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    Simmern/Laufersweiler

    Jüdische Woche im Rhein-Hunsrück-Kreis bietet Film und Vorträge

    Im Rahmen der 14. Jüdischen Wochen haben der Förderkreis Synagoge Laufersweiler, das Pro-Winzkino in Simmern, der Stummorgelverein, der Arbeitskreis Stolpersteine und die Katholischen Kirchengemeinde Rhaunen wieder ein interessantes Programm zusammengestellt.

    "Versöhnen heißt Erinnern" unter diesem Leitsatz stand die ökumenische Gedenkfeier zur Judenpogromnacht auf dem Simmerner Schlossplatz. Eingeladen hatten die Evangelische, die Katholische, die Evangelisch-methodistische und die Freie-evangelische Kirchengemeinde. Rund 80 Menschen hatten sich rund um das Mahnmal auf dem Schlossplatz versammelt.
    "Versöhnen heißt Erinnern" unter diesem Leitsatz stand die ökumenische Gedenkfeier zur Judenpogromnacht auf dem Simmerner Schlossplatz. Eingeladen hatten die Evangelische, die Katholische, die Evangelisch-methodistische und die Freie-evangelische Kirchengemeinde. Rund 80 Menschen hatten sich rund um das Mahnmal auf dem Schlossplatz versammelt.
    Foto: Werner Dupuis

    Von unserer Mitarbeiterin Gisela Wagner

    Am Dienstag, 11. November, um 20.30 Uhr wird im Pro-Winzkino der Film "Zaytoun – Geborene Feinde – Echte Freunde" gezeigt. In dem warmherzigen Film geht es um den Konflikt zwischen Israel und Palästina und um den brutalen Bürgerkrieg, der 1982 im Libanon tobt. Während die radikale PLO täglich Raketen auf Israel abfeuert, rüstet sich die israelische Armee zum Einmarsch in Palästina. Für den zwölfjährigen Fahed, der mit seinem Vater und Großvater in einem palästinensischen Flüchtlingslager lebt, ist diese Situation Alltag geworden. Die Versuche der PLO, ihn zu rekrutieren, lehnt er ab. Erst als sein Vater bei einem Bombenangriff getötet wird, entscheidet sich Fahed um. Schon bald erhält er die Gelegenheit, seinen Eifer unter Beweis zu stellen. Mit anderen Kindern soll er den israelischen Piloten Yoni bewachen, der über Palästina abgeschossen wurde. Diesem gelingt es jedoch, Faheds Vertrauen zu gewinnen. Eines Tages fliehen sie gemeinsam. Auf ihrem Weg durch ein vom Krieg gezeichnetes Land entwickelt sich langsam eine echte Freundschaft.

    Am Freitag, 14. November, um 18 Uhr gibt es in der ehemaligen Synagoge in Laufersweiler einen Vortrag von Elmar Ittenbach aus Thalfang. Er referiert über den Hunsrücker Rabbiner, Religionsphilosophen und Reformer Samuel Hirsch (1885-1889). Elmar Ittenbach hat eine Biografie des in Thalfang geborenen Rabbiners verfasst. Darin beschreibt er den Weg des Viehhändlersohnes Samuel Hirsch vom israelitischen Elementarschüler über seine Stellung als Großrabbiner von Luxemburg bis hin zum wichtigen Vertreter des Reformjudentums in den USA. Hirsch gilt als Beispiel für Toleranz zwischen den Religionen und als furchtloser Verfechter des aufgeklärten liberalen Judentums. Am Freitag, 14. November, um 19 Uhr wird zur Jahreshauptversammlung des Förderkreises Synagoge Laufersweiler eingeladen.

    Am Samstag, 15. November, von 10 bis 17 Uhr findet in der ehemaligen Synagoge in Laufersweiler die Jahrestagung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten- und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit statt. Schwerpunkte sind die Erinnerungsarbeit der Landeszentrale und die Möglichkeiten des Einsatzes neuer Methoden in der Gedenkarbeit am Beispiel des neu eröffneten Forst-Mayer Studien- und Begegnungszentrums für das Landjudentum in Laufersweiler.

    Am Dienstag, 18. November, um 20 Uhr zeigt das Pro-Winzkino in Simmern den Film "Auf der Suche nach dem letzten Juden in meiner Familie". Der Film versucht das Leben des 1942 in Buchenwald ermordeten jüdischen Großvaters von Peter Haas zu rekonstruieren und ihn nach langem Schweigen wieder in die Familiengeschichte einzufügen. Die Regisseure Peter Haas und Silvia Holzinger führen den Film selbst vor und stehen danach für eine Diskussion zur Verfügung. Vorgestellt wird an diesem Abend auch das gerade erschienene dokumentarische Buch zum Film "Mordje Marx Moos". Die musikalische Umrahmung liegt in den Händen von Alma Mayer-Nyr aus Israel, deren Großvater aus Laufersweiler stammte. Interessierte sind zu allen Veranstaltungen willkommen.

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