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    Sohren

    Jubiläum: Seit 25 Jahren gemeinsam Turnen für ein gesundes Herz

    Lautes Geplapper tönt aus einer der Umkleidekabinen der Großsporthalle am Schulzentrum Sohren-Büchenbeuren. Ein kleines Grüppchen älterer Herren geht da lieber eine Tür weiter. „Die schnattern mir zu laut“, sagt einer und schmunzelt. Er will lieber seine Ruhe haben, wenn er in seine Turnschuhe schlüpft. Die Herren sind Mitglieder der Herzsportgruppe des Tennisclubs Sohren-Büchenbeuren, die sich einmal wöchentlich in Sohren trifft. Und das nun schon seit 25 Jahren.

    Foto: Charlotte Kräme

    Etwa 40 aktive Teilnehmer zählt die Gruppe derzeit, einige kommen schon seit vielen Jahren zum Herzsport. Für sie steht dabei nicht nur die Gesundheit im Vordergrund. Die Geselligkeit, verschiedene gemeinsame Aktivitäten über das ganze Jahr hinweg – etwa Schiffs- und Wandertouren – oder der monatliche Stammtisch im Anschluss an die Übungsstunde gehören zu den netten Abwechslungen im Alltag. Auch Notfallübungen mit Angehörigen, Ernährungsabende und Entspannungstraining gehören zum zusätzlichen Angebot der Organisatoren.

    Ebenso lustig und munter wie in der Umkleide geht es dann auch in der Sporthalle weiter. „Das ist heute wieder wie in der Schule. Keiner hört zu“, ruft Dagmar Johnen, eine von drei Übungsleitern der Gruppe, in die Begrüßungsrunde. Zu sehr sind die Teilnehmer noch mit dem Austausch von Erlebtem beschäftigt. Irgendwann ist dann doch mal Ruhe eingekehrt, und Johnen kann mit den Aufwärmübungen starten. Währenddessen bauen Leo Poss und Ariane Molz die Stationen für die nächsten Übungen auf.

    „Wir teilen die Teilnehmer nach dem Aufwärmen immer in zwei Gruppen“, erklärt Johnen. Je nach Leistungsfähigkeit machen die Mitwirkenden Koordinationsübungen, überwinden Hindernisse, machen Dehnübungen oder Rollen auch mal über eine dicke Turnmatte. Leo Poss ruft seiner Gruppe zu: „Jeder macht, so viel er kann“, und ermahnt, dass sie immer in sich hineinhorchen sollen. „Manchmal machen wir bei ihm auch was für den Kopf“, erzählt ein Teilnehmer. Poss fordere die Gehirnwindungen mit Gedächtnistraining ganz schön, lacht er. „Und das Trinken nicht vergessen“, ruft Leo Poss derweil den anderen zu.

    Als die Ärztin Gabriele Risse 1992 mit der Idee auf Dagmar Johnen zukam, auch in Sohren eine Herzsportgruppe zu gründen, war Johnen sofort mit dabei. Damals gab es im Umkreis nur zwei Anlaufstellen für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, eine in Simmern und eine in Zell. Kurzerhand absolvierte Johnen die Fachlizenz Übungsleiter Prävention Herz-Kreislauf-Training und startete gemeinsam mit Risse die Herzsportgruppe. „Ein Arzt muss für den Notfall immer vor Ort sein“, erzählt Johnen. Von Anfang an engagierten sich Mediziner aus dem Umkreis ehrenamtlich an den Dienstagabenden. Neben Gabriele Risse sind es Norman Krämer, Jürgen Alpers, Rudolf Johnen und Harald Böhme, die die Gruppe seit nunmehr 25 Jahren unentgeltlich betreuen. Da die Gruppe an den Landesverband für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen angegliedert ist, übernehmen nach Verordnung eines Arztes die Krankenkassen die Kosten für den Herzsport. Nach Ablauf von zwei Jahren oder 90 Stunden zahlen diejenigen, die weiter dabei sein wollen, einen kleinen monatlichen Mitgliedsbeitrag.

    Weitere Informationen und eine Liste von Herzsportgruppen gibt es beim Landesverband unter www.rheinland-pfalz.dgpr.de

    Von unserer Reporterin Charlotte Krämer-Schick

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