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Laurenburg/Scheidt

Sperrschilder übersehen oder missachtet: Lkw hing fünf Stunden lang auf enger Straße fest

Vorfall auf der engen und kurvigen Strecke zwischen Scheid und Laurenburg: Ein festgefahrener Lastwagen hat am Mittwoch für stundenlange Behinderungen auf der Kreisstraße 23 gesorgt.

Der Laster fuhr sich bei dem Versuch, auf einem Feldweg die Richtung zu ändern, im aufgeweichten Bankett fest. Foto: Kajuna Ubl/Feuerwehr Laurenburg
Der Laster fuhr sich bei dem Versuch, auf einem Feldweg die Richtung zu ändern, im aufgeweichten Bankett fest.
Foto: Kajuna Ubl/Feuerwehr Laurenburg

Ein 44 Jahre alter Fahrer aus der Ukraine war für eine polnische Spedition auf dem Weg nach Katzenelnbogen. Er hatte die Verbotsschilder offenbar übersehen oder missachtet und war gegen 16 Uhr auf der sehr engen und kurvigen Straße von Scheidt gefahren und ist bis zur Laurenburg gekommen.

Dort sah er ein, dass er nicht um eine Haarnadelkurve kommen würde, setzte zurück und wollte in einen Feldweg stoßen, um nach Scheidt zurückzufahren. Dabei fuhr er sich fest und blockierte die Straße. Ein Laurenburger Feuerwehrmann, der zufällig mit seinem Auto an die blockierte Stelle kam, informierte gegen 16.15 Uhr die Polizei. Diese traf aber erst nach 19 Uhr vor Ort ein. Grund dafür war laut einer Information der Polizeiinspektion Diez die sehr starke Belastung der Kollegen, die zu mehreren Einsätzen unterwegs waren.

Mittlerweile hatte die Laurenburger Feuerwehr auf die telefonische Bitte einer Polizistin hin die Straße auf beiden Seiten gesperrt, obwohl dies normalerweise von der Polizei beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) angefordert werden müsste. „Die Feuerwehr hat Amtshilfe für die Polizei geleistet“, erklärte Marcus Grün, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Diez. „Die Kollegen waren dort nicht bei einem Feuerwehreinsatz tätig“, fügte er an – es hatte ja keinen Brand gegeben.

Die Feuerwehrleute standen stundenlang auf beiden Seiten des Unfallortes, informierten unzählige Autofahrer im Feierabendverkehr über die Situation und erklärten ihnen die Alternativstrecke, die durch die aktuelle Vollsperrung zwischen Holzappel und Laurenburg kompliziert ist. Außerdem organisierten sie Verpflegung für den völlig aufgelösten ukrainischen Lkw-Fahrer und baten eine gebürtige Polin aus Laurenburg, vor Ort zu dolmetschen. Mitarbeiter der Straßenmeisterei sind erst später von der Polizei informiert worden und kamen ebenfalls zur Unfallstelle. Am Abend wurde die Strecke mit Absperrungen markiert.

Die Polizei machte schließlich den polnischen Spediteur ausfindig, der etwas Englisch sprechen konnte. Der Spediteur informierte den Chef des Lastwagenfahrers über die missliche Lage des Wagens. Daraufhin wurde nach Information der Diezer Polizei zugesagt, dass eine Spezialfirma zur Bergung des polnischen Lasters beauftragt werden sollte.

Dazu kam es dann aber nicht, weil ein Anwohner aus Scheidt den festgefahrenen Laster mithilfe seines Traktors um 21.10 Uhr auf die Straße ziehen konnte. Der Lkw-Fahrer brachte sein Gefährt anschließend gegen 22 Uhr, eskortiert von der Polizei, bis nach Katzenelnbogen.

ag/das

Diez
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