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Katzenelnbogen

Neues Bussystem und Einrich nähern sich an

Noch läuft der neue Busverkehr nicht rund im Einrich. Doch an vielen Ecken wird bereits an Verbesserungen gefeilt.

Wenn die Schüler mittags zu ihren Bussen strömen, gilt es für Busfahrer, Aufsichtspersonen der Schulen und die Jugendlichen gleichermaßen, den Überblick zu behalten.  Foto: Ralph Wölpert
Wenn die Schüler mittags zu ihren Bussen strömen, gilt es für Busfahrer, Aufsichtspersonen der Schulen und die Jugendlichen gleichermaßen, den Überblick zu behalten.
Foto: Ralph Wölpert

Von unserer Redakteurin Dagmar Schweickert

Immer wieder meldeten sich in dieser Woche Eltern beim Kreis oder unserer Zeitung und schilderten ihre Beobachtungen zum Wechsel im ÖPNV: Bodo und Dunja Lorch erklärten, dass in Eisighofen die geschützt gelegene Bushaltestelle samt Häuschen nicht mehr benutzt wird, sondern die Grundschüler nun an der Hauptstraße ungeschützt in einer Kurve stehen müssen, "genau an der Stelle, an der vor einem halben Jahr ein Auto in ein Haus gekracht ist, weil der Fahrer die Kurve nicht bekommen hat".

Rektorin Heidi Rüttgen von der Grundschule wusste davon und erklärte, dass die Kreisverwaltung auf die Beschwerde schnell reagiert und die Bushaltestelle zurückverlegt habe. Hintergrund: Der Kreis soll von der Verbandsgemeinde nicht über die Lage des Haltepunktes informiert worden sein und hat deshalb eine neue Haltestelle eingerichtet. Eine Mitarbeiterin der Realschule plus/FOS im Einrich erklärte, anfangs seien Haltestellen nicht angefahren und Fahrpläne nicht eingehalten worden. Nun sei schon vieles besser als am Montag. Eltern hätten berichtet, dass es in Nastätten chaotisch zugehe, Busse und Haltestellen überfüllt seien. Nach den Ferien seien aber Gelenkbusse im Einsatz, da habe der Kreis Abhilfe geschaffen.

Schulleiter Rüdiger Klotz berichtete, dass am Montag und Mittwoch Busse defekt gewesen seien. Die Schule wurde vom Unternehmen nicht informiert und erfuhr erst durch Elternanrufe davon. Manche Kinder kamen 45 Minuten zu spät an. Er befürchtet, dass seine Schule ernste Probleme bekommt: "Vor allem die Aarschiene wird durch die neuen Fahrpläne von uns abgekoppelt." Schüler aus Lohrheim seien nun erst eineinhalb Stunden nach Unterrichtsende zu Hause. Manche Eltern überlegten, ob ihre Kinder die Schule wechseln sollen oder "haben vor, das nächste Kind nicht bei uns anzumelden." Das Kind von Holger Spöth aus Klingelbach besucht das Gymnasium in St. Goarshausen. Dort müssen die Schüler durch die neuen Fahrpläne nach Unterrichtsende knapp 40 Minuten warten, bis ihr Bus losfährt.

Paul Clotz aus Hainau ist besorgter Großvater einer Viertklässlerin, die mit der Linie 638 unterwegs ist: "Die Busse sind total überfüllt. Kitakinder und kleinere Grundschüler bekommen oft nur Stehplätze, aber es gibt nicht genug Haltegriffe." Am Montag seien mehrere Schüler im Bus hingefallen. Mittlerweile seien etwas größere Busse im Einsatz. Dennoch ist er erzürnt: "Die Verwaltung hatte doch die Schülerzahlen vorliegen und viel Zeit, das vorzubereiten."

Dem Bürgermeister der VG, Harald Gemmer, sind die Probleme bekannt, er bittet um Nachsicht: "Das ist eine ganz neue Organisation, da muss man mit rechnen, dass es in der Anfangsphase Abstimmungsprobleme gibt." Er lege Wert darauf, dass Probleme, die bekannt sind, schnellstmöglich behoben werden. Er wisse, dass der Kreis daran mit Hochdruck arbeite.

Diez
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