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Katzenelnbogen

Ritterspiele im Aufwind: Durch neue Ideen in goldene Zukunft

Dagmar Schweickert

Fred Struben strahlt: Zehn Tage nach den elften Ritterspielen kann er endlich durchschnaufen. Turnierwiese und Weiherwiese sind im ursprünglichen Zustand, der genaue Kassensturz ist noch nicht erfolgt, aber es sieht wohl gut aus. Nicht nur mit dem finanziellen Ergebnis, sondern auch mit den Aussichten für das Fest, dass offensichtlich von Jahr zu Jahr beliebter wird. Struben strotzt nur so vor Tatendrang und hat schon wieder neue Ideen für die nächste Auflage.

Fred Struben (links) setzt sich seit elf Jahren unermüdlich dafür ein, die Catzenelnbogener Ritterspiele immer wieder aufs Neue attraktiv zu machen und viele Besucher in die Grafenstadt zu holen. Foto (Archiv): Dagmar Schweickert
Fred Struben (links) setzt sich seit elf Jahren unermüdlich dafür ein, die Catzenelnbogener Ritterspiele immer wieder aufs Neue attraktiv zu machen und viele Besucher in die Grafenstadt zu holen. Foto (Archiv): Dagmar Schweickert
Foto: Dagmar Schweicke

Dass der Stadtrat ihr zustimmen wird, ist wohl unbestritten, denn der Schultheiß alias Bürgermeister Horst Klöppel, der momentan im Urlaub ist, hat dem Organisator gegenüber signalisiert: „Die schwarze Null ist geschafft“, so Struben. „Horst Klöppel konnte sich dabei ein freudiges Strahlen nicht verkneifen. Ich hoffe also, dass die Null sogar vergoldet wird und wir nach elf Jahren, dabei zwei sehr stabilen, aber auch einem Totalausfall durch Unwetter nun endlich etwas in die sogenannte Kriegskasse einzahlen können, falls mal wieder schlechtere Zeiten kommen.“

Der 67-Jährige ist firm im Mittelaltergeschäft: Seit 25 Jahren organisiert er altertümliche Feste, die Catzenelnbogener Ritterspiele hat er von der ersten Stunde an begleitet. Er weiß, dass die Mischung aus Altbewährtem und immer wieder einigen Neuerungen sehr wichtig ist, um das Interesse hochzuhalten.

Der Erfolg gibt ihm recht: Der Vollkontaktschwertkampf in diesem Jahr sei beispielsweise ein wirklicher Publikumsmagnet gewesen. Die Entscheidung, auch in einer großen Boulevardzeitung zu werben und von Koblenz bis Bingen entlang der B 9 zu plakatieren, ebenso wie natürlich in Richtung Marburg, habe sich ausgezahlt. „Wenn man sich die Autoschilder anschaut, merkt man, dass die Gäste aus immer 'exotischeren' Regionen anreisen“, freut sich Struben.

Stress bedeutet die Ausrichtung der Ritterspiele längst nicht mehr für ihn. „Wir sind alle ein hervorragend eingespieltes Team“, lobt er die Zusammenarbeit mit der Stadt als Veranstalterin. Sie sorgt für die gesamte Infrastruktur. Wenn die Löwenritter und die anderen Stämme anreisen, müssen sie nur noch ihre Lager aufbauen. Nächstes Jahr möchte Fred Struben wegen der großen Nachfrage die Ritterspiele eventuell um einen Tag verlängern. Schon am Himmelfahrtsdonnerstag könnte es zumindest rund um das Badehaus losgehen, bei freiem Eintritt und viel Musik. Und: Fred Struben kann sich vorstellen, die anstehende Fusion mit der Verbandsgemeinde Hahnstätten, auch in die Ritterspiele einfließen zu lassen.

„Wir könnten die Burg von Burgschwalbach als einen der historisch letzten großen Außenposten derer zu Catzenelnbogen einbeziehen.“ Der 67-Jährige ergänzt dazu: „Das wäre mit Blick auf die Fusion so eine Art Morgengabe, wenn man die Ritterspiele dorthin ausweiten würde.“ Man müsse, so Organisator Fred Struben zu dieser noch spontanen Idee, auf jeden Fall immer dran bleiben und „über den Kirchturm hinausdenken.“

Als positiven Nebeneffekt der Ritterspiele, aber auch anderer Veranstaltungen wie Weinfest oder Benefizbewegungstag sieht Fred Struben übrigens, dass die Weiherwiese als heimelige Veranstaltungsfläche aufgewertet werde. Während der Ritterspiele stehe sie vor allem beim Tavernenspektakel im Fokus und locke viele weitere Gäste an.

Von unserer Redakteurin
Dagmar Schweickert

Diez
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