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    Rhein-Hunsrück

    Architekten und Bauherren im Kreis stellen ihre Projekte vor

    Ob Zuhause, bei der Arbeit, oder in der Freizeit, ununterbrochen sind wir von Architektur umgeben. Die Baukunst spiegelt gesellschaftliche Entwicklung wider, orientiert sich an ihr und findet Lösungen dafür, Bedürfnisse verschiedener Menschen und Gruppen zu erfüllen. Die Architektur ist im Idealfall eine "Architektur für alle".

    Eine gelungene Zusammenarbeit von Architekten und Stadtplanern: Die Ortsmitte von Lötzbeuren lädt unter dem Motto "Mitte(n) im Garten" zum Verweilen ein.
    Eine gelungene Zusammenarbeit von Architekten und Stadtplanern: Die Ortsmitte von Lötzbeuren lädt unter dem Motto "Mitte(n) im Garten" zum Verweilen ein.
    Foto: Werner Dupuis

    Von unserer Reporterin Charlotte Schick

    Unter diesem Motto öffnen am kommenden Wochenende, 25. und 26. Juni, bundesweit Bauwerke ihre Türen, 58 sind es in Rheinland-Pfalz. Vielerorts stehen Bauherren und Architekten Rede und Antwort. Auch der Rhein-Hunsrück-Kreis ist mit fünf Objekten beim "Tag der Architektur" vertreten. Im Fokus der Veranstaltung steht die soziale Verantwortung, die Architektur und Stadtplanung zukommt.

    Stärkung des sozialen Miteinanders im Ortskern

    Beispielhaft für eine gelungene Zusammenarbeit der beiden Fachrichtungen ist das vom Büro Stadt-Land-plus in Boppard-Buchholz verwirklichte Projekt "Mitte(n) im Garten" in Lötzbeuren. Mit dem Ziel, das soziale und kulturelle Miteinander des Ortes zu stärken, entschied sich die Gemeinde für eine Modernisierung und Umnutzung der bestehenden historischen Gebäude rund um die Kirche in der Ortsmitte. Die jeweilige neue Nutzung der Gebäude korrespondiert mit einem dazugehörigen Garten. Das Olvats-Anwesen im Ortskern wurde umfassend renoviert und in ein Dorfcafé mit Biergarten, angrenzendem Kulturgarten und einer Kunstscheune umgewandelt. Daneben befindet sich ein Jugendhaus mit angeschlossenem Chillout-Garten, hinzu kommt ein Spielgarten für Klein und Groß. Gegenüber haben Gelände und Gebäude des ehemaligen Raiffeisenmarkts eine neue Bestimmung gefunden: Das Gebäude dient als Dorfgemeinschaftshaus, der Parkplatz wurde in einen Bauerngarten mit Backes und Gartenpavillon umgewandelt. Wissens- und Erfahrungsaustausch während der Gartenarbeit stehen hier im Mittelpunkt. Parallel zum "Tag der Architektur" findet in der Ortsmitte das Sommerfest des Heimatvereins mit Walderlebnistour statt.

    Ein ähnlich geartetes Konzept stellt der Oberweseler Architekt Hubertus Jäckel in Niederburg vor. Das Generationenhaus im Ortskern bietet als Dorfmittelpunkt ebenfalls Räume für Jung und Alt, für Vereine und die Kirchengemeinde. Der alte Backes im Erdgeschoss des Altbaus, der nach wie vor von der Dorfgemeinschaft genutzt wird, kann besichtigt werden. Auch bei diesem Projekt steht die Wiederbelebung des Ortskerns, die Stärkung der Dorfgemeinschaft und der Austausch zwischen den Generationen im Mittelpunkt.

    Kastellauner Architekt mit zwei Projekten dabei

    Mit gleich zwei Realisierungen hat es das Team des Kastellauner Architekten Mathias Wendling in die Auswahl geschafft. Bei der Erweiterung und dem Umbau des in den 1970er-Jahren errichteten evangelischen Kindergartens Regenbogenland in Kastellaun, setzten die Planer auf einen spannungsvollen Dialog zwischen Neu- und Altbestand. Durch den kleingliedrig gestalteten Anbau haben alle Gruppen des Kindergartens Zugang zu einem zentralen Multifunktionsraum, durch den sie den naturnahen Garten erreichen können. Der aus regenerativen Rohstoffen erstellte Anbau ist am Samstag geöffnet, der Kindergarten veranstaltet zudem ein kleines Sommerfest.

    Bei der Erweiterung des Hotels und Restaurants Birkenhof in Klosterkumbd legten die Architekten um Mathias Wendling besonderen Wert darauf, die malerische Landschaft durch einen Wintergarten mit Außenterrasse für die Gäste erlebbar zu machen. Besonderes Element der Gestaltung ist eine fünf mal fünf Meter große Glaspyramide in der Mitte des Dachs sowie die mit einem Birkenwäldchen gestaltete Außenanlage.

    Ebenfalls sehenswert ist die in einer sechs Jahre währenden Bautätigkeit umfangreich restaurierte Kurfürstliche Burg in Boppard. Dem Koblenzer Architekturbüro Naujack, Rind und Hof ist zum einen gelungen, Putz aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts zu erhalten. Zum anderen fügt sich ein moderner Glaskubus auf der Rheinseite hervorragend in das alte Gemäuer ein. Zudem befinden sich im Inneren Holzbalkendecken mit Stuckornamenten des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts, die insbesondere Kunstexperten begeistern. Denn nirgends sonst im Rheinland gibt es eine solche Vielzahl an Kölner Decken wie in Boppard.

    Nicht alle Objekte sind am gesamten Wochenende geöffnet

    Die fünf Objekte im Rhein-Hunsrück-Kreis sind nicht alle am gesamten Wochenende zu besichtigen. „Mitte(n) im Garten“ in Lötzbeuren können Besucher am Samstag von 14 bis 18 Uhr ansehen, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Das Generationenhaus in Niederburg ist nur am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet, der Kindergarten Regenbogenland in Kastellaun nur am Samstag, 14 bis 18 Uhr. Der Klosterkumbder Birkenhof öffnet seine Pforten am Sonntag von 15 bis 18 Uhr. Die Kurfürstliche Burg in Boppard hat am Samstag von 14 bis 17 Uhr, am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

    Das Gesamtprogramm gibt es unter www.diearchitekten.org. Interessierte sollten sich jedoch nicht irritieren lassen: Die fünf Projekte des Rhein-Hunsrück-Kreises sind unter der Rubrik "Westerwald-Mittelrhein-Ahr" zu finden.

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