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Berghausen

Sommerreise in den Einrich: Malu Dreyer war Gast bei starken Landfrauen

Dagmar Schweickert

Entspannt und strahlend war Ministerpräsidentin Malu Dreyer, als sie die Landfrauen der Region in Berghausen zur lockeren Gesprächsrunde traf. Auf den Tischen des Berghofs gab es dazu knackig frisches Fingerfood, das die Landfrauen anfangs jedoch nicht anrührten.

Flankiert von Rita Lanius-Heck und Marita Frieden vom Landesverband unterhielt sich Malu Dreyer angeregt mit den Landfrauen. Foto: Dagmar Schweickert
Flankiert von Rita Lanius-Heck und Marita Frieden vom Landesverband unterhielt sich Malu Dreyer angeregt mit den Landfrauen.
Foto: Dagmar Schweickert

Ein bisschen aufgeregt wirkten sie angesichts des prominenten Besuchs der Landeschefin, doch Dreyer begrüßte fast jede mit Handschlag, einige sogar mit einer herzlichen Umarmung, sodass die Nervosität schnell verflogen war. Und Dreyer war um das leibliche Wohl der Landfrauen besorgt: „Sie sollten bitte alles was essen: Ich esse nur nichts, weil ich grad von der Fromagerie komme.“ Zum Motto ihre Sommerreise „Starke Frauen, starkes Land“ erklärte sie: „2018 ist ein Jubiläumsjahr des Wahlrechts für Frauen in Deutschland. Vor hundert Jahren haben sich mutige Frauen erfolgreich gegen gesellschaftliche Zwänge aufgelehnt. Heute gestalten Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich unsere Zukunft.“ Deshalb standen Frauen im Mittelpunkt ihrer Reise, die sie vier Tage lang durch Rheinland-Pfalz führte. In Berghausen erwarteten sie Landfrauen, die unter anderem aus Bitburg-Prüm, Neuwied und Bogel angereist waren. Dreyer lobte die Landfrauen als dynamische, wichtige Persönlichkeiten und starken Verband, der Schnittstellen mit vielen politischen Bereichen hat: „Deshalb war es mir wichtig, einen Extratermin mit Ihnen zu haben.“

In der Diskussionrunde ging es um die Zukunft für Frauen im ländlichen Raum und darum, Bleibeperspektiven zu schaffen. Die Landfrauen sprachen die medizinische Versorgung an, die durch neue Modelle mit Ärzten im Angestelltenverhältnis gesichert werden könne und gerade jungen Ärztinnen bessere Möglichkeiten eröffne. Die Digitalisierung und damit verbunden die Forderung nach einem schnellen Breitbandausbau war ebenfalls ein wichtiger Punkt: Von der Arbeit im home office bis zur besseren Organisation ehrenamtlicher Arbeit, bei der „digitale Tools helfen, lange Fahrtstrecken zu vermeiden“ reichten die Argumente. Mehr Fördermittel und unkomplizierte Anträge dafür, eine höhere Bäuerinnenrente sowie die Frage, wie man mehr Nachwuchs für das Ehrenamt und politische Arbeit mobilisieren könne, waren weitere Themen. Auch der Begriff equal pay stand im Fokus: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist auch 2018 nicht erreicht. Frauen leisten nach wie vor den überwiegenden Teil unbezahlter Haus- und Familienarbeit und sind in Führungspositionen unterrepräsentiert“, unterstrich Dreyer, die den Landfrauen aufmerksam zugehört hatte. Sie gab Tipps zu aktuellen Förderprogrammen, lobte die Jugend als durchaus ehrenamtlich aktiv, stellte den Breibandausbau in allen Regionen für 2019 in Aussicht und verwies zu spezifische Fragen an die Fachministerien. „Ich weiß viel, aber bitte sehen Sie es mir nach, dass ich nicht allwissend bin“, erklärte die sympathische Politikerin dazu. Und nicht nur damit gewann sie die Herzen der Landfrauen ganz leicht.

Von unserer Redakteurin
Dagmar Schweickert

Starke Frauen im Mittelpunkt

Am dritten Tag ihrer Sommerreise besuchte Malu Dreyer die Gemeinschaft der Franziskanerinnen auf der Rheininsel Nonnenwerth in Remagen und die kleine Fromagerie in Oberrod, bevor sie sich mit Vertreterinnen des Landfrauenverbands Rheinland-Nassau traf.

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