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    Katzenelnbogen

    Schulsozialarbeiter für die Grundschule im Einrich

    Sein Büro ist im Bibliothekszimmer der Grundschule untergebracht – und das ist Alexander Weyland sogar recht. Er ist seit 1. Februar Schulsozialarbeiter an der Grundschule im Einrich und freut sich, wenn er mit den Kindern nicht nur in Ernstfällen, sondern eben auch mal eben bei der Buchausleihe zwanglos ins Gespräch kommt.

    Sein Büro hat Weyland noch im Bibliothekszimmer der Grundschule eingerichtet.
    Sein Büro hat Weyland noch im Bibliothekszimmer der Grundschule eingerichtet.
    Foto: das

    Katzenelnbogen -  Sein Büro ist im Bibliothekszimmer der Grundschule untergebracht – und das ist Alexander Weyland sogar recht. Er ist seit 1. Februar Schulsozialarbeiter an der Grundschule im Einrich und freut sich, wenn er mit den Kindern nicht nur in Ernstfällen, sondern eben auch mal eben bei der Buchausleihe zwanglos ins Gespräch kommt.

    Durch ein Programm, das der Bund aufgelegt hat, bekam die Grundschule die Gelegenheit, eine Stelle für Schulsozialarbeit zu besetzen. „Endlich“, freut sich Schulleiter Reimond Heuser. Schon vor zehn Jahren hatten Haupt-, Real- und Grundschule aus Katzenelnbogen einen entsprechenden Antrag beim damaligen Landrat gestellt, waren aber aus finanziellen Gründen gescheitert.
    Nun fragte die Verbandsgemeinde als Träger bei der Grundschule nach, ob Interesse an dem Programm für Schulsozialarbeit bestehe. Die Grundschule bejahte das und hatte in kürzester Zeit den 35-jährigen Diplom-Pädagogen aus Berghausen gefunden. Der kümmert sich nun an 19 Stunden pro Woche darum, dass das Miteinander von Schülern, Lehrern und Eltern funktioniert, Probleme erkannt und angegangen werden und Konflikte möglichst gar nicht erst entstehen. Zunächst hat sich Weyland bekannt gemacht: „Ich bin durch die Klassen gegangen, habe mich vorgestellt und den Kindern angeboten, zu mir zu kommen, wenn sie Probleme haben.“ Die Eltern wurden per Brief informiert. Seine alltäglich Arbeit findet nun auf mehreren Ebenen statt. Er beobachtet selber, was zwischen den Schülern geschieht, bekommt Hinweise von den Lehrern, wenn es Konflikte auf dem Schulhof oder in der Klasse gibt. Mt Fingerspitzengefühl entscheidet er dann, ob er ein Einzelgespräch führt, beide Kontrahenten in sein Büro holt oder die Eltern einschaltet.
    Aggressionen, Grundlagen für Mobbing, aber auch familiär Probleme sind die Hauptaufgaben, mit denen Alexander Weyland zu tun hat. „Leider nimmt die Zahl der auffälligen Kinder ständig zu“, so Heuser. Worin die Ursachen liegen, darüber können er und sein Schulsozialarbeiter nur mutmaßen: „Das familiäre Gefüge ist oft gestört, den Kindern fehlen oft feste Bezugspersonen. Manchmal sind die Eltern einfach überfordert.“
    Wenn er das Gefühl hat, dass das Wohl des Kindes in Gefahr ist, schaltet Weyland weitere Behörden wie den Kinderschutzbund oder das Jugendamt ein. Außerdem arbeitet er eng mit der Jugendpflege der Verbandsgemeinde und der Schulsozialarbeiterin der benachbarten Realschule Plus zusammen. „Es hilft, sich auszutauschen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Außerdem überlappen sich manche Konflikte, mit denen wir zu tun haben.“
    Eigentlich wollen die drei Institutionen ein Konzept zur Prävention gegen Mobbing erarbeiten – aber bisher hat Weyland schon mit den täglichen akuten Fällen soviel zu tun, dass er dazu nicht nicht gekommen ist. Weyland, der einen dreijährigen Sohn hat, beschäftigen die Fälle aus der Schule auch zu Hause noch sehr. „Wenn man wie im Moment gleich drei wirklich schwierige Fälle bearbeitet, nimmt man das natürlich mit.“
    Für zwei Jahre ist seine Stelle sicher. Schulleiter Reimond Heuser hofft schon jetzt, dass nach Ablauf dieser Zeit klar ist, wie wichtig die Arbeit eines Schulsozialarbeiters an seiner Grundschule ist, um Kindern, Eltern und Lehrern eine etwas unbeschwertere Grundschulzeit zu ermöglichen. das

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