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Kirchberg

Julia Müller sieht großes Potenzial in VG Kirchberg

Seit fünf Monaten ist Julia Müller nun als Standortmanagerin der Verbandsgemeinde (VG) Kirchberg im Amt. Und so langsam ist die 33-Jährige angekommen in der Region, sagt sie. In den vergangenen Monaten lernte Müller zunächst einmal etliche Unternehmen und Arbeitgeber kennen, erzählt sie, doch viele fehlen noch auf ihrer Liste. „Mein Terminkalender läuft über“, sagt die 33-Jährige. Doch bevor die neue Standortmanagerin die VG stärken und voranbringen kann, will sie sich erst auseinandersetzen mit den Problemen und Wünschen der Unternehmer, Firmen, Bewohner und Bürgermeister der Stadt und der Ortsgemeinden rund um den Wasserturm.

Julia Müller, seit August Standortmanagerin der Verbandsgemeinde Kirchberg, fühlt sich sichtlich wohl im Rathaus der Stadt auf dem Berge. Erste Gespräche mit Unternehmern hat die 33-Jährige bereits geführt und zieht eine erste positive Bilanz für den Standort. Foto: Charlotte Krämer-Schick
Julia Müller, seit August Standortmanagerin der Verbandsgemeinde Kirchberg, fühlt sich sichtlich wohl im Rathaus der Stadt auf dem Berge. Erste Gespräche mit Unternehmern hat die 33-Jährige bereits geführt und zieht eine erste positive Bilanz für den Standort.
Foto: Charlotte Krämer-Schick

In den vergangenen Monaten lernte Müller zunächst einmal etliche Unternehmen und Arbeitgeber kennen, erzählt sie, doch viele fehlen noch auf ihrer Liste. „Mein Terminkalender läuft über“, sagt die 33-Jährige. Doch bevor die neue Standortmanagerin die VG stärken und voranbringen kann, will sie sich erst auseinandersetzen mit den Problemen und Wünschen der Unternehmer, Firmen, Bewohner und Bürgermeister der Stadt und der Ortsgemeinden rund um den Wasserturm.

Ein erstes Konzept hat Müller bereits erstellt, in dem sie kurz-, mittel- und langfristige Ziele festgehalten hat, um den Standort auf Dauer zu stärken. Sie sieht in der VG großes Potenzial, um sich zu einer wirtschaftlich starken Region zu entwickeln. „Wir haben hier nicht nur eine hohe Lebensqualität“, sagt Müller, die die Natur des Hunsrücks sehr schätzt. „Wir sind auch logistisch unheimlich gut angebunden“, sagt sie. Müller pendelt selbst täglich über die B 50 und die Autobahn nach Koblenz, auch das Rhein-Main-Gebiet ist gut erreichbar. Und die Anbindung in die Nachbarstaaten nach Fertigstellung des Hochmoselübergangs sieht sie als große Chance für die Region.

Hochmoselübergang ist große Chance für die Region

„Grundsätzlich sind die Unternehmer mit ihrem Standort hier zufrieden“, zieht sie ein erstes Resümee ihrer bisherigen Gespräche. Doch der Fachkräftemangel setze vielen Betrieben zu. Einige hätten zudem Probleme, langfristig motiviertes Personal zu finden, erzählt Müller. Azubis und Facharbeiter in der Region zu halten und in die Region zu locken, das ist generell eine große Herausforderung für ländliche Regionen, weiß die 33-Jährige. Sie will die bestehenden Netzwerke nutzen und ausbauen, kann sich etwa über die bereits stattfindenden Ausbildungsmessen und das Regiocamp hinaus Betriebsführungen für Schüler vorstellen, um diese aktiver an die Unternehmen vor Ort heranzuführen.

Im Rahmen einer Imagekampagne will sie als Botschafterin für die Region jedoch auch deutschlandweit und im benachbarten Ausland präsent sein, um qualifizierte Arbeitskräfte in den Hunsrück zu locken. Und diese Kampagne soll auch weitere Unternehmen dazu bewegen, sich in der Region anzusiedeln. „Ich war bereits an der Erstellung eines Flyers für die Expo Real beteiligt“, sagt Müller, die im Oktober selbst an der Immobilienmesse in München teilgenommen hatte. Auch wenn die Resonanz der Fachteilnehmer dort eher mäßig war, bleibt sie mit Elan bei der Sache.

Enormer Leerstand in den Dörfern und der Stadt Kirchberg

Bereits vor ihrem Vorstellungsgespräch im Kirchberger Rathaus Mitte des Jahres machte sich die studierte Geografin mit den Schwerpunkten Raumplanung und Stadtentwicklung mit der Region vertraut. „Schon da ist mir der enorme Leerstand in den Dörfern und der Stadt Kirchberg aufgefallen“, erzählt sie. Das liege sicher auch daran, dass viele Häuser, Wohnungen und kleine Geschäfte nicht mehr zeitgemäß seien. Doch gerade Haus- und Ladenbesitzern will Müller nun beratend zur Seite stehen. Sei es, indem sie Interessenten mit Besitzern zusammenbringt, Fördermittel recherchiert, bei Fassadenaufwertungen oder bei der Umwandlung in Wohnraum hilft.

„Adäquater Wohnraum fehlt auch in der Region“, sagt die 33-Jährige, die sich selbst vorstellen kann, in die Verbandsgemeinde zu ziehen. Zumal ihre Urgroßeltern aus dem Hunsrück stammen, wie sie nun erfahren hat.

Im nächsten Schritt wird sich die Standortmanagerin auch den Bürgermeistern der Ortsgemeinden vorstellen. Auch dort will sie erfahren, welche Probleme die Gemeinden haben und mit ihnen gemeinsam Lösungen finden. „Dabei ist es auch wichtig zu überlegen, wie sich die einzelnen Gemeinden ergänzen können“, sagt Müller. Die 33-Jährige will unterstützen und darauf aufmerksam machen, dass sie fortan für alle Gemeinden und deren Bewohner sowie Unternehmen da ist und hofft, zudem etwaige Hürden zur Verwaltung abbauen zu können. Besonders reizvoll findet Müller an ihrer Aufgabe, dass ihre Stelle ganz neu in der Verwaltung installiert wurde, und daher noch nicht über eine feste Struktur verfügt. Auf diese Weise könne sie sich gut entfalten und viele Ideen entwickeln.

Überhaupt sei sie eher der „kreative Typ“, sagt sie von sich. „Ich bin gespannt, was da alles auf mich zukommt“, freut sich Julia Müller auf eine gewinnbringende Zukunft. „Es ist so aufregend zu überlegen, was man alles machen kann und wie man die Menschen dazu kriegt, wirklich etwas zu bewegen.“

Von unserer Reporterin
Charlotte Krämer-Schick

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