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Limburg-Weilburg

Straßenbauprogramm vorgestellt: Verkehr soll 2018 über neue B 49 fließen

Die klirrende Kälte ist vorüber. Das bedeutet auch: Es kann gebaut werden, auch an den Straßen. Welche Bundes- und Landesstraßen in diesem Jahr saniert werden, hat die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil nun in Weilburg vorgestellt. Ein Überblick.

Soll bis August, spätestens September fertig sein: der Neubau der Kerkerbachtalbrücke für die neue B 49-Trasse bei Heckholzhausen. Dann kann die neue Strecke angeschlossen und für den Verkehr freigegeben werden.  Foto: Olivia Heß
Soll bis August, spätestens September fertig sein: der Neubau der Kerkerbachtalbrücke für die neue B 49-Trasse bei Heckholzhausen. Dann kann die neue Strecke angeschlossen und für den Verkehr freigegeben werden.
Foto: Olivia Heß

A 3: Pendler sollen auf der Strecke im Kreis erst einmal eine Verschnaufpause erhalten. Bis Ende April wird noch zwischen Limburg-Süd und der Landesgrenze an der Entwässerung am Mittelstreifen gearbeitet. Damit kommt die Fahrbahnerneuerung auf 2,8 Kilometer, die im Sommer vergangenen Jahres begonnen wurde, zum Abschluss. In beide Fahrtrichtungen sind während der Arbeiten drei Streifen vorhanden. Ist dieses Projekt abgeschlossen, sind in diesem Jahr auf der A 3 im Kreisgebiet keine Baustellen mehr vorgesehen, erklärt Pressesprecherin Sonja Lecher. Auf der stark befahrenen Autobahn werden aber in Zukunft immer wieder Asphaltarbeiten notwendig sein, kündigt sie an.

B 49 (Beselich): Ein Großprojekt ist auf der Zielgeraden: der vierstreifige Ausbau bei Heckholzhausen. Ziel sei, dass der Verkehr Ende des Jahres über die neue Trasse läuft, sagt Lecher. Im Spätsommer soll der Bau der Kerkerbachtalbrücke beendet werden, dann folgen die Asphaltarbeiten. Ob in diesem Jahr auch die beiden Anschlüsse für Heckholzhausen fertiggestellt werden, sei nicht absehbar. Größere Behinderungen für Fahrer sind laut Hessen Mobil nicht zu erwarten, tageweise könne es aber zu Sperrungen kommen. Auch 2019 wird an dem 52-Millionen-Euro-Projekt gearbeitet. Ist die neue Trassenführung samt Anschlüssen fertig, beginnt der Rückbau der alten B 49.

B 49 (Ahlbacher Spange): Dort müssen Autofahrer ab Mitte/Ende März in Fahrtrichtung Wetzlar mit Einschränkungen rechnen. Weil der Übergang zwischen Straße und Brücke (Unterführung der Straße nach Ahlbach) erneuert werden muss, steht in diese Richtung nur eine Fahrspur zur Verfügung, Richtung Limburg bleiben es zwei. Der Verkehr wird auf Tempo 80 gedrosselt. Die Bauarbeiter legen los, sobald die Temperaturen stabil über null Grad liegen. Geplantes Bauende ist im Mai.

B 49 (Merenberg): Im Frühjahr soll in der Anschlussstelle Merenberg die Asphaltdecke erneuert werden. Dies geschehe im Rahmen der Gewährleistung, erklärt Eugen Reichwein, regionaler Bevollmächtigter bei Hessen Mobil. Die Anschlussstelle muss dafür an einem Wochenende gesperrt werden, der Verkehr wird über die Teilortsumgehung geführt.

B 8: Die Straßendecke wird auf 300 Metern zwischen Oberbrechen und Niederselters und auf 250 Metern in Niederbrechen erneuert. Für beide Baustellen sind Vollsperrungen nötig, in Niederbrechen gibt es eine innerörtliche Umleitung über die Bahnhofstraße, für den Abschnitt Oberbrechen/Niederselters wird über Weyer, Münster und Haintchen umgeleitet. Gebaut wird im Mai und Juni. Die Kosten: 270.000 Euro.

