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    Sohren

    12. Dezember: Weihnachtliche Lieder erfreuen die Bewohner

    Ob auf dem Weihnachtsmarkt, im Radio, beim Einkaufen oder im Fernsehen: Schon seit Wochen sind sie zu hören, die Weihnachtslieder. Jung und Alt erfreuen sich an den bekannten Melodien. Vor allem die Älteren sind textsicher, weit über die erste Strophe hinaus. Das ist auch im Pfarrer-Kurt-Velten-Altenpflegeheim in Sohren zu hören.

    Mit viel Freude singen die Bewohner des Pfarrer-Kurt-Velten-Altenpflegeheims alle zwei Wochen Lieder, die viele schöne Erinnerungen wecken. In der Adventszeit stehen Weihnachtslieder auf dem Programm, die Jürgen Neunecker für die Senioren zusammenstellt.
    Mit viel Freude singen die Bewohner des Pfarrer-Kurt-Velten-Altenpflegeheims alle zwei Wochen Lieder, die viele schöne Erinnerungen wecken. In der Adventszeit stehen Weihnachtslieder auf dem Programm, die Jürgen Neunecker für die Senioren zusammenstellt.
    Foto: Charlotte Schick

    Seit Januar 2015 besucht Jürgen Neunecker alle zwei Wochen die Einrichtung, um mit den Bewohnern zu singen. Und die sind sichtlich froh, dass der Dickenschieder zu ihnen kommt: "Schön, dass Sie da sind!", ruft eine Seniorin aus der Runde. "Schön, dass Ihr alle da seid", antwortet Neunecker.

    Mal sind es alte Volkslieder, die die Senioren gemeinsam anstimmen, mal Schlager oder Seemannslieder. In der Adventszeit stehen die bekannten Weihnachtslieder auf dem Programm. Neunecker hat dafür eigens ein kleines Textheft gestaltet, für das er 19 adventliche, winterliche und weihnachtliche Lieder ausgewählt hat. Mit seinem Akkordeon stimmt er die Sänger mit einem kleinen Vorspiel auf das jeweilige Lied ein. Doch kaum ist der erste Ton erklungen, singen die ersten schon auswendig mit. "Das Vorspiel müsst Ihr mir schon lassen", lacht der Dickenschieder, "das ist doch mein Solo." Doch davon lassen sich die Sänger nicht beeindrucken. Ob bei "Es ist für uns eine Zeit angekommen", oder bei "Süßer die Glocken nie klingen" - Geduld für ein Vorspiel hat keiner der Senioren.

    Bekannte Gesänge entstanden im 18. und 19. Jahrhundert

    Zwischen den Liedern lässt Neunecker auch mal ein wenig Zeit, zu verschnaufen und liest kurze Geschichten oder Gedichte zum Thema vor. Ein anderes Mal dürfen sich die Senioren ein Lied wünschen: "Fröhliche Weihnacht überall", ruft eine Bewohnerin aus der Runde. "Das ist nicht einfach zu singen", gibt Neunecker zu bedenken. "Aber das schaffen wir schon", ist er sich sicher.

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    Während einige Weihnachtslieder bereits zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert aufgezeichnet wurden, entstanden die meisten der heute bekannten Gesänge im 18. und 19. Jahrhundert. "Stille Nacht, heilige Nacht" etwa wurde am 24. Dezember 1818 in der Christmette in Oberndorf bei Salzburg zum ersten Mal gesungen. Es berührte die Gottesdienstbesucher derart, dass das von Pfarrer Joseph Mohr und Lehrer Franz Xaver Gruber komponierte Weihnachtslied von da aus seine Reise durch die ganze Welt begann. Heute wird es in mehr als 50 Sprachen gesungen und gilt als das bekannteste aller Weihnachtslieder. Am Heiligen Abend 1806 hingegen summte der Weimarer Johannes Falk die Melodie eines sizilianischen Seemannsliedes vor sich hin. Er hatte bereits mehrfach seinen Freund Johann Wolfgang von Goethe gebeten, einen Text zur Melodie zu verfassen, doch der ließ auf sich warten. Also versuchte Falk es an diesem Abend kurzerhand selbst: "O du fröhliche" war entstanden.

    Adventlicher Gassenhauer aus dem Hunsrück

    Unzählige Lieder gehören heute zum Schatz der weihnachtlichen Gesänge. Und eines, das den Kindern besonders um den Nikolaustag herum nicht mehr aus dem Kopf geht, hat seinen Ursprung im Hunsrück. "Lasst uns froh und munter sein" sangen die Kinder hierzuland bereits im 19. Jahrhundert. Dabei ging es recht lustig zu.

    Das weiß auch Neunecker, denn in seiner Zeit als Lehrer sang er das Lied oft mit seinen Schülern: "In manchem Liederbuch stand, dass es aus dem Hunsrück kommt", erzählt er den Senioren. Aus voller Kehle singen sie in Sohren eine Stunde lang all die liebgewonnenen Lieder, die auf das Weihnachtsfest einstimmen. Und wer nicht mitsingen mag, ist auch willkommen in der Cafeteria des Altenpflegeheims. "Wichtig ist, dass es Freude macht", resümiert Neunecker. Diese Freude können einmal im Jahr auch Angehörige und Freunde der Bewohner teilen, wenn beim Sommerfest der Einrichtung alle gemeinsam bekannte und unbekanntere Lieder anstimmen.

    Charlotte Schick

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