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Soonwald

"Interessanter Vorschlag": CDU ist offen für ein Biosphärenreservat im Soonwald

Die Christdemokraten stehen der Einrichtung eines Biosphärenreservats im Soonwald durchaus offen gegenüber. Die drei CDU-Landtagsabgeordneten des betreffenden Gebietes bezeichnen die von der Initiative Soonwald aufgebrachte Idee in einer Presseerklärung als "interessanten Vorschlag".

Nach den gescheiterten Nationalparkplänen soll aus dem Soonwald ein Biosphärenreservat werden.  Foto: Werner Dupuis
Nach den gescheiterten Nationalparkplänen soll aus dem Soonwald ein Biosphärenreservat werden.
Foto: Werner Dupuis

Der knapp 300 Mitglieder zählende Verein wünscht sich nach dem Scheitern der Naturparkpläne eine Ausweisung des Soonwalds als Biosphärenreservat (wir berichteten bereits ausführlich).

Ein Biosphärenreservat ist eine von der Unesco initiierte Modellregion, in der nachhaltige Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht exemplarisch verwirklicht werden soll. Das Programm "Der Mensch und die Biosphäre" sorgt für ihre Weiterentwicklung, evaluiert und vernetzt sie weltweit und erforscht im globalen Maßstab die wichtigsten Ökosysteme.

"Die Ausweisung des Soonwaldes als Biosphärenreservat ist ein interessanter Vorschlag, dem wir offen gegenüberstehen und den wir in den relevanten Gremien – in der Landtagsfraktion, den Kreistagsfraktionen und den Vorständen beider Kreise – besprechen werden", kommentieren die CDU-Landtagsabgeordneten des Kreises Bad Kreuznach, Julia Klöckner, Fraktionsvorsitzende im Landtag, Bettina Dickes sowie Hans-Josef Bracht, Unionsabgeordneter des Rhein-Hunsrück-Kreises, Berichte zu dem entsprechenden Anliegen der Initiative Soonwald in einer Pressemitteilung. "Gerade auf den Tourismus, den wir in beiden Landkreisen fördern wollen, hätte das angedachte Prädikat für den Soonwald sicherlich eine positive Auswirkung, es würde die Region weiter aufwerten", erklären die Abgeordneten. "Und auch die Einschränkungen, die sich durch eine potenzielle Ausweisung ergeben, sind nicht so groß, wie bei einem Nationalpark – das steigert den Zuspruch vor Ort", führen Klöckner, Bracht und Dickes aus.

Wichtig sei für die CDU jetzt, die nötigen Informationen auf allen Ebenen zusammenzutragen und zu diskutieren. Dies soll in enger Absprache mit der Initiative Soonwald und den Beteiligten vor Ort geschehen, betonen die drei Christdemokraten.

Eine Konkurrenz zum neuen Nationalpark Hunsrück-Hochwald befürchtet die Initiative Soonwald mit ihrem Vorschlag nicht. Es gehe laut deren Vorsitzenden Monika Kirschner allein darum, zwei hochwertige, aber unterschiedliche Projekte zu verwirklichen. Dieser Gedanke soll bei einer Soonwald-Konferenz, die voraussichtlich im Herbst stattfinden wird, vertieft werden. red

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