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Boppard

Boppard: Baby-Boom macht neue Kita nötig

Wolfgang Wendling

Die Bopparder Kernstadt, einst demografisches Sorgenkind, wächst. Pro Jahr werden derzeit um die 50 Kinder mehr geboren als noch 2010. Deshalb existieren schon seit geraumer Zeit Pläne, in der Innenstadt einen neuen Kindergarten zu bauen.

Fünf Erzieherinnen kümmern sich um die Kleinen in der neuen Bopparder Kinderkrippe in der Rheinallee. Neben der Leiterin Sofia Schüler (von links) sind dies: Annika Liesenfeld, Ann-Christin Bernhardt, Katharina Brikmann und (nicht auf dem Foto) Elena Borsutzky.
Fünf Erzieherinnen kümmern sich um die Kleinen in der neuen Bopparder Kinderkrippe in der Rheinallee. Neben der Leiterin Sofia Schüler (von links) sind dies: Annika Liesenfeld, Ann-Christin Bernhardt, Katharina Brikmann und (nicht auf dem Foto) Elena Borsutzky.
Foto: Wolfgang Wendling

Das Kreisjugendamt hat in seinem Kindertagesstättenbedarfsplan 2017 die Platznot in Boppard thematisiert und rasche Abhilfe gefordert. Nachdem der Stadtrat rechtzeitig die Weichen gestellt hatte, wurden die Zuschüsse beantragt. Jetzt konnten im von der Stadt erworbenen Gebäude in der Rheinallee 18 zwei Krippengruppen in Betrieb gehen. Die Kindertagesstätte hört auf den schönen Namen „Wunderland am Rhein“.

„Wir haben insbesondere in der Bopparder Kernstadt einen riesigen Bedarf an Kitaplätzen. Mit dem Bau der zwei Krippengruppen haben wir dem Rechnung getragen“, sagte Bürgermeister Walter Bersch bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Kindertagesstätte.

Ursprünglich sollte in dem Gebäude nur eine Krippengruppe für zehn Kinder unter drei Jahren eingerichtet werden. Doch schon bald war klar: Zehn zusätzliche Plätze reichen nicht, um den Rechtsanspruch für Einjährige auf einen Kindergartenplatz zu gewährleisten. Die Warteliste wurde immer länger. Schon bald war klar, dass Räume für die Betreuung von 20 Kleinkindern eingerichtet werden müssen. Also mussten zwei Krippengruppen her.

Doch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Im März erreichen zwei Kinder das dritte Lebensjahr. Dann können sie nicht mehr in die Krippengruppe gehen. Die Lösung: Eine der beiden Krippengruppen wird in eine kleine altersgemischte Gruppe umgewandelt. Eine solche Gruppe umfasst 15 Kinder, von denen sieben unter drei Jahre alt sind.

Aber damit ist ist die Platznot in der Bopparder Kernstadt immer noch nicht behoben. „Es wird nicht bei der Zwei-Gruppen-Einrichtung bleiben“, sagte Bürgermeister Walter Bersch. „Wir benötigen ab Sommer 2018 die dritte Gruppe.“ Für den Bürgermeister ist es aber keine Frage, dass die Bopparder Kernstadt in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. „Wir haben eine Ahnung, dass wir dann ganz schnell eine vierte Gruppe brauchen werden.“ Damit haben sich die ursprünglichen Pläne, dass in das Gebäude Rheinallee 18 auch ein Teil der Stadtverwaltung einzieht, erledigt.

Sofia Schüler, Leiterin des neuen Kindergartens in der Rheinallee, machte deutlich, dass sich derzeit elf Kinder in der Eingewöhnungsphase befinden. Die volle Belegschaft mit 20 Kindern werde erst im Frühjahr erreicht. Den Namen „Wunderland am Rhein“ erklärte sie mit vielen wunderbaren Geschehnissen rund um die Entstehung des Kindergartens. „Wir sind eine Einrichtung vieler kleiner Wunder.“ Natürlich ist jedes der Kinder ein „kleines Wunder“.

Das Gebäude Rheinallee 18 hat die Stadt für 590.000 Euro vom Land gekauft. Die Baukosten für die beiden Krippengruppen betrugen 132.000 Euro. Dazu kamen Einrichtungsgegenstände für 30.000 Euro. Das ergibt Gesamtkosten von 752.000 Euro. An Zuschüssen erhält die Stadt für die Einrichtung der beiden Gruppen für die U 3-Betreuung und den Grunderwerb insgesamt 240.000 Euro.

Von unserem Redakteur Wolfgang Wendling

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