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    Simmern

    Große Mehrheit für Nationalpark

    Der Simmerner Verbandsgemeinderat hat erneut sein Interesse an einem Nationalpark im Soonwald bekräftigt. Bereits im Februar hatte der Rat mit großer Mehrheit sein „grundsätzliches Interesse“ bekundet, mit dem jetzt verabschiedeten Beschluss sogar sein „ausdrückliches Interesse an der Ausweisung eines Nationalparks auf dem Staatswaldgebiet des Soonwaldes“ unterstrichen. Bis auf Heinz-Peter Knebel (FDP) stimmten alle Ratsmitglieder dem Ansinnen zu.

    In der Verbandsgemeinde Simmern hat man die Hoffnung auf einen Nationalpark im Soonwald noch nicht aufgegeben, auch wenn derzeit vieles für den Hochwald spricht. Der VG-Rat hat nun erneut sein Interesse bekundet.
    In der Verbandsgemeinde Simmern hat man die Hoffnung auf einen Nationalpark im Soonwald noch nicht aufgegeben, auch wenn derzeit vieles für den Hochwald spricht. Der VG-Rat hat nun erneut sein Interesse bekundet.
    Foto: Werner Dupuis

    Knebel kritisierte vor allem, dass weder die ablehnende Haltung seines Heimatortes Tiefenbach noch die der Nachbargemeinden ausreichend berücksichtigt worden seien. Ob das Werben aus dem Simmerner Land in Mainz auf fruchtbaren Boden fällt, ist derzeit zumindest zweifelhaft. Denn der Soonwald, einst als Favorit ins Rennen um den ersten Nationalpark in Rheinland-Pfalz gestartet, steht nun hinter dem Hochwald zurück.

    Während im Kreis Birkenfeld das Vorhaben auf breite Unterstützung stieß, hielt man sich rund um den Schinderhannesturm zu lange bedeckt und äußerte Zweifel. Die Nachbarn im Kreis Bad Kreuznach haben einer „großen Lösung“ – ein Nationalpark ausschließlich im Soonwald – sogar eine Absage erteilt. Dort votierte der Kreistag für ein Kombi-Modell aus Hochwald und einem kleineren Teil des Soons, während in Birkenfeld bereits die zweite Planungsstufe eingeläutet wird.

    „Die Türen für einen Nationalpark im Soonwald sind nach meinen Informationen noch nicht zugeschlagen – weder als Kombi- noch als sonstiges Modell“, warb Manfred Faust um Unterstützung. Der Bürgermeister hatte den Nationalpark von Beginn an als „große Chance für die Region“ gesehen.

    CDU-Fraktionssprecher Hermann-Josef Linn forderte, den Blick eher auf die Errichtung von Kernzonen zu richten. „Hätte Bad Kreuznach einen anderen Beschluss gefasst, hätte ich noch an den Nationalpark geglaubt. So muss ich Landrat Fleck recht geben, der von einer vertanen Chance gesprochen hat.“ Willi Bohn (Grüne) sprach gar von einem „CDU-Boykott“. Stefan Wickert (aSL) hat die Nationalparkpläne bereits ad acta gelegt: „Nach den Kreuznacher Beschlüssen ist das Thema für mich gegessen.“

    Für die SPD forderte Friedhelm Kurz die große Lösung. „Wenn es einen Nationalpark im Soon geben soll, dann ganz oder gar nicht.“ Andreas Nikolay (CDU) kritisierte seine eigene Partei. „Hier müssen wir uns als CDU hinterfragen. Julia Klöckner hat gegen den Soon-Nationalpark gestimmt. Wir wollen ein klares Signal geben, dass wir voll und ganz hinter dem Nationalpark stehen.“ Dies tat der Rat mit seinem klaren Votum. Reinhard Klauer (CDU): „Unsere Türen bleiben offen.“ mal

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