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Bubach

Irrungen und Wirrungen: Rasante Ehekomödie begeistert in Bubach

Die Laientheatergruppe und der TSV Bubach hatten ins Gemeindehaus zum Theater eingeladen. Auf dem Programm stand der Schwank in drei Akten „Aphrodites Zimmer“ von Walter Pfaus.

Theaterspielen hat in Bubach eine lange Tradition. Erneut begeisterten die Laiendarsteller jetzt ihr Publikum mit einem lustigen Schwank.  Foto: Gisela Wagner
Theaterspielen hat in Bubach eine lange Tradition. Erneut begeisterten die Laiendarsteller jetzt ihr Publikum mit einem lustigen Schwank.
Foto: Gisela Wagner

In Bubach hat das Laienspiel eine lange Tradition. Seit 40 Jahren gelingt es den Aktiven in dem kleinen Dorf mit 277 Einwohnern immer wieder, abendfüllende Stücke auf die Bühne zu bringen und damit die Theaterfreunde zu erfreuen. Das ist eine reife Leistung. In all den Jahren standen die Komödianten bei 30 Aufführungen auf der Bühne. Heike Borniger, die von Beginn an – also seit 40 Jahren – dabei ist, erinnert sich gerne an die Anfänge zurück. Zunächst hatte man Sketche für einen Gemeindeabend gespielt und damit die Lust am Laienspiel entdeckt.

Seither stehen die Spieler mit großer Freude regelmäßig auf der Bühne. Einige haben schon viele Jahre auf dem Buckel, aber auch neue Spieler entdecken die Lust am Laienspiel. In diesem Jahr feierte Leonie Klumb, eine sehr talentierte Nachwuchsspielerin, ihr gelungenes Bühnendebüt. Sie fügte sich ohne Berührungsängste in die Gruppe ein und war gleich eine Bereicherung für das muntere Bühnenspiel. Am Neujahrstag hatten die Spieler ihr erstes Treffen für das aktuelle Stück, seither wurde fleißig regelmäßig geprobt.

Eigentlich beginnt alles ganz harmonisch: Guido und Sandra Schwarz, die von Torsten Federhenn und Sarah Borniger in Szene gesetzt werden, stehen kurz vor ihrer Silberhochzeit. Sandra will diese in dem Hotel feiern, in dem sie einst die Flitterwochen verbracht haben. Doch schon kommen tiefe Abgründe zum Vorschein, und der aufmerksame Zuschauer merkt schnell, dass hier etwas nicht stimmt, denn Guido möchte die gemeinsame Reise seltsamerweise verhindern. Man ahnt schon, dass es zu vielen Verwicklungen kommen wird.

Zunächst dreht und windet sich der untreue Ehemann, doch letztendlich bleibt ihm keine andere Wahl. Wie soll er das nur seiner Geliebten Valerie erklären, schließlich hat er ihr ebenfalls einen gemeinsamen Urlaub versprochen. Valerie Berg wird von Carolin Pulcher selbstbewusst dargestellt – sie macht ihre Sache richtig gut. Sie möchte sich nicht ein weiteres Mal von Guido abspeisen lassen, schließlich verspricht er ihr seit vielen Jahren die Ehe. Couragiert nimmt sie nun selbst die Fäden in die Hand und mietet sich im gleichen Hotel wie Guido und Sandra ein. Das kann alles nur schief gehen, zumal ihr Zimmer eine Verbindungstür zum Zimmer der Eheleute hat.

Guido trifft fast der Schlag, als Valerie auftaucht – denn jetzt hat er ein Problem. Nach kurzer Zeit ist er so verzweifelt, dass er seinen Freund Horst (Marco Klumb) um Hilfe ruft. Doch da ruft er gerade den Richtigen. Was er nicht weiß: Horst hat ein Verhältnis mit seiner Frau und nun kommt auch diese in Erklärungsnöte. Die Situation spitzt sich zu, mittlerweile spielt nicht nur die Verbindungstür, sondern auch der Schrank eine wichtige Rolle – irgendwann blickt keiner mehr wirklich durch.

Eine hat allerdings den Überblick behalten: Zimmermädchen Laura (Leonie Klumb) hält Augen und Ohren offen und lässt sich ihr Schweigen gut bezahlen. Um noch mehr Kohle zu machen und immer delikatere Informationen zu bekommen, schleust sie ihren Freund Benno (Maximilian Pfeifer) im Hotel ein. Man denkt zwar, dass es nicht schlimmer geht – aber das ist ein Irrtum, denn Ruth (Heike Borniger), die eifersüchtige Ehefrau von Horst, macht das Durcheinander erst perfekt. Außerdem stürzt Guido nun selbst in ein Gefühlschaos, denn die hübsche Valerie hat seine Lügen endgültig satt. Sie orientiert sich neu; der smarte Geschäftsführer Max Ackermann (Wolfgang Klumb) macht ihr Avancen. Vom Publikum, das an den heftigen Turbulenzen seinen Spaß hat, kann der verärgerte Guido kein Mitleid erwarten, obwohl er und seine Mitstreiter für viele pikante Szenen gesorgt haben.

Manches Mal machte sich gar Schadenfreude breit und es gab viel Applaus für die Akteure. Für die Maske war Nina Hees verantwortlich, das Bühnenbild gestaltete Dieter Kuros und als Souffleur agierte Markus Hemb. Die Regie war ein gemeinsames Werk.

Von unserer Mitarbeiterin Gisela Wagner

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