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    Diez/Limburg

    Medizin 4.0 oder: St. Vincenz wähnt sich am Puls der Zeit

    Standpunkt Gesundheit am Standort Diez: Der Neujahrsempfang der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz fand erstmals in den Räumen der jüngsten Tochter des Unternehmens, des St.-Vincenz-Krankenhauses Diez statt.; eine bewusste Standortentscheidung für die Veranstaltung, galt doch ein Schwerpunkt des Rück- und Ausblicks dem rheinland-pfälzischen Haus der Grundversorgung, welches die Krankenhausgesellschaft vor rund einem Jahr übernommen hatte.

    Klaus Neumann aus Altendiez hat mit seiner Kamera optisch umgesetzt, was sich mit der Fusion der beiden Krankenhäuser in Diez (Vordergrund) und Limburg im vergangenen Jahr entwickelt hat. Beide Kliniken ergänzen sich und setzen auf eine gemeinsame Zukunft.  Foto: Klaus Neumann
    Klaus Neumann aus Altendiez hat mit seiner Kamera optisch umgesetzt, was sich mit der Fusion der beiden Krankenhäuser in Diez (Vordergrund) und Limburg im vergangenen Jahr entwickelt hat. Beide Kliniken ergänzen sich und setzen auf eine gemeinsame Zukunft.
    Foto: Klaus Neumann

    Einhelliger Tenor der im Rahmen einer Talkrunde skizzierten Kernbotschaften: Die Krankenhäuser sind Partner, die Fusion ist keine Einbahnstraße. Diez eröffnet auch für Limburg neue Chancen, die Häuser werden sich gemeinsam weiterentwickeln: „Wir haben jetzt ganz andere Möglichkeiten, uns zu vernetzen“, sagte Geschäftsführer Guido Wernert. Für die Patienten sei dies ein enormer Vorteil, denn sie könnten beide Strukturen nutzen. Natürlich sei es ein komplizierter Prozess, wenn zwei Häuser zusammenwachsen. Wichtig sei es, in wichtigen Punkten einen Gleichklang zu finden und jeden Tag mit Inhalt zu füllen. Dass dies gelingt, zeigt nach Darstellung der Krankenhausgesellschaft der Blick in die Bilanz: Das vor einem Jahr übernommene Minus ist drastisch reduziert, erläuterte Wernert. „Diez ist gesichert, wir haben die Grundlage für weitere Entwicklung geschaffen.“ Diese wird bald konkret werden: Im März wird eine Station für ambulante Patienten eröffnet werden, auch ist der Aufbau einer Sektion Geriatrie geplant, die Stelle des Ärztlichen Leiters ist bereits ausgeschrieben. Darüber hinaus konnte vor wenigen Tagen der 24-Stunden-Rettungsdienst rund um die Uhr gesichert werden. In diesem Kontext zollte Geschäftsführer Guido Wernert dem Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler, besonderen Dank für seine außerordentliche Unterstützung, auch den Kassen dankte Wernert für die gute Zusammenarbeit in diesem Punkt. Ein Jahr nach der Übernahme sei das Haus mit Limburg synchron geschaltet, die Teleradiologie eng angebunden und die Organisationsstrukturen seien gut vernetzt.

    Stellvertretend für die Protagonisten der Talkrunde dankte der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der Krankenhausgesellschaft, Martin Richard, den Mitarbeitern beider Häuser „für alles, was hier Positives geleistet wurde“. Ausdrücklich dankte auch Pflegedirektorin Martina Weich ihren Mitarbeitern, besonders auch den Diezern: „Es ist toll, dass hier ein motiviertes Team den Weg mit uns geht! Nachdem wir hier zunächst eine Station schließen mussten, ist es nun umso schöner, zum 1. März die ambulante Station hier eröffnen zu können.“

    Aber auch St. Vincenz Limburg kam in Diez inhaltlich zu seinem Recht: Wichtige Errungenschaften des Jahres 2016 wurden hervorgehoben, allem voran die Entscheidung für eine Kinderklinik als Hauptabteilung (die RLZ berichtete). „Anderswo werden solche Abteilungen geschlossen, hier wird eine eröffnet“, konstatierte Geschäftsführer Wernert nicht ohne Stolz. Auch der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Heß stellte diese Aufgabe besonders heraus: „Wir wollen und müssen dieses große Thema 2017 konstruktiv angehen, unsere Strukturen entsprechend anpassen und viele Bereiche in dieses Konzept integrieren. Das ist eine spannende Herausforderung!“ Die Bedeutung des neuen Talbaus in Limburg wurde erneut bekräftigt – er wird mit neuester Technik, kürzeren Wegen und besseren Organisationsmöglichkeiten, mit mehr Raum und mehr Privatsphäre insbesondere auch für Notfallpatienten einhergehen, kurzum: eine große Verbesserung sowohl für Patienten als auch für Mitarbeiter. Als eines der Highlights des vergangenen Jahres nannte der Ärztliche Direktor die Zertifizierung der Stroke Unit unter Chefarzt Dr. Christoph Oberwittler: „Hier werden Schlaganfallpatienten nach State-of-the-art extrem gut versorgt.“ Gleichzeitig erinnerte er an das in der Einladung skizzierte Motto der Veranstaltung: Medizin 4.0. Hierfür sei beispielhaft die Einführung der neuen minimal-invasiven Schrittmacheroperationen unter Chefarzt PD Dr. Stephan Steiners zu nennen. Dr. Thomas Heß: „Der Begriff Medizin 4.0 ist ein Synonym dafür, dass wir hier nicht im ländlichen Nirwana, sondern mit unseren medizinischen Standards am Puls der Zeit sind.“

    Pflegedirektorin Martina Weich positionierte sich erneut ausdrücklich für die Bedeutung der Pflegekammern. Eine solche Interessenvertretung der Pflege werde auch den Patienten zugutekommen, da sie bessere Rahmenbedingungen für diesen Berufsstand sichere – insbesondere gelte dies für die aktuellen Bestrebungen zur Festlegung einer Personalbemessung. Weich bedauerte, dass die lang diskutierte gemeinsame Ausbildung von Kinderkranken-, Kranken- und Altenpflegern immer noch nicht politisch verabschiedet wurde. Als besonderen Wunsch für 2017 äußerte Weich, die Angebote der Krankenpflegeschule weiter auszubauen, um so langfristig deutlich mehr junge Menschen in der Gesundheits- und Krankenpflege auszubilden. Weich: „Wir engagieren uns dafür, auch die theoretische Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) in Limburg in eigener Regie anbieten zu können. Auch bei diesem Vorhaben ist der zweite Standort Diez unbedingt ein weiterer Vorteil.“

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