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    Kastellaun

    Erster Platz: Sascha Grobe poliert sich an die Spitze

    Wenn Sascha Grobe loslegt, ist das Ergebnis am Ende perfekt. Ob Traktor, Lieferwagen, oder Pkw, Gefährte jeglicher Art verlassen seine Werkstatt blitzeblank. Dass Grobe ein wahrer Profi in Sachen Instandsetzen und Polieren ist, stellte er bei der vierten deutschen Poliermeisterschaft in Rotenburg an der Fulda unter Beweis. Dort sicherte sich der Kastellauner Unternehmer den ersten Platz.

    Mit seinem Unternehmen Car Cosmetic in Kastellaun lebt Sascha Grobe seine Leidenschaft, das Instandsetzen und Polieren von Autos. Dass er ein wahrer Profi ist, bewies er bei der vierten deutschen Poliermeisterschaft, bei der er den ersten Platz errang.
    Mit seinem Unternehmen Car Cosmetic in Kastellaun lebt Sascha Grobe seine Leidenschaft, das Instandsetzen und Polieren von Autos. Dass er ein wahrer Profi ist, bewies er bei der vierten deutschen Poliermeisterschaft, bei der er den ersten Platz errang.
    Foto: Charlotte Krämer-Schick

    Gegen acht Konkurrenten aus ganz Deutschland konnte sich Grobe mit großem Abstand durchsetzen. Und das, obwohl die Anforderungen weitaus schwerer waren als im vergangenen Jahr. Damals reichte es nur für den fünften Platz. Während im vergangenen Jahr noch das Polieren liegender Bauteile wie der Motorhaube verlangt wurden, ging es bei dieser Meisterschaft an stehende Bauteile des Fahrzeugs. Auf den schwarz lackierten Pkw wurden Felder markiert, die zunächst angeschliffen wurden. „Das wäre in etwa so, als würde man den Wagen mit einem Topfkratzer sauber machen“, erklärt Grobe. Bei Frauen käme so etwas ja durchaus mal vor, lacht der 41-Jährige. Die so entstehenden Kratzer galt es für Grobe herauszuarbeiten.

    „Eine besondere Herausforderung ist das Zeitmanagement“, erzählt der Poliermeister. Fünf Minuten haben die Teilnehmer Zeit, ihren Arbeitsplatz einzurichten, weitere fünf Minuten bleiben dann, das Bauteil aufzupolieren. Eine wahre Herausforderung, zumal die Hologramme, die durch das Kratzen auf dem Lack entstanden sind, nach und nach mit verschiedenen Schleifgraden bearbeitet werden müssen. Doch nicht nur das Ergebnis zählt am Ende des Wettbewerbs. „Es gibt auch Punkte für die Auswahl der Materialien, für die Einrichtung des Arbeitsplatzes und für die Poliertechnik“, erzählt Grobe. Hängt das Kabel der Poliermaschine etwa zu nah am Auto, gibt das durchaus Punktabzug. Bewertet wird auch, wie der Teilnehmer seinen Arbeitsplatz verlässt und ob er die Bauteile neben dem markierten Feld vom Schleifstaub befreit. In den Tagen vor dem Wettkampf habe er das alles auch etwas geübt, sagt Grobe. So konnte er die Aufgaben trotz des Wettkampfstresses routiniert erledigen und sich mit großem Abstand durchsetzen.

    Polieren, das ist Grobes absolute Leidenschaft. Die sei auch zwingend notwendig in diesem Beruf. „Ohne geht es nicht, schließlich fängt man jeden Tag aufs Neue bei null an“, sagt er. Schon als Jugendlicher verdiente er sich sein Taschengeld mit dem Waschen von Autos in einer Werkstatt. Dass der gelernte KFZ-Mechaniker sich seit neun Jahren damit seinen Lebensunterhalt verdient, das ist für ihn wahre Selbstverwirklichung und ein Traum, den er bald in neuen Räumen weiterlebt.

    Im Januar wird sein Kastellauner Unternehmen Car Cosmetic in eine neue Halle umziehen, die sich derzeit noch im Bau befindet. Dann werden Grobe und sein Team mehr als 300 Quadratmeter zur Verfügung haben, um Fahrzeuge aufzubereiten. Und dabei geht es um weit mehr als nur Polieren. Grobe setzt auch die Karosserie instand, tauscht Sitzbezüge oder defekte Motorteile aus. Auch was die Versiegelungstechniken angeht, wird sich Grobe durch den Neubau weiterentwickeln können, sagt er. „Eine keramische Versiegelung etwa nimmt durchaus vier bis fünf Tage in Anspruch“, sagt Grobe, das kann er bei den derzeit zur Verfügung stehenden 75 Quadratmetern nicht leisten. Außerdem will er seinen Personalstamm aufstocken, wenn der Umzug über die Bühne ist. „Wir schaffen dem Kunden auf jeden Fall einen Mehrwert“, ist Grobe sicher. Doch das, was ihn am zufriedensten macht, sei nach wie vor, wenn der sich über das Ergebnis freut und glücklich vom Hof rollt.

    Von unserer Reporterin Charlotte Krämer-Schick

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