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    Gebietsreform: Oberwesel und Rheinböllen jubeln

    Rhein-Hunsrück - Die Verbandsgemeinden Rheinböllen und St. Goar-Oberwesel haben zwar keine Chance, in ihrer derzeitigen Form am Leben zu bleiben. Aber sie werden in der jetzigen Phase der Kommunal- und Verwaltungsreform nicht angetastet. Das teilte Innenminister Roger Lewentz den beiden Bürgermeistern Arno Imig (VG Rheinböllen) und Thomas Bungert (VG St. Goar-Oberwesel) am Mittwoch schriftlich mit.

    Die Verbandsgemeinden Rheinböllen und St. Goar-Oberwesel haben zwar keine Chance, in ihrer derzeitigen Form am Leben zu bleiben. Aber sie werden in der jetzigen Phase der Kommunal- und Verwaltungsreform nicht angetastet.
    Die Verbandsgemeinden Rheinböllen und St. Goar-Oberwesel haben zwar keine Chance, in ihrer derzeitigen Form am Leben zu bleiben. Aber sie werden in der jetzigen Phase der Kommunal- und Verwaltungsreform nicht angetastet.
    Foto: dpa

    Erst 2019, wenn die zweite Stufe der Kommunal- und Verwaltungsreform unter Einbeziehung der Kreise abgeschlossen ist, sollen auch bei den beiden kleinsten Rhein-Hunsrücker Verbandsgemeinden neue Fakten geschaffen werden, machte Lewentz deutlich. Bis dahin können die Gremien beider Gebietskörperschaften in aller Ruhe und vor allem ohne Zeitdruck gemeinsam mit der Bevölkerung beratschlagen, mit welchem Partner sie ihre Zukunft gemeinsam gestalten wollen.

    Die gute Nachricht aus Mainz nahmen die beiden Bürgermeister mit großer Freude auf – und mit Erleichterung, dass sie von den angedrohten Zwangsfusionen verschont bleiben.

    Zudem fühlen sich sowohl Bungert als auch Imig in ihrer mehrfach geäußerten Einschätzung bestätigt, zuerst die Kreisreform anzupacken und erst dann über den künftigen Gebietszuschnitt ihrer Verbandsgemeinden zu befinden.

    Von einer „positiven Entwicklung“ spricht Arno Imig gegenüber unserer Zeitung. Er fühlt sich geradezu befreit, „dass wir den Druck nicht mehr haben, um weitere Entscheidungen zu treffen“.

    „Sehr zufrieden“ über die Mainzer Entscheidung, die VG St. Goar-Oberwesel jetzt außen vor zu lassen, zeigt sich Thomas Bungert im Gespräch mit der RHZ. Dass der künftige Gebietszuschnitt seiner Verbandsgemeinde erst im Zuge der Kreisreform nach 2014 erörtert und 2019 die endgültige Form einnehmen soll, stimmt Bungert hoffnungsvoll. „Nun deutet alles darauf hin, dass wir unsere ursprünglichen Pläne umsetzen können“, sagt Bungert. Damit meint er einen kreisübergreifenden Zusammenschluss mit dem nördlichen Teil der VG Rhein-Nahe. Die Wiedervereinigung von St. Goar-Oberwesel mit dem alten St. Goarer Territorium zwischen Bacharach und Trechtingshausen findet bei der Bevölkerung unter allen denkbaren Fusionsvarianten die größte Akzeptanz, weiß Bungert aus vielen Gesprächen. Dass diese Option jetzt wieder möglich ist, empfindet der Bürgermeister als die erfreulichste Begleiterscheinung der Nachricht aus Mainz.

    Innenminister Roger Lewentz hat die beiden VG-Bürgermeister gebeten, ihm ihre Fusionswünsche mitzuteilen. Damit sind jetzt alle Träume, selbstständig zu bleiben, geplatzt. In der Verbandsgemeinde Rheinböllen gab es bis zuletzt die Hoffnung, sie könnte die Gebietsreform in Rheinland-Pfalz unbeschadet überstehen. ww

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