Bis die Ortsumgehung in Bad Camberg gebaut wird, dauert es noch. Zwar liegt Baurecht vor, doch aufgrund fehlender personeller Kapazitäten hätten die Vorbereitungen noch nicht begonnen, sagt Reichwein. Er rechnet mit dem ersten Spatenstich im Jahr 2020. Die Bauzeit schätzt er auf vier bis fünf Jahre. Zuvor müssten Untersuchungen mit Blick auf Kampfmittel und Archäologie, Naturschutzmaßnahmen wie die Umsiedlung betroffener Tierarten und die Entwurfsplanung abgewickelt werden.

B 8/B 49: In Limburg werden 2018 an der Kreuzung die Arbeiten aus dem vergangenen Jahr fortgesetzt. Weil die Strecke stark beansprucht ist, muss der Straßenaufbau grundhaft erneuert werden. Um Verkehrsbehinderungen zu reduzieren, sollen die Arbeiten an Wochenenden in den Sommerferien stattfinden. Währenddessen stehen weniger Fahrstreifen zur Verfügung. 980.000 Euro wird das Projekt kosten.

Landesstraßen (Mengerskirchen): Zwischen Waldernbacher Stock und Merenberg wird die Straße zwischen Mai und Juni gesperrt. Das Land nimmt 730.000 Euro in die Hand, um den 3,3 Kilometer langen Abschnitt zu sanieren und – wie Reichwein erklärt – die Fahrbahn auf sechs Meter zu verbreitern. Die Straße soll durch eine 18 Zentimeter starke Asphaltschicht verstärkt werden. Während der Vollsperrung fließt der Verkehr über Barig-Selbenhausen und Probbach nach Mengerskirchen.

Weinbach: Bei Gräveneck wird von Juni bis September in zwei Abschnitten gebaut. So soll die Hohe Straße hinter Kirschhofen bis zum Abzweig Gräveneck helleren und damit weniger hitzeempfindlichen Asphalt erhalten. Für die 1,4 Kilometer lange Strecke werden 1,2 Millionen Euro anvisiert. Während der Vollsperrung wird der Verkehr über Weinbach und Freienfels geleitet. Das Problem: Vermutlich wird auf der Weilstraße dann noch die Ampel wegen der absackenden Böschung stehen. Hessen Mobil wartet auf ein Gutachten, das Aufschluss über die Ursache geben soll. Sei der Bau einer Stützmauer notwendig, werde dies nicht vor den Arbeiten an der Hohen Straße erledigt sein, sagt Reichwein.

Saniert wird auch die schadhafte 1,4 Kilometer lange Strecke zwischen Gräveneck und der Hohen Straße. Die Umleitung führt über Wirbelau zur B 456. Für Lkw soll laut Reichwein der Wirtschaftsweg zum Sportplatz als Umleitung ausgewiesen werden, weil diese nicht über die Brücke fahren dürfen.

Villmar: Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt geht weiter. Geplantes Bauende sei derzeit Juni/Juli. Für die Erneuerung der Straße auf 720 Metern gibt das Land 675.000 Euro aus. Die Gemeinde lässt zusätzlich die Versorgungsleitungen austauschen.

Bad Camberg: In der Kurstadt wird die Straße Richtung Waldems auf 2,2 Kilometer Länge im September und Oktober saniert. Eine Vollsperrung ist nötig. Ob die Sanierung der Unterführung der Bahnstrecke in der Bahnhofstraße noch in diesem Jahr gestartet wird, ist unklar. Laut Reichwein ist Hessen Mobil mit der Deutschen Bahn im Gespräch wegen der notwendigen Sperrung der Bahntrasse.

Dornburg: Dort wird die Kreuzung Thalheim-Süd ausgebaut und eine Linksabbiegerspur nach Niederzeuzheim hergestellt. Die Arbeiten sind im Herbst geplant und kosten 150.000 Euro.

Elbtal: In Dorchheim wird die Ortsdurchfahrt saniert und die Kreuzung zur B 54 ausgebaut. Die Bauarbeiter sollen im Juni anrücken und im Dezember fertig sein. Gesamtkosten: 322.000 Euro.

Von Olivia Heß

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