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    Dekanat Diez kauft Katasteramt

    Die Synode des evangelischen Dekanats Diez hat dem Erwerb des Katasteramts in Diez als neuem Standort für die Kirchliche Sozialstation zugestimmt. Pfarrer Adi Tremper, Vorsitzender der Station, und deren Geschäftsführerin Eva Reichwein erläuterten den Synodalen in ihrer Frühjahrstagung in der Nicolaus-August-Otto-Schule (NAOS) in Diez den Platzbedarf der Station und die Nutzungspläne für das Gebäude am Schlossberg.

    Das Dekanat Diez wird das ehemalige Katasteramt kaufen und dort die Kirchliche Sozialstation einrichten.
    Das Dekanat Diez wird das ehemalige Katasteramt kaufen und dort die Kirchliche Sozialstation einrichten.

    Diez - Die Synode des evangelischen Dekanats Diez hat dem Erwerb des Katasteramts in Diez als neuem Standort für die Kirchliche Sozialstation zugestimmt. Pfarrer Adi Tremper, Vorsitzender der Station, und deren Geschäftsführerin Eva Reichwein erläuterten den Synodalen in ihrer Frühjahrstagung in der Nicolaus-August-Otto-Schule (NAOS) in Diez den Platzbedarf der Station und die Nutzungspläne für das Gebäude am Schlossberg.

    „Wir brauchen die neuen Räume, oder wir müssen uns von Aufgabenfeldern trennen, auf die wir aber zum Erhalt unseres Pflegeangebots angewiesen sind“, hatte Tremper zuvor den 35 stimmberechtigten Synodalen erklärt und auf die christliche Grundlage der Station hingewiesen, die zum diakonischen Tun aufrufe. Um nicht vom Pflegemarkt verdrängt zu werden, müsse die Sozialstation heute eine umfassende Palette an Diensten für die Patienten anbieten, durch Kooperationen wie durch eigene Kräfte. „Der Patient erwartet Leistungen aus einer Hand.“ Räume und Grundstück an der Friedhofstraße „platzten aus allen Nähten“.
    An der Friedhofstraße 19 stehen der Station bislang 224 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung; das Gebäude am Schlossberg verfügt über 900 Quadratmeter und kann nicht nur den auf 350 bis 400 Quadratmeter ermittelten Platzbedarf der Station decken, sondern bietet noch Raum für andere Nutzungen, etwa zusätzliche diakonische Angebote. Auch außerhalb des Gebäudes bietet das Grundstück am Schlossberg mehr Platz, etwa an Parkplätzen für die 16 Einsatzfahrzeuge. Am jetzigen Standort gibt es dafür nur neun Plätze, am künftigen 25 bis 30. Bei einer Gegenstimme stimmte das Gremium dem Kauf des Gebäudes zu.
    Ein Schwerpunkt war die Beschäftigung mit dem Verhältnis zwischen Schule und Kirche. „In einer Zeit, in der es vor allem um wirtschaftliche Fragen geht, ist gerade der Religionsunterricht ein sehr wichtiger“, hatte zum Beginn der Tagung der Leiter der NAOS, Walter Ellermeyer, erklärt. Die jungen Menschen seiner Schule suchten noch ihre Wege. Der Reli-Unterricht, aber auch Fächer wie Sport und Musik seien für deren Entwicklung von enormer Bedeutung. Für eine intensivere Beziehung zwischen Kirchengemeinden und den Schulen sprach sich Dr. Christoph Meier vom kirchlichen Schulamt in Mainz aus. Die Pflichtstunden der Pfarrer in den Schulen dürften nicht als „Abwesenheit von der Gemeinde“ empfunden werden, sondern seien ein Gewinn für sie.
    In vier Gruppen diskutierten die Synodalen über die Verbindung von Konfirmandenunterricht und Schule, den Religionsunterricht an beruflichen Schulen, den Schuldienst der Gemeindepfarrer und über Schulen in evangelischer Trägerschaft. Als „Schatz der Kirchengemeinden“ bezeichnete Ingo Lüderitz die Konfirmanden, für die deshalb entsprechende Finanzmittel aufgebracht werden müssten. Die Probleme für Pfarrer, sich in ein auf Wissensvermittlung angelegtes schulisches Raster hineinpressen zu lassen, sprach Bernd Linkenbach an. Frank Puchtler betonte die Zukunftschancen des Religionsunterrichts: „Auch im Beruf zählen nicht nur kaufmännische Fähigkeiten, sondern der Umgang miteinander.“ Um in die Gesellschaft hineinzuwirken, unterstrich Dekan Christian Dolke die Bedeutung einer Schule in evangelischer Trägerschaft. „Sie könnte zu einem Kristallisationspunkt evangelischer Kirche werden.“ Darüber hinaus sei das Schulangebot einer Region wichtige Entscheidungsgrundlage für die Wohnortwahl. Dolke hatte in seinem Jahresbericht eine Sehnsucht der Menschen nach klaren Worten, Werten und Standpunkten beschrieben, der sich auch das Dekanat annehmen müsse.

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