Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert, das viele schadhafte Stellen aufweist. Seit 17. September ist das Gotteshaus voraussichtlich für mindestens ein halbes Jahr für sämtliche Veranstaltungen und Messen sowie Besichtigungen gesperrt.

    Das Chorgestühl in der Karmeliterkirche ist bereits eingerüstet. Das Gotteshaus bleibt mindestens für ein halbes Jahr gesperrt.
    Das Chorgestühl in der Karmeliterkirche ist bereits eingerüstet. Das Gotteshaus bleibt mindestens für ein halbes Jahr gesperrt.
    Foto: Suzanne Breitbac

    Boppard - Die Karmeliterkirche wird in Wert gesetzt. Hauptaugenmerk für die beiden Restauratoren hat das Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert, das viele schadhafte Stellen aufweist. Seit 17. September ist das Gotteshaus voraussichtlich für mindestens ein halbes Jahr für sämtliche Veranstaltungen und Messen sowie Besichtigungen gesperrt.

    Das spätgotische Chorgestühl an der Nord- und Südseite des Chores zu je zwei Reihen mit jeweils neun Sitzen wurde von begabten Künstlern in Eichenholz geschnitzt (1460/1470). Es gehört zu einer Gruppe rheinisch-westfälischer Chorgestühle des Raumes Basel bis Kleve. Unter ihnen hat es besondere Beachtung, es ist das aufwendigste und wertvollste am Mittelrhein, mithin auch im Welterbegebiet. Ein besonderes Juwel der Schnitzkunst, bewundert, bestaunt, seit seiner Schaffung.

    Ziel des Projektes ist eine Erhöhung der Attraktivität des Chorgestühls durch eine unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten durchzuführende Inwertsetzung. Die im Laufe der Jahrhunderte vorgenommenen teilweise unsachgemäßen Arbeiten am Chorgestühl werden beseitigt, notdürftige Ergänzungen fachgerecht behandelt, Fehlstellen und Ausbrüche werden ergänzt.

    Bei einem Ortstermin mit der kirchlichen Denkmalpfleger Dr. Hans-Berthold Busse und dessen künftigem Nachfolger Dr. Andreas Weiner mit dem bauleitenden Architekten Elmar Rechmann (Mitglied des Pfarrverwaltungsrates) und Mitgliedern des Kirchenbauvereins wurden Details abgesprochen. Unter anderem waren bauphysikalische Fragen, Ablauf der Restaurierung, Blick unter und hinter das Chorgestühl mittels modernster Technik (Endoskop) Thema. Weitere Entscheidungen werden je nach Fortschritt der Inwertsetzung erfolgen. Derzeit belaufen sich die kalkulierten Kosten auf rund 100.000 Euro, wovon das EU-Förderprogramm Leader einen Anteil von 55 Prozent der Nettokosten übernimmt. sub


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