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    Limburg

    Stadt fragt: Wie sicher fühlen sich die Bürger in Limburg?

    In der Limburger Innenstadt werden Passanten am Donnerstag, Freitag und Samstag durch Studierende der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung befragt. Das hat die Limburger Stadtverwaltung mitgeteilt. Die Antworten sollen Aufschluss über das subjektive Sicherheitsempfinden geben und dazu beitragen, das Sicherheitsgefühl zu stärken. Neben der Zufallsbefragung in der Innenstadt wird es noch eine Fragebogenaktion geben, die sich ausschließlich an die Limburger Bürger richtet.

    Der Bahnhofsplatz in Limburg ist gerade im Sommer ein beliebter Treffpunkt, hat sich in den vergangenen Monaten aber auch erneut als ein Ort herauskristallisiert, an dem es immer wieder zu Straftaten und vor allem Gewaltdelikten kommt. Eine Umfrage soll klären, wie Passanten damit umgehen.  Foto: Egenolf
    Der Bahnhofsplatz in Limburg ist gerade im Sommer ein beliebter Treffpunkt, hat sich in den vergangenen Monaten aber auch erneut als ein Ort herauskristallisiert, an dem es immer wieder zu Straftaten und vor allem Gewaltdelikten kommt. Eine Umfrage soll klären, wie Passanten damit umgehen.
    Foto: Egenolf

    Bei der Befragung in der Innenstadt handelt sich um keine Meinungsumfrage und auch nicht um eine Meinungsmache, heißt es in der Pressemitteilung. Die Studierenden der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung fragen im Auftrag der Stadt. Ziel dieser Befragung auf dem Europaplatz, dem Kornmarkt und dem Bahnhofsplatz ist es, weitere Erkenntnisse über das subjektive Sicherheitsgefühl derer zu erfahren, die auf den Straßen und Plätzen der Stadt unterwegs sind.

    Während die Befragung an den drei Tagen in der Innenstadt dem Zufallsprinzip folgt, werden die Einwohner der Stadt auch noch einmal ganz gezielt befragt, darauf weist der Erste Stadtrat Michael Stanke hin. In der repräsentativen Befragung ist vorgesehen, jeden zweiten Einwohner Limburgs, der mindestens 14 Jahre alt ist, mit einem Fragebogen anzuschreiben. Die Fragebögen werden Ende der kommenden Woche verschickt und sollen bis 1. Dezember zurückgeschickt werden. Auch wenn das Leben in der Stadt in den vergangenen Jahren sicherer geworden ist, die sogenannte Häufigkeitszahl (Zahl der gemeldeten Kriminalitätsfälle pro 100.000 Einwohner) deutlich gesunken ist, die hohe Zentralität der Stadt, die guten Verkehrsbindungen, die hohe Mobilität und andere Faktoren bedingen auch eine entsprechende Kriminalität. Die Stadt hat nach eigenen Angaben in den zurückliegenden Jahren immer wieder Anstrengungen unternommen, um dem Aspekt der Sicherheit im öffentlichen Raum Rechnung zu tragen. Auch die Polizeidirektion Limburg-Weilburg leistet gerade durch die verstärkte Polizeipräsenz der letzten Monate ihren Beitrag.

    Was noch zu tun ist, wo es nach Einschätzung der Bürger und der Besucher der Stadt noch Verbesserungen geben kann, dazu soll die Fortführung der Kommunalen Kriminalitätsprävention (KKP) beitragen. Unter diesem Oberbegriff finden sowohl die Zufallsbefragung in der Innenstadt als auch die Fragebogenaktion sowie die noch hinzukommende Internetbefragung statt. Es ist nicht die erste Befragung in Limburg, bereits drei Untersuchungen hat es schon gegeben: 1999, 2004 und 2010.

    Aus diesen Untersuchungen wurden zahlreiche Anregungen und Erkenntnisse gewonnen, die anschließend umgesetzt wurden und zu spürbaren Verbesserungen führten, macht Stanke deutlich. Dazu gehören sowohl die Installation der Videoschutzanlage als auch die komplette Neugestaltung des Bahnhofsplatzes, die Ausstattung der Fußgängerzone mit einem helleren Pflaster oder auch die Schaffung des Polizeipostens im Bahnhof durch das Land Hessen.

    Die Fortführung des Projekts „Subjektives Sicherheitsgefühl und persönliche Angsträume in Limburg“ geht auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von September 2016 zurück, wonach eine quantitative Bevölkerungsbefragung zu subjektiven Einschätzungen und Wahrnehmungen zu Gefährdungen und Aufenthaltsbeeinträchtigungen öffentlicher Räume in Limburg zu erheben ist. Im Haushalt für das laufende Jahr stehen dafür 30.000 Euro zur Verfügung.

    Nach Einschätzung von Stanke ist es sinnvoll, die bewährte Zusammenarbeit mit der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung und Professor Gerhard Schmelz fortzusetzen, die bereits die drei zurückliegenden Untersuchungen begleiteten. Auch sorge die enge Zusammenarbeit mit der Polizei dafür, dass Vorschläge zur Verbesserung des Sicherheitsempfindens, die nicht im Einflussbereich der Stadt liegen, durch das Land umgesetzt würden.

    Diez
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