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Limburg-Weilburg

Polizei warnt: Wildunfälle im Kreis häufen sich

Am Mittwoch und Donnerstag haben sich im Kreis Limburg-Weilburg zahlreiche Wildunfälle ereignet. Es entstand hoher Sachschaden, die Tiere verendeten in fast allen Fällen, Menschen wurden laut Polizeibericht zum Glück nicht verletzt. Die Unfälle im Überblick:

Ein totes Reh liegt nach der Kollision mit einem Auto am Straßenrand: Nicht nur im Kreis Limburg-Weilburg häufen sich Unfälle mit Wildtieren.  Foto: dpa
Ein totes Reh liegt nach der Kollision mit einem Auto am Straßenrand: Nicht nur im Kreis Limburg-Weilburg häufen sich Unfälle mit Wildtieren.
Foto: dpa

Weilburg, L 3323 Mittwoch, 20.45 Uhr: Ein Auto ist am Mittwochabend auf der L 3323 bei Wehrheim mit einem Reh zusammengestoßen. Der 37-jährige Autofahrer aus Weinbach befuhr gegen 20.45 Uhr mit seinem Audi A 5 die Landesstraße von Weinbach in Richtung Weilburg, als das Tier die Straße querte. Der 37-Jährige konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, sein Wagen stieß mit dem Reh zusammen. Das Tier verendete am Unfallort. An dem Auto entstand ein Schaden in Höhe von 3000 Euro.

Beselich-Heckholzhausen, B 49, Donnerstag, 1.30 Uhr: Bei einem Wildunfall auf der B 49 bei Beselich entstand in der Nacht zum Donnerstag ein Sachschaden in Höhe von mehreren Hundert Euro. Ein 28-jähriger Mann aus Gießen, der mit seinem Lkw auf der Bundesstraße in Richtung Weilburg unterwegs war, wurde in Höhe der Ortschaft Heckholzhausen von einem Reh überrascht. Er konnte ebenfalls nicht mehr ausweichen und rammte das Tier, das tödlich verletzt wurde.

Villmar, K468 Donnerstag, 6.45 Uhr: In Villmar ist am Donnerstagmorgen ein Autofahrer ebenfalls mit einem Reh kollidiert. Der 52-jährige Mann aus Selters befuhr gegen 6.45 Uhr mit seinem BMW 525 cDrive die K 468 in Richtung Aumenau, als ein Reh auf die Fahrbahn lief. Der 52-Jährige konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, sein Auto kollidierte mit dem Tier, das anschließend weiterrannte. An dem Pkw entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 1000 Euro.

Weinbach, L 3021 Donnerstag, 6.30 Uhr: Ein Schaden in Höhe von 1500 Euro entstand am Donnerstagmorgen bei einem weiteren Wildunfall auf der L 3021 bei Weinbach. Ein Wildschwein querte gegen 6.30 Uhr zwischen Blessenbach und Kleinweinbach die Fahrbahn. Ein 48-jähriger Autofahrer aus Weilmünster, der mit seinem Cooper in Richtung Elkershausen unterwegs war, konnte nicht mehr ausweichen und kollidierte mit dem Tier, das auf der Straße liegen blieb.

Selters-Haintchen, L 3449 Donnerstag, 7.50 Uhr: Auf der L 3449 bei Selters-Haintchen kollidierte am Donnerstagmorgen ein Auto mit einem Hirsch. Die 37-jährige Fahrerin aus Wiesbaden war gegen 7.50 Uhr mit ihrem BMW auf der Landesstraße in Fahrtrichtung Haintchen unterwegs, als das Tier in einer Rechtskurve die Fahrbahn kreuzte. Die Frau konnte einen Zusammenstoß nicht verhindern. Der verletzte Hirsch wurde durch einen Jäger von seinen Leiden erlöst. Der Schaden am Pkw wird auf 10.000 Euro geschätzt.

Das rät die Polizei

Hier noch einige Tipps der Polizei zur Verringerung des Risikos im

Zusammenhang mit Wildunfällen:

  • Fuß vom Gas, wenn Sie in Waldstücken, an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern oder dort wo es bereits Warnschilder wegen Wildwechsel gibt, unterwegs sind.
  • Besser kontrolliert zusammenstoßen als unkontrolliert ausweichen! Lenkrad festhalten, geradeaus fahren und bremsen. Riskante Ausweichmanöver gefährden den Gegenverkehr und Sie selbst.
  • Achten Sie auf die entsprechenden Warnschilder! Aufgrund bestimmter Auswertungen werden die Warnschilder vor allem an Strecken aufgestellt, wo es besonders häufig zu Wildwechseln kommt.
  • Besondere Wachsamkeit beim Befahren von neuen, durch den Wald führenden Straßen.
  • Fernlicht bewirkt, dass die Augen des Wildes wie Rückstrahler wirken. Das Wild ist daher früher erkennbar.
  • Abblenden und bremsen bei Wildwechsel! Kontrolliert bremsen und hupen, wenn Wild auf der Straße steht.
  • Vorsicht Nachzügler! Wildtiere treten meist in Gruppen auf. Kam es bereits zum Wildwechsel, so ist damit zu rechnen, dass weitere Tiere folgen.
  • Kommt es zum Unfall, ist die Unfallstelle abzusichern und die Polizei zu verständigen. Die Polizei verständigt den zuständigen Jagdpächter. Auf keinen Fall sollten sie ein Tier nach einem Unfall einladen und mitnehmen. Damit würde man sich wegen Jagdwilderei strafbar machen.

Weitere Informationen auch zu Wildunfällen gibt es im Internet unter der Adresse www.polizei. hessen.de.

Diez
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