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    Villmar

    Feuer von Nachbarn entdeckt: Seniorin schwer verletzt

    Drei Schutzengel in Form ihrer Nachbarn hatte eine Frau aus Villmar: Die Familie Walter hat als Erste den Brand bemerkt, der das Haus schwer beschädigte. Die 69-jährige Hausbewohnerin erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

    Bei einem Brand in Villmar in der Weyandstraße ist eine Frau schwer verletzt worden.  Foto: Weil
    Bei einem Brand in Villmar in der Weyandstraße ist eine Frau schwer verletzt worden.
    Foto: Weil

    Es sollte ein gemütlicher Adventssamstag werden für Sascha und Zuzana Walther mit ihrem Sohn Niclas aus Villmar. Gemeinsam besuchten sie den Aumenauer Weihnachtsmarkt, verbrachten ein paar angenehme Stunden zwischen Ständen und Büdchen.

    Auf dem Heimweg geschah dann das, was ihnen den Tag wohl für immer unvergesslich machen wird. Gegen 19.50 Uhr war die Familie in der Weyandstraße unterwegs, als sie Rauch aus dem Obergeschoss des Hauses 22 steigen sahen. Während Sascha Walter zur Eingangstür lief, schon gleich die Rauchmelder im Haus und knisternde Flammen hörte, klingelte seine Frau Zuzana bei Nachbar Ludger Müller. Der alarmierte sofort die Feuerwehr, die auch innerhalb weniger Minuten an Ort und Stelle war und mit den Lösch- und Bergungsarbeiten beginnen konnte. Sascha Walter wollte, so beschreibt es die Polizei, selbstständig im brennenden Wohnhaus nach Verletzten zu suchen, musste jedoch seine Hilfeleistungen aufgrund der starken Rauch- und Hitzeentwicklung abbrechen. Rasch waren aber auch die Wehren aus Villmar, Weyer und Runkel vor Ort. Der Leiter des Brand-, Zivil- und Katastrophenschutzes des Landkreises Limburg-Weilburg, Georg Hauch, koordinierte den Rettungseinsatz am Samstagabend, sodass die Zusammenarbeit der Wehren mit dem Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst und dem Notarzt reibungslos ablief.

    Die Brandschützer drangen in das Haus vor und fanden rasch die 69-jährige Bewohnerin im Obergeschoss. Die Verletzte wurde mit lebensgefährlicher Rauchvergiftung ins Krankenhaus Weilburg eingeliefert.

    Durch den zeitgleichen Beginn der Löscharbeiten durch die Feuerwehr wurde ein Übergreifen des Feuers auf den Dachstuhl des Hauses verhindert. Bis gegen 23 Uhr dauerten die Löschmaßnahmen an. Gemeindebrandinspektor Lars Falkenbach berichtete, seine Kameraden hätten die letzten Glutherde abgelöscht und eine "Eigentumssicherung" vorgenommen. Das heißt, zerstörte Dachfenster wurden abgedichtet und die Fenster im Obergeschoss mit Brettern vernagelt.

    Die Ermittlungen am Brandort wurden durch die Kriminalpolizei Limburg übernommen und sollen am Montag in vollem Umfang aufgenommen werden. Derzeit können zur Brandursache sowie über die Schadenshöhe noch keine Angaben gemacht werden. Ersten Ermittlungen zufolge ist der Brand vermutlich im Obergeschoss des Wohnhauses ausgebrochen - dort, wo auch die Seniorin gefunden wurde. Ihr gelten die Gedanken der Familie Walter, die hofft, durch ihr gedankenschnelles Handeln Schlimmeres verhindert zu haben. red

    Diez
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