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Limburg

Mit dem Messer hinterrücks auf Frau eingestochen: Anklage geht von versuchtem Mord aus

Vier Wochen nach einer Messerstecherei in Nähe des Limburger Bahnhofsvorplatzes hat sich am 13. Oktober 2017 an gleichem Ort eine neue Messerattacke im Rahmen eines Familiendramas ereignet. Der Fall wird nun vor Gericht verhandelt.

Justizia
Symbolbild.
Foto: dpa

Die Anklage geht davon aus, dass das getrennt lebende Ehepaar gegen 18.40 Uhr am Bahnhofsbrunnen aufeinandergetroffen ist. Dann kam es demnach im Beisein der zwei gemeinsamen Kinder im Alter von acht und zehn Jahren zu einem heftigen Streit. Der 37-jährige Mann habe von der Frau das dauerhafte Umgangsrecht für die Kinder gefordert, das sie verweigert haben soll. Als die Frau ihrem Mann den Rücken zukehrte, soll ihr dieser laut Anklage mit einem Messer mehrmals in den Rücken gestochen haben. Auch die zehnjährige Tochter wurde mit dem Messer leicht verletzt. Die Frau musste ins Krankenhaus eingeliefert werden und überlebte den Anschlag dank einer Notoperation.

Der Mann ist nun vorm Limburger Landgericht wegen versuchten Mordes angeklagt. In einer ersten Erklärung durch seinen Verteidiger gestand der Mann, seine Frau mit einem Küchenmesser verletzt zu haben. Dies sei jedoch ohne Absicht geschehen.

Nun nahm der Prozess dramatische Züge an. Die zehnjährige Tochter des Angeklagten wurde vernommen und hatte darum gebeten, bei ihrer Aussage dem Vater nicht ins Gesicht schauen zu müssen.

Die Tochter erschien mit ihrer Mutter und berichtete zunächst von gemeinsamen Tagen während der Ehe ihrer Eltern. Sie berichtete, der Vater habe die Mutter fast täglich gedemütigt und sie mit Faustschlägen und Tritten verletzt. Einmal habe der Vater sogar Säure zum Einsatz gebracht.

Weinend, zusammengekauert und die Hände im Gesicht vergraben – so lauschte der Angeklagte seiner Tochter, die jeglichen Kontakt und eine Entschuldigung vom Vater ablehnte.

Zum Tatverlauf sagte das Kind, man habe sich mit der Familie zu einem geselligen Nachmittag in Limburg getroffen. Nach dem Verlassen eines Restaurants sei es zu den Messerstichen gekommen. „Ich wurde an der rechten Hand getroffen und habe seitdem mit dem Schreiben in der Schule Schwierigkeiten“, sagte die Zehnjährige, die seit dem Vorfall unter Albträumen leidet.

Von Bernd Bude

Diez
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