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Boppard

Gästekarte soll 2019 in Boppard eingeführt werden

Die Stadt Boppard will 2019 eine Gästekarte einführen. Damit können Touristen, die in Boppard übernachten, kostenlos den ÖPNV im Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM), der das gesamte nördliche Rheinland-Pfalz umfasst, benutzen. Zugleich berechtigt die Gästekarte den Touristen, kostenlos das städtische Museum in der Kurfürstlichen Burg zu besuchen. Im Gegenzug steigt der Gästebeitrag von jetzt 0,50 auf 1,50 Euro.

Mit einer Gästekarte sollen Touristen freien Eintritt in die Sehenswürdigkeiten der Stadt Boppard erhalten, beispielsweise in die Kurfürstliche Burg.
Mit einer Gästekarte sollen Touristen freien Eintritt in die Sehenswürdigkeiten der Stadt Boppard erhalten, beispielsweise in die Kurfürstliche Burg.
Foto: Suzanne Breitbach

Der Ausschuss von Stadtmarketing und Tourismus hat zwar am Ende diesen Vorschlag gebilligt, aber dem ein oder anderen Mitglied war nicht ganz geheuer bei der Sache. So zweifelte Marek Gawel an der Kosten-Nutzen-Rechnung, die Bürgermeister Walter Bersch bezüglich der Gästekarte aufmachte. Das VRM-Ticket pro Gast kostet 60 Cent. Als Gegenleistung zu den restlichen 40 Cent, die bei der Erhöhung des Gästebeitrags von 0,50 auf 1,50 Euro zu Buche schlagen, können die Übernachtungsgäste kostenlos das Museum in der Burg besuchen. Der reguläre Eintrittspreis pro Person beträgt derzeit 4 Euro.

Auf Nachfrage von Gawel räumte Bersch ein, dass die Einnahmen aus den Eintrittspreisen fürs Museum weit unter 100.000 Euro lägen. Es würden pro Jahr gerade mal um die 10.000 Tickets verkauft. Für Gawel und einige andere Ausschussmitglieder wäre es nicht mehr als gerecht, auch den Eintritt fürs Freibad, das laut Bersch 2019 eröffnet wird, in die Gästekarte einzubeziehen.

Das ging Bersch dann doch zu weit. Er gab klar zu verstehen, dass mit dem Gästebeitrag touristische Einrichtungen finanziert werden müssten. Bersch nannte als Beispiel die öffentlichen Toiletten, die zu 90 Prozent von Touristen benutzt würden. Der höhere Gästebeitrag ist aus seiner Sicht auf jeden Fall gerechtfertigt. Wie sich das Ganze am Ende fiskalisch auswirke, könne allerdings noch niemand genau sagen.

Die Einführung der Gästekarte werde von der großen Mehrzahl der Anbieter im Beherbergungsgewerbe begrüßt, führte Bersch aus. Bei einer Befragung von 52 Inhabern von Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen, hätten sich nur sechs dagegen ausgesprochen. Eine andere Rechnung machte Gawel auf. Er hat sich bei 32 Leistungsträgern nach ihrer Meinung zum Gästeticket erkundet: 8 waren dafür, 24 dagegen.

Von unserem Redakteur Wolfgang Wendling

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