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Lohrheim

Lohrheimer Experiment gelingt: Flohmarkt lockt nicht nur Schnäppchenjäger

Rolf Kahl

Der erste Flohmarkt in Lohrheim hat den Veranstaltern einen tollen Erfolg, den Anbietern gute Umsätze und den Besuchern und Käufern so manches Schnäppchen beschert. An rund 70 Ständen boten die Beschicker, die auch aus den Nachbardörfern Niederneisen, Oberneisen oder Hahnstätten anreisten, ihre Artikel an. Dies mehrheitlich schon ab 8 Uhr, obwohl der offizielle Beginn erst für 10 Uhr ausgeschrieben war. Ab Mittag freuten sich nicht mehr zu zählende Besucher bei gutem Frühlingswetter über den einen oder anderen Trödelfund. Mit so einem tollen Besucherandrang hatte das Organisationsteam um Rita Tolkmitt nicht gerechnet – doch insgeheim darauf gehofft: „Frühmorgens regnete es zwar noch, doch günstige Wetterprognosen veranlassten Unentschlossene dann doch noch, den Weg nach Lohrheim anzutreten.“ Überall im Ort herrschten reges Treiben und Gedränge. Während Käufer und Verkäufer um jeden Euro feilschten, waren andere vor allem vom Flair und von der Stimmung begeistert, sodass es durchaus vorstellbar ist, dass solch ein Markt im nächsten Jahr eine Fortsetzung finden wird.

Impressionen vom ersten Lohrheimer Dorf- und Höfeflohmarkt.  Foto: Rolf Kahl
Impressionen vom ersten Lohrheimer Dorf- und Höfeflohmarkt.
Foto: Rolf Kahl

Es ist diese Mischung aus Jagdfieber und gemütlichem Einkaufsbummel; die Möglichkeit, ein Relikt aus der Kindheit zu entdecken oder einen kleinen Schatz, der jahrzehntelang versteckt zwischen modrigen Teppichen und altem Geschirr in der Garage seiner Neuentdeckung geharrt hat. Der kleine Kick, für wenige Euro eine möglicherweise kaputte Fritteuse, ein altes Schnurtelefon oder eine alte Schallplatte ergattert zu haben – vielleicht aber auch nicht. Das ist der Stoff, aus dem Flohmärkte gemacht sind: die Mischung aus Porzellan, veralteter Hightech, Kinderträumen und neonfarbenen Unterhosen. Ganz offensichtlich sind auch viele Bürger der heimischen Region diesem Zauber erlegen. Waren die meisten Standbetreiber eher der erwachsenen Generation zuzuordnen, so waren doch durchaus auch Vertreter des Flohmarktnachwuchses auszumachen. Jannis (11) aus Lohrheim, bereits einmal gemeinsam mit der Mama in Elz flohmarktmäßig unterwegs, bot gestern an seinem Stand ganz alleine seine Ware an. Das Equipment, das er in einem der rund 25 Höfe präsentierte, waren ausrangierte Spielsachen, die er dann auch strahlenden Kindern gegen einen kleinen Betrag überließ. Auch viele der erwachsenen Anbieter waren, wie sie selbst sagten, keine Flohmarktprofis. Doch sie hatten alle einen Riesenspaß. Andere Flohmarktverkäufer, die nach eigener Auskunft schon bis zu 200 Märkte besucht haben, hatten vor sich so manches Kuriosum liegen: Vasen reihten sich an Kuscheltiere, hölzerne Pfeffermühlen standen neben Bierkrügen, eine große Krippe mit bunten Figuren lockte Interessierte auch im Monat April. Schallplatten, Kassettenrekorder und Lampen gesellten sich dazu. Verkaufsschlager waren auch Kinderfahrräder, Roller oder Dreiräder. Schon nach wenigen Minuten hatten Papa und Sohn dieses Angebot zu Geld gemacht.

Insgesamt gab es Antikes, Pseudo-Antikes, Nützliches, Unnützes, Krimskrams und, und, und ... zu finden. Die Besucher mussten schon Zeit mitbringen, um alles zu begutachten. „Sehr angenehm. Kein Gedrängel. Gutes Platzangebot. Tolles Ambiente.“ Dies waren nur einige von vielen positiven Wertungen seitens der Käufer und Verkäufer. „Wir werden bei einer Wiederholung im kommenden Jahr mit Sicherheit wieder dabei sein“, war da von vielen zu hören.

Von unserem Mitarbeiter
Rolf Kahl

Diez
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