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    Bundespolizeischule Diez: Reaktion auf akute Bedrohung

    „Wir sind in Diez angekommen und mittendrin in der Bevölkerung. So langsam gehen wir im Standort über in den normalen Regeldienst.“ Eine erste Bilanz der Arbeit in der zum 1. September in der ehemaligen Freiherr-vom-Stein-Kaserne eröffneten Bundespolizeischule zog jetzt Leiter René Kexel beim Oberneiser Forum, zu dem der SPD-Ortsverein ins Gemeindehaus eingeladen hatte. Der Abend war überschrieben mit dem Titel „Bundespolizeiausbildungsstätte Diez – Ein Baustein für unsere Sicherheit“. Die Moderation der Runde übernahm der SPD-Vorsitzende Frank Puchtler.

    „Wir wollen bewusst wahrgenommen werden.“ René Kexel (links) sucht mit der Bundespolizeischule in Diez den Kontakt zur Öffentlichkeit.  Foto: Uli Pohl
    „Wir wollen bewusst wahrgenommen werden.“ René Kexel (links) sucht mit der Bundespolizeischule in Diez den Kontakt zur Öffentlichkeit.
    Foto: Uli Pohl

    Kexel spannte in seinem Vortrag den Bogen von der aktuellen Sicherheitslage weltweit bis zur regionalen Kriminalitätsstatistik. „Lehnen Sie sich zurück. Es geht Ihnen in Rheinland-Pfalz gut,“ sagte Kexel zu den Zuhörern. Insgesamt seien die Straftaten im Land rückläufig, doch durch die weltweiten Terroranschläge fühlten sich die Menschen einer akuten Bedrohung ausgesetzt. „Dieser neuen Gefahr gilt es zu begegnen“, benannte der Leiter der Bundespolizeischule die Gründe für die Entscheidung des Innenministeriums, mehr Bundespolizeibeamte auszubilden und einzustellen. 7500 neue Planstellen hatte der Bundestag beschlossen. Dies stelle die Bundespolizei jedoch vor große Herausforderungen. Schließlich gelte es nicht nur, Auszubildende für den Beruf zu gewinnen, sondern auch Ausbilder zu finden: „Das alles bedeutet für uns eine große Kraftanstrengung.“ Nach der Entscheidung, in Diez eine Ausbildungsstätte einzurichten, hätte alles sehr schnell gehen müssen. Erst Anfang dieses Jahres hatten die Umbauarbeiten der zuletzt als Aufnahmelager für Flüchtlinge genutzten ehemaligen Bundeswehrkaserne begonnen.

    René Kexel plauderte vor den nur etwa gut 20 Besuchern im Gemeindehaus aus dem Nähkästchen, wie in nur wenigen Monaten die ehemalige Kaserne in eine Ausbildungsstätte der Bundespolizei umgestaltet worden sei: „Manchmal musste einfach schnell und umkompliziert entschieden werden.“ Dabei habe die Absprache mit dem Rhein-Lahn-Kreis, der Stadt und der Verbandsgemeinde Diez hervorragend funktioniert.

    461 Auszubildende, 102 weiblich und 359 männlich, zwischen 16 und 35 Jahren hätten zum 1. September ihre Ausbildung in Diez begonnen. Auch die Nachwuchskräfte seien inzwischen in Diez angekommen. „Neben sehr viel Zuspruch und Anerkennung müssen wir jedoch auch mit Kritik leben. So bereitet der Freitagmittag, wenn alle Polizeischüler ins Wochenende fahren, noch Probleme.“ Schon jetzt liefen in Diez die Vorbereitungen für das nächste Ausbildungsjahr. Die Nutzung des Diezer Standorts als Bundespolizeischule sei zunächst auf fünf Jahre befristet. „Perspektiven über das Jahr 2023 hinaus sind jedoch vorhanden“, schloss Kexel den informativen Abend im Gemeindehaus, der mehr Zuhörer verdient gehabt hätte. Uli Pohl

    Diez
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