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    Leideneck

    Ferngesteuert: Windradtransport von Geisterhand

    Ferngesteuerter Spezialtransporter bugsiert Windradflügel zentimetergenau durch den Ort. Das ganze Dorf ist auf den Beinen und verfolgt das Spektakel.

    Leideneck erlebt ein besonderes Spektakel - und das gleich zwölfmal. Der Anfang ist gemacht. Ein 16 Tonnen schwerer Windradflügel von 48,6 Metern Länge wurde mit einem sogenannten Selbstfahrer durch die engen Kurven des Dorfes bugsiert. Kaum ein Dorfbewohner, der das nicht mit der Kamera festhielt.

    Nur im Schritttempo bewegt sich der Koloss, dafür aber von allein, denn der Flügeltransporter FTV 300 von der Spedition Bender in Freudenberg bei Siegen fährt ferngesteuert. Er kann ein Gewicht von bis zu 25 Tonnen bewegen und und ist in seiner Klasse weltweit einmalig. Der Transporter wird voll elektronisch gesteuert und bewältigt dank eines 500 PS starken Motors auch Steigungen von bis zu 30 Prozent.

    Die Windradflügel werden per Mobilkran an den Spezialtransporter geflanscht. Der Adapterflansch ist für alle Flügeltypen kompatibel. Auch die Natur profitiert von diesem Hightech-Fahrzeug: Durch einen Neigungswinkel von 60 Grad kann der sonst oft erforderliche Wegebau in den meisten Fällen vermieden werden. Die Flügel werden dabei hoch in die Luft gehoben und bei Hindernissen wieder abgesenkt. Zentimeterarbeit für das bedienende Personal.

    Beim Leideneck-Krasteler Windpark kommt der Spezialtransporter wegen der engen Ortsdurchfahrt in Leideneck zum Einsatz. Zentimetergenau umfährt der Transporter mit seiner überlangen Fracht Häuserfronten und Dachgiebel, taucht unter elektrischen Leitungen hindurch, die quer über die Straße gespannt sind. Nebenher läuft der Mann mit dem Joystick. Per Fernbedienung lässt sich jede Bewegung des monströsen Gefährts genau steuern. Der Transport startete am Bundeswehr-Depot bei Kappel. Insgesamt müssen zwölf Rotorblätter an Ort und Stelle gebracht werden. Hier entehen vier Anlagen vom Typ E-101, hergestellt vom Auricher Unternemen Enercon. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 135 Metern und eine Nennleistung von 3 Megawatt.

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