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Diez

Gasalarm im Diezer Hallenbad: Sieben Verletzte

Hans Georg Egenolf

Großeinsatz am Sonntagabend im Diezer Oranienbad: Zwei Menschen werden nach einem Gasalarm verletzt und müssen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ursache ist noch unklar, vermutet wird, dass Reizgas versprüht worden sein könnte.

Ein Feuerwehrauto und seine Besatzung am Ende des Einsatzes vor dem Diezer Oranienbad: Der Verdacht eines Chlorgasunfalls bestätigte sich zum Glück nicht.  Foto: Hans Georg Egenolf
Ein Feuerwehrauto und seine Besatzung am Ende des Einsatzes vor dem Diezer Oranienbad: Der Verdacht eines Chlorgasunfalls bestätigte sich zum Glück nicht.
Foto: Hans Georg Egenolf

Um 17.43 Uhr erfolgt die Alarmierung, die einen Katastropheneinsatz auslöst. Besucher und Mitarbeiter des Hallenbads klagen über Atemwegsreizungen. Zu dem Zeitpunkt befinden sich etwa 85 Menschen in dem Bad. Der sogenannte Massenanfall von Verletzten wird angenommen, ein Großaufgebot von Feuerwehren, Rettungskräften und Polizei rückt aus; am Ende werden um die 100 Feuerwehrleute im Einsatz sein, die Sondereinsatzgruppe des DRK mit mehreren Notärzten und natürlich auch die Polizei. Die Lage ist zunächst unklar, Chlorgas könnte ausgetreten sein oder Ammoniak. Das wäre lebensgefährlich. Messungen des Gefahrstoffzuges der Feuerwehr Birlenbach-Fachingen bestätigen den Verdacht aber zum Glück nicht.

Feuerwehrautos in der Einfahrt zum Diezer Hallenbad: Der Gasalarm vom Sonntagabend löste einen Großeinsatz aus.
Feuerwehrautos in der Einfahrt zum Diezer Hallenbad: Der Gasalarm vom Sonntagabend löste einen Großeinsatz aus.
Foto: jgm

Die Badegäste können das Hallenbad dennoch nicht durch den Haupteingang verlassen. Die Quelle des vermeintlichen Gasaustritts liegt im Bereich des Foyers nahe der Kasse und des Aufzugs. Die Menschen werden im Bereich der Feuerwehrzufahrt durch einen Notausgang ins Freie geleitet. Sieben von ihnen klagen über Atemwegsreizungen und Übelkeit. Zwei Mitarbeiter, die offenbar das Meiste abgekriegt haben, müssen ins Krankenhaus gebracht werden. Die fünf anderen gehen auf eigene Verantwortung nach Hause. Alle Badegäste und Mitarbeiter werden registriert, bevor sie das Gelände endgültig verlassen können.

Stadtbürgermeister Frank Dobra ist am Einsatzort, auch Michael Stanke, Erster Stadtrat aus Limburg ist gekommen. Nach der ersten Aufregung verfliegt die Anspannung langsam auch bei Edgar Groß, dem Ersten Beigeordneten der Stadt Diez und Geschäftsführer der Hallenbad Diez-Limburg GmbH. „Das Personal hat sehr gut reagiert“, sagt Groß und lobt auch das koordinierte Vorgehen der Feuerwehrleute und Rettungskräfte. Auch die Badegäste hätten sich sehr besonnen verhalten. Zugleich zeigt sich der Geschäftsführer der Hallenbadgesellschaft extrem verärgert: „Es wär ein Hammer, wenn sich jemand hier einen Scherz erlaubt hätte.“ Danach sieht es aber wohl aus, auch wenn die Polizei noch keine konkreten Hinweise auf einen möglichen Täter hat. Groß fürchtet, dass die Kosten für diesen Einsatz „mal wieder am Steuerzahler hängen bleiben“.

Ob das Bad, das von den beiden Kreisen Limburg-Weilburg und Rhein-Lahn sowie den Städten Diez und Limburg gemeinsam betrieben wird, am Montagmorgen schon wieder öffnen kann, ist am Abend noch unklar. Die beiden Landräte sollen umgehend von dem Vorfall informiert werden, um auch mit ihnen das weitere Vorgehen abzusprechen.

Von unserem Redaktionsleiter
Hans Georg Egenolf

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