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    Windkraftprojekt im Einrich: Widerstand der Bürger erwacht

    Die Verbandsgemeinde plant, mit einem Investor auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde fünf Windräder aufzustellen. Die „Bürgerinitiative Einrich: Für den Erhalt der Natur im Naturpark Nassau“ stellt sich gegen die Aufstellung und hat bei ihrem zweiten internen Treffen eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant, die am Freitag, 17. November, stattfinden soll. Die Bürgerinitiative will darauf hinweisen, dass „die Verbandsgemeinde plant, fünf Mega-Windkraftanlagen mit einer Höhe von jeweils 207 Metern zu bauen“, so ein Mitglied. Als Vergleich wird auf die Höhe des Fernsehturms in Düsseldorf mit einer Höhe von 234 Metern hingewiesen, um das Ausmaß der Anlagen zu verdeutlichen.

    Fünf weitere Windkraftanlagen sind für den Einrich geplant. Dagegen kämpft nun eine neue Bürgerinitiative.
    Fünf weitere Windkraftanlagen sind für den Einrich geplant. Dagegen kämpft nun eine neue Bürgerinitiative.
    Foto: Dagmar Schweickert

    Die Untere Naturschutzbehörde habe das Vorhaben zwar abgewiesen, aber nun werde ein Zieländerungsverfahren angestrebt, um das Projekt legal realisieren zu können (die RLZ berichtete). „Konkret heißt das wohl, dass der Bergrücken um die Weißeler Höhe als Gebiet vom Naturpark Nassau und deren Bestimmungen herausgenommen wird“, erläutert ein Mitstreiter der Initiative.

    „Sind Windkraftanlagen eine Gefahr für Mensch, Tier und Natur?“, lautete auch die Kernfrage beim zweiten internen Treffen der Gruppe. Sie erklärt: „Die Energiewende bringt für die Menschen und die Natur erhebliche Nachteile. Die nachweisbaren Probleme, die sich für die Einricher Bürger auftun, sind vielfältig. Sie reichen unter anderem von erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Tinnitus und Depressionen bis hin zu Beeinträchtigungen für den Fremdenverkehr und die Naherholung.“ Gerade der Eiswurf von Rotoren stelle ein erhebliches und unkalkulierbares Risiko dar: Bis zu 500 Meter weit fliegen demnach die Eisbrocken. Über diese und weitere Aspekte will die Bürgerinitiative die Einricher Bürger informieren, kündigen Thomas Hechler, Werner Hocke, Lukas Knabe, Axel Kuhn, Uli Landes, Liila und Barbara Stelzer an.

    Dazu wird die Diplom-Biologin Silke Dehe referieren. „Durch Infraschall, Eiswurf und die Drehung der Rotoren entstehen erhebliche Beeinflussungen der Fauna und Flora“, heißt es dazu weiter. Dehe wird über die ökologischen Folgen von Windrädern für die Natur sprechen. Als zweiter Redner kommt Diplom-Kaufmann Ingo Bauer von der Bürgerinitiative Niederwallmenach zu Wort. Er wird wirtschaftliche Aspekte im Zusammenhang mit Windenergiegewinnung kritisch beleuchten. das

    Die Informationsveranstaltung am Freitag, 17. November, beginnt um 19 Uhr im Herolder Bürgerhaus. Die Teilnahme kann per Mail an info@buergerinitiative-einrich.de bestätigt werden. Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.buergerinitiative-einrich.de

    Von unserer Redakteurin Dagmar Schweickert

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