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    Pfalzfeld

    Brandbombe flog Forstarbeitern um die Ohren

    Bei Arbeiten im Wald, unweit der Autobahn zwischen Pfalzfeld, Birkheim und Utzenhain, wurde am Montag eine Flüssigkeitsbrandbombe gefunden. Sie explodierte, als eine Maschine darüber fuhr.

    Frank Bender vom Kampfmittelräumdienst identifizierte das Objekt als britische Flüssigkeitsbrandbombe, die mit einem Benzingemisch befüllt war.
    Frank Bender vom Kampfmittelräumdienst identifizierte das Objekt als britische Flüssigkeitsbrandbombe, die mit einem Benzingemisch befüllt war.
    Foto: Suzanne Breitbac

    Tätigkeiten im Wald sind nicht ungefährlich, weshalb die Beschäftigten eine entsprechende Schutzkleidung tragen. Mit einer solchen Gefahr wie am Montag Nachmittag haben die Mitarbeiter eines Forstunternehmens aus Sargenroth allerdings wohl kaum gerechnet. Sie waren an einer Baustelle für Windkraftanlagen mit Mulcharbeiten beschäftigt und machten unfreiwillig Bekanntschaft mit einem Sprengkörper, als sie mit einer Maschine darüber hinwegfuhren und eine Brandbombe dabei explodierte.

    Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand. Wie die Polizei Boppard mitteilt, hatten die Männer jedoch Glück: Hätte jemand direkt daneben gestanden, hätte es böse ausgehen können, so ein Polizeisprecher. Es seien durch die Detonation Metallteile durch die Luft geflogen, Funken sprühten und es entstand sofort beißender Qualm. Die Arbeiter alarmierten die Polizei und die verständigte wiederum umgehend den Kampfmittelräumdienst.Dessen Mitarbeiter Frank Bender, der in Argenthal wohnt, war schnell vor Ort und identifizierte das nach wie vor qualmende Objekt als eine britische Flüssigkeitsbrandbombe.

    Sie trug die Aufschrift „INC 30 lb". Der hintere Teil der Bezeichnung weist auf das Gewicht hin, klärte der Sachverständige auf: lb ist die englische Abkürzung für Pfund. Die Brandbombe war demnach rund 14 Kilo schwer. Sie stammt aus dem Zweiten Weltkrieg, so die Auskunft von Frank Bender, und wurde im Kriegseinsatz gewöhnlich zusammen mit den Sprengbomben abgeworfen.

    Die Brandbombe war etwa unterarmgroß und wurde umgehend gesichert. Die Feuerwehr Pfalzfeld rückte aus und brachte einen Transportbehälter an den Ort der Explosion. In einem luftdicht verschließbaren und mit Sand befüllten Behälter wurde die Flüssigkeitsbrandbombe schließlich nach Koblenz, dem Sitz des Kampfmittelräumdienstes, abtransportiert.

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