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St. Goar/Utzenhain

A 61-Zubringer erhält neue Fahrbahndecke

St. Goar/Utzenhain. Die Kreisstraße 100 ist in einem schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. Als Zubringer zur A 61 bindet sie das Mittelrheintal in Höhe St. Goar an das übergeordnete Verkehrsnetz an und wird dementsprechend stark befahren.

Die Kreisstraße 100 ist als Autobahnzubringer eine wichtige Anbindung vom Mittelrheintal in den Vorderhunsrück. Doch sie ist mittlerweile in einem so desolaten Zustand, dass dringend etwas getan werden muss. Ab Herbst könnte der Ausbau von zwei Abschnitten starten, teilt der Kreis mit.
Die Kreisstraße 100 ist als Autobahnzubringer eine wichtige Anbindung vom Mittelrheintal in den Vorderhunsrück. Doch sie ist mittlerweile in einem so desolaten Zustand, dass dringend etwas getan werden muss. Ab Herbst könnte der Ausbau von zwei Abschnitten starten, teilt der Kreis mit.
Foto: Suzanne Breitbach

Bei der Kreisverwaltung ist das Bauvorhaben bereits geplant. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat am Dienstag zugesagt, seitens des Landes den Ausbau finanziell zu fördern.

„Die Straße ist teilweise in einem sehr schlechten Zustand“, sagt Horst Vogt (CDU), Stadtbürgermeister von St. Goar. „Vor einem Dreivierteljahr habe ich das erste Gespräch in diese Richtung geführt“, sagt er und zeigt sich erfreut über die schnelle Sanierungszusage.

Auf Nachfrage unserer Zeitung erläutert die Kreisverwaltung, was genau geplant ist. Die K 100 soll auf zwei Abschnitten ausgebaut werden: zwischen der K 101 bei Utzenhain und der K 93 bei Niederburg auf einer Länge von rund 3,14 Kilometern und einer Breite von rund 5,90 Metern sowie zwischen dem Knotenpunkt der K 95/K 100 und dem Ortseingang von Biebernheim auf einer Länge von rund 380 Metern und einer Straßenbreite von circa 5,50 Metern.

Für den ersten, längeren Abschnitt rechnen die Planer mit einer Bauzeit von rund sechs Wochen, für den zweiten Abschnitt sind rund zwei Wochen vorgesehen. Dabei muss die K 100 zeitweise voll gesperrt werden.

Die Sanierung könnte noch in diesem Jahr starten. Mit Rücksicht auf anstehende Großveranstaltungen in der Region, wie etwa „Rhein in Flammen“, wird mit der Baumaßnahme aber frühestens im Herbst begonnen werden, heißt es dazu aus der Kreisverwaltung.

Kosten für die Sanierung liegen bei 735.000 Euro

Die Kosten für den Ausbau schätzt die Kreisverwaltung auf rund 735.000 Euro. Das Geld stellt der Kreis bereit, das Land hat eine Förderung in Höhe von 65 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben zugesagt – sprich 478.000 Euro. Der Zustand der K 100 im ersten Bauabschnitt hat sich laut Kreis in der Zeit von 2011 bis 2016 wesentlich verschlechtert: von einem Wert von 3,11 im Jahr 2011 auf 4,31 in 2016. Zum Vergleich: Der schlechteste Wert für den Zustand einer Straße ist die Zahl 5. Der zweite Bauabschnitt weist eine Zustandsquote von 4,39 aus und ist ebenfalls stark sanierungsbedürftig.

Auf beiden Abschnitten wird die Deckschicht abgefräst sowie neue Asphaltschichten und eine neue Fahrbahndecke aufgebracht. Einmündungen, Zufahrten und die Bankette werden an die neue Fahrbahnhöhe angeglichen, die Schutz- und Leitplanken erneuert. „Aufgrund der weiteren Zunahme der Schäden und der hohen Verkehrsbelastung sind Unterhaltungsmaßnahmen nicht mehr geeignet, die Schadhaftigkeit nachhaltig zu beseitigen“, teilt der Kreis mit.

Bis zu 2222 Fahrzeuge täglich auf der K 100 unterwegs

Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn die Verkehrsbelastung der K 100 ist vergleichsweise hoch, und je näher man an die Autobahn kommt, desto stärker wird die Straße frequentiert. Auf dem Abschnitt zwischen Biebernheim und K 95 sind täglich rund 1306 Fahrzeuge unterwegs, davon zwei Prozent Lkw. Den Abschnitt zwischen K 101 bei Utzenhain und der K 93 bei Niederburg nutzen täglich rund 1871 Fahrzeuge, davon rund 3 Prozent Lkw. Zwischen Utzenhain und der Autobahnanschlussstelle sind täglich rund 2222 Fahrzeuge unterwegs.

„Zurzeit wird die Frage der detaillierten Verkehrsführung einer abschließenden Prüfung unterzogen, um die Einschränkungen während der Bauphase möglichst gering zu halten. Eine vorübergehende Vollsperrung mit Umleitung des Verkehrs ist allerdings nicht zu vermeiden“, teilt die Kreisverwaltung abschließend mit.

Die Stadt St. Goar bereitet im Zuge der Sanierung bereits die Gehwegverlängerung zum Sportplatz in Biebernheim vor, die als Teil des geplanten Sanierungsprogramms für den Stadtteil Biebernheim vorgesehen ist.

Von unserer Redakteurin Denise Bergfeld

